Zum Inhalt springen

Mirriah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. März 2026 um 19:14 Uhr durch imported>ⵓ (•8 externe Links geändert• 🌐︎).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Stadtgemeinde Mirriah
Stadtgemeinde Mirriah (Niger)
Stadtgemeinde Mirriah (Niger)
Stadtgemeinde Mirriah
Koordinaten 13° 42′ N, 9° 9′ OKoordinaten: 13° 42′ N, 9° 9′ O
 {{#coordinates:13,706944444444|9,15|primary
dim=11000 globe= name=Stadtgemeinde Mirriah region=NE-7 type=city
  }}
Basisdaten
Staat Niger
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Zinder
Departement Mirriah
Fläche 94,5 km²
Einwohner 80.126 (2012)
Dichte 847,9 Ew./km²

Mirriah (auch: Miria, Miriah, Mirria, Myrriah) ist eine Stadtgemeinde und der Hauptort des gleichnamigen Departements Mirriah in Niger.

Geographie

Lage und Gliederung

Datei:Baobabs in Mirriah.webm
Affenbrotbäume in Mirriah
(Video, ohne Ton, 18 sek)

Mirriah befindet sich in der Sahelzone, rund 20 Kilometer von der Regionalhauptstadt Zinder entfernt. Die Nachbargemeinden Mirriahs sind Gaffati im Nordwesten, Zermou im Nordosten, Hamdara im Osten, Wacha im Südosten, Gouna im Südwesten und Kolléram im Westen. Die Stadtgemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 94,50 km². Sie liegt auf durchschnittlich 400 m in einer sandigen Tiefebene mit sehr geringem Gefälle.<ref name="Profil_urbain_6_7">M. Mohamed El Sioufi, Alain Grimard, Joseph Guiebo, Gwedoline Mennetrier, Kerstin Sommer, Nicolas Maréchal: Niger: profil urbain de Mirriah. Division de la Coopération Technique et Régionale, Programme des Nations Unies pour les Établissements Humains, Nairobi 2007, ISBN 978-92-1132120-3, S. 6–7 (unhabitat.org [PDF; abgerufen am 18. April 2022]).</ref>

Die Gemeinde Mirriah besteht aus einem urbanen und einem ländlichen Gemeindegebiet. Das urbane Gemeindegebiet ist in 16 Stadtviertel gegliedert. Diese heißen Ali Kader, Bakari, Camp de Garde, Dilari, Galadima, Kofal Bey, Makéra, Marafa, Marina, Quartier Administratif, Sabon Gari, Sarkin Makafi, Tchébani Boukari, Tchédia, Tchinkassari und Torawa. Bei den Siedlungen im ländlichen Gemeindegebiet handelt es sich um 48 Dörfer und 80 Weiler.<ref name="ReNaLoc">Répertoire National des Localités (ReNaLoc). (RAR) Institut National de la Statistique, République du Niger, Juli 2014, S. 652–655, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Klima

In Mirriah herrscht trockenes Wüstenklima vor. Die klimatologische Messstation im Stadtzentrum liegt auf 370 m Höhe und wurde 1943 in Betrieb genommen.<ref>Evaluation Hydrologique de l’Afrique Sub-Saharienne. Pays de l’Afrique de l'Ouest. Rapport de Pays: Niger. Mott MacDonald International / BCEOM / SOGREAH / ORSTOM, Cambridge / Montpellier / Grenoble August 1992, Annexe E: Liste des postes pluviométriques, S. 9 (horizon.documentation.ird.fr [PDF; abgerufen am 19. März 2022]).</ref>

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mirriah
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 27,8
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 34,9
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 21
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 29,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Vorlage:Klimatabelle/Format
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Vorlage:Klimatabelle/Diagramm Niederschlag

Natur

Datei:Mare de Falki Mirriah 6.jpg
Am Seeufer der Mare de Falki

Rund um das Stadtzentrum befinden sich Gärten mit Affenbrotbäumen, Mangobäumen und Gemüsebeeten.<ref name="Geels_223">Jolijn Geels: Niger. Bradt, Chalfont St Peter 2006, ISBN 1-84162-152-8, S. 223.</ref> Die Forêt classée d’Ilbaram ist ein 56 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Mirriah. Die Unterschutzstellung erfolgte 1956.<ref>Données disponibles pour chaque forêt classée. Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2012; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den ländlichen Dörfern Falki Babba und Falki Kabama liegt die Mare de Falki, ein kleiner See mit stark schwankender Wasserführung.<ref>Note de capitalisation du processus d’émergence des associations d’usagers de l’eau : AUE. (Microsoft Word) Réseau National des Chambres d’Agriculture du Niger, 30. Juli 2014, S. 7, abgerufen am 3. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Der Name der Stadt stammt aus der Sprache Hausa und bedeutet „Stimme“.<ref name="Sanda">Siradji Sanda: Mirriah : au pays des Tsotsébaki, l’histoire se conjugue au présent. In: Niger Diaspora. 23. Dezember 2011, abgerufen am 18. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mirriah wurde im Jahr 1774 Sitz eines unabhängigen Sossébaki-Staats unter dem Herrscher Bazaza. Die Hausa-Dynastie der Sossébaki führte ihre mehrere Jahrhunderte alte Herrschaft auf einen Prinzen aus Bornu zurück. Bazaza starb 1784 im Kampf gegen seinen Onkel. Anschließend übernahm Bazazas Bruder Ibel bis 1817 die Macht in Mirriah, das unter seiner Regentschaft die große Nachbarstadt Zinder in den Schatten stellte. Sein Sohn und Nachfolger Mohamed Kosso wurde jedoch 1821 von Sultan Sélimane dan Tintouma von Zinder besiegt und ins Exil nach Sokoto vertrieben. Der Sultan ernannte May Nassara, einen anderen Sohn Ibels, zum Herrscher von Mirriah. Mohamed Kosso gelang es noch einmal für wenige Monate zurückzukehren, musste sich aber schließlich endgültig seinem Bruder geschlagen geben, der als Vasall des Sultans bis 1837 in Mirriah regierte.

Datei:Carte de l'Afrique occidentale française - dressée par A. Meunier et E. Barralier, 1903 ; Ministère des colonies. Service géographique et des missions. M. Barbotin, chef du service - btv1b530605988 (3 of 6) - crop Mirria.jpg
Ausschnitt einer Karte von 1903 mit Mirriah (Mirria) im Zentrum

Unter Djibril dan Lafia, der seit 1897 an der Macht war, wurde Mirriah als Kanton der französischen Provinz Zinder zugeordnet.<ref>Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 132–133.</ref> Als die Franzosen die Kontrolle über den großen Markt in der Stadt übernahmen und nunmehr für die Einhebung der Steuern verantwortlich waren, sank die Anzahl der Händler von über 2000 auf 400.<ref>Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 39.</ref> Mirriah war zeitweise die bevölkerungsreichste Stadt der französischen Kolonie Niger. Im Jahr 1926 wurden hier 14.721 Einwohner gezählt, während die beiden wechselnden Hauptstädte der Kolonie kleiner waren: Zinder hatte damals 7176 Einwohner und Niamey 3142 Einwohner.<ref>Gothaisches Jahrbuch für Diplomatie, Verwaltung und Wirtschaft. Hundertvierundsechzigster Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1927, S. 557.</ref> In den 1920er Jahren galt die durch Mirriah führende und 1375 Kilometer lange Piste von Niamey nach N’Guigmi als einer der Hauptverkehrswege in der Kolonie. Sie war in der Trockenzeit bis Guidimouni und wieder ab Maïné-Soroa von Automobilen befahrbar.<ref>Maurice Abadié: La Colonie du Niger. Mit einem Vorwort von Maurice Delafosse. Société d’Editions Géographiques, Maritimes et Coloniales, Paris 1927, S. 426.</ref> Die Sossébaki-Herrscher amtieren seit der französischen Kolonialzeit als Kantonschefs und traditionelle Ortsvorsteher (chefs traditionnelles) von Mirriah. Der 18. Herrscher von Mirriah seit Bazaza, der frühere Parlamentspräsident Moutari Moussa, wurde im Jahr 2008 gewählt.<ref name="Sanda" />

Zusätzlich zu seiner Rolle als traditioneller Herrschaftssitz gewann Mirriah in der unabhängigen Republik Niger Bedeutung als regionaler Verwaltungssitz. Die Hauptstadt des Arrondissements Zinder wurde 1966 nach Mirriah verlegt und das Arrondissement zugleich in Mirriah umbenannt.<ref>Frédéric Giraut: Retour du refoulé et effet chef-lieu. Analyse d’une refonte politico-administrative virtuelle au Niger. PRODIG, Paris 1999, ISBN 2-901560-38-5, S. 35 (archives-ouvertes.fr [PDF; abgerufen am 17. August 2013]).</ref> Aus dem Arrondissement Mirriah ging 1998 das Departement Mirriah hervor. Mirriah erhielt bereits 1988 zugleich mit neun weiteren nigrischen Orten den Status einer eigenständigen Gemeinde. Bis dahin hatte es landesweit zwölf Gemeinden gegeben.<ref>Maman Salifou: Historique de la décentralisation au Niger. (PDF) Direction Générale de l’Administration Territoriales et des Collectivités Locales, Ministère de l’Intérieur, de la Sécurité Publique et de la Décentralisation, République du Niger, Mai 2008, S. 11, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2018; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ungewöhnlich starke Regenfälle führten im August und September 1988 zu Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes. In Mirriah, Magaria und Zinder wurde am 23. und 24. August 1988 eine Niederschlagshöhe von über 100 mm verzeichnet. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört. In Mirriah wurden 1800 Menschen obdachlos.<ref>Niger Floods. In: OFDA Annual Report FY 1988. Office of U.S. Foreign Disaster Assistance / Agency for International Development, Washington, D.C. 1989, S. 85.</ref> Starke Niederschläge am 16. und 17. Juli 2022 verursachten in der Region Zinder schwere Überschwemmungen mit Todesopfern und Sachschäden. Davon war auch Mirriah betroffen, wo eine Niederschlagshöhe von 112 mm gemessen wurde. In der Nachbargemeinde Hamdara wurde ein Rekord von 252 mm innerhalb weniger Stunden verbucht.<ref>Ikali Dan Hadiza: Zinder: des pluies diluviennes font d’énormes dégâts dans plusieurs localités de la région. In: ActuNiger. 18. Juli 2022, abgerufen am 1. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bevölkerung

Bei der Volkszählung 2012 hatte die Stadtgemeinde 80.126 Einwohner, die in 12.726 Haushalten lebten.<ref name="ReNaLoc" /> Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 42.986.<ref>Répertoire National des Communes (RENACOM). (RAR-Datei) Institut National de la Statistique, abgerufen am 8. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Urbanisme">Stratégie Nationale de Développement Urbain. (PDF) Annexe 3: 1. Liste des Centres Urbains en 2001 selon les critères retenus pour la Stratégie Nationale de Développement Urbain. Ministère de l’Urbanisme, de l’Habitat et du Domaine Foncier Public, République du Niger, September 2004, abgerufen am 18. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <timeline> Colors=

 id:lightgrey value:gray(0.9)
 id:darkgrey value:gray(0.7)
 id:sfondo value:rgb(1,1,1)

ImageSize = width:500 height:auto barincrement:42 PlotArea = left:40 bottom:20 top:5 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:90000 TimeAxis = orientation:horizontal AlignBars = late ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:10000 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:1000 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo PlotData=

   color:skyblue width:16 shift:(-110,-5) fontsize:M anchor:till
  bar:2001 from:0 till:42986 text:42.986 Einwohner
  bar:2012 from:0 till:80126 text:80.126 Einwohner

</timeline>

Im urbanen Gemeindegebiet lebten bei der Volkszählung 2012 28.407 Einwohner in 4244 Haushalten,<ref name="ReNaLoc" /> bei der Volkszählung 2001 18.783 Einwohner<ref name="Urbanisme" /> und bei der Volkszählung 1988 13.265 in 2206 Haushalten.<ref>Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S. 361 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />web.archive.org (Memento vom 31. Januar 2018 im Internet Archive) [abgerufen am 4. Mai 2019]).</ref> Bei der Volkszählung 1977 waren es 8420 Einwohner.<ref>Recensement général de la population 1977. Résultats définitifs. Rapport d’Analyse. Direction de la Statistique et de l’Informatique, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey Dezember 1985, S. 31 (odsef.fss.ulaval.ca [PDF; abgerufen am 28. März 2021]).</ref> <timeline> Colors=

 id:lightgrey value:gray(0.9)
 id:darkgrey value:gray(0.7)
 id:sfondo value:rgb(1,1,1)

ImageSize = width:500 height:auto barincrement:32 PlotArea = left:40 bottom:20 top:5 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:30000 TimeAxis = orientation:horizontal AlignBars = late ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:5000 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:500 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo PlotData=

   color:powderblue2 width:16 shift:(-110,-5) fontsize:M anchor:till
  bar:1977 from:0 till:8420 text:8420 Einwohner
  bar:1988 from:0 till:13265 text:13.265 Einwohner
  bar:2001 from:0 till:18783 text:18.783 Einwohner
  bar:2012 from:0 till:28407 text:28.407 Einwohner

</timeline>

In ethnischer Hinsicht ist die Gemeinde ein Siedlungsgebiet von Damagarawa, Fulbe, Iklan, Kanuri und Sossébaki.<ref>Yveline Poncet: Cartes ethno-démographiques du Niger au 1/1 000 000. Notice des cartes (= Etudes nigériennes. Nr. 32). Centre Nigérien de Recherches en Sciences Humaines, Niamey 1973, Annex: République du Niger: Carte ethno-démographique au 1:1 000 000 (odsef.fss.ulaval.ca [PDF; abgerufen am 31. Januar 2021]).</ref> In Mirriah leben außerdem Angehörige der auf Fernweidewirtschaft spezialisierten Tuareg-Untergruppen Kanimatane und Ichiriffen.<ref>La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. (PDF) Ministère de l’élevage et des industries animales, République du Niger, 2009, S. 32, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Juli 2010; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politik und Justiz

Der Gemeinderat (conseil municipal) hat 20 gewählte Mitglieder. Mit den Kommunalwahlen 2020 sind die Sitze im Gemeinderat wie folgt verteilt: 10 PNDS-Tarayya, 2 ARD-Adaltchi Mutunchi, 2 CPR-Inganci, 2 LRD-Jimiri, 2 RDR-Tchanji, 1 RPD-Bazara und 1 RPP-Farilla.<ref>Résultats élections – Communales. Commission Électorale Nationale Indépendante, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Januar 2021; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Jeweils ein traditioneller Ortsvorsteher (chef traditionnel) steht an der Spitze von 40 Dörfern im ländlichen Gemeindegebiet.<ref name="ReNaLoc" />

Die Stadt ist der Sitz eines Tribunal d’Instance, eines der landesweit 30 Zivilgerichte, die unterhalb der zehn Zivilgerichte der ersten Instanz (Tribunal de Grande Instance) stehen.<ref>Bachir Talfi: Note sur l’organisation judiciaire. Ministère de la Justice, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2013; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Stadtmitte, westlich des Sultansgehöftes, liegt die Freitagsmoschee von Mirriah, eine Hof-Moschee im kargen, mittelnigrischen Stil. Ihr Baujahr ist nicht bekannt. Das dazugehörige acht Meter hohe Minarett wird auf 1750 datiert und ist noch originärer Bestandteil des alten Lehmbaus. Es zeigt allerdings erhebliche Verfallserscheinungen an der Treppe. Der Gebetsraumkomplex wurde in den 1980er Jahren mittels Zementbausteinen und Wellblechdach modernisiert. Türen und Fensterläden sind aus Metall. Der Mihrāb-Vorbau ist quaderförmig, der Minbar zweistufig. Die Gesamtanlage erstreckt sich über 265 Quadratmeter, wobei knapp 200 Quadratmeter allein auf den inneren Betraum entfallen. Im Hof steht ein ausladender Niembaum.<ref>Dorothee Gruner: Die Lehmmoschee am Niger. Dokumentation eines traditionellen Bautyps. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1990, S. 354 und 360.</ref>

In der Maison des jeunes et de la culture, dem Jugend- und Kulturhaus von Mirriah, werden Kultur- und Sportveranstaltungen abgehalten.<ref name="Profil_urbain__9">M. Mohamed El Sioufi, Alain Grimard, Joseph Guiebo, Gwedoline Mennetrier, Kerstin Sommer, Nicolas Maréchal: Niger: profil urbain de Mirriah. Division de la Coopération Technique et Régionale, Programme des Nations Unies pour les Établissements Humains, Nairobi 2007, ISBN 978-92-1132120-3, S. 9 (unhabitat.org [PDF; abgerufen am 18. April 2022]).</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Eckpfeiler der Stadtgemeinde bilden der Ackerbau und die Viehzucht. Hinzu kommen der Handel, das Handwerk und Dienstleistungen.<ref name="Profil_urbain_6_7" /> In Mirriah wird ein Wochenmarkt abgehalten. Der Markttag ist Sonntag.<ref name="Geels_223" /> Das staatliche Versorgungszentrum für landwirtschaftliche Betriebsmittel und Materialien (CAIMA) unterhält eine Verkaufsstelle in der Stadt.<ref>CAIMA. In: Béret Vert. Bulletin de Liaison et d’Information des Forces Armées Nigériennes. Nr. 17, Mai 2013, S. 28.</ref> Aufgrund des tonreichen Bodens ist Mirriah ein Zentrum für Töpferwaren, die von Männern und Frauen hergestellt werden.<ref name="Geels_223" />

Gesundheit und Bildung

Im Stadtzentrum sind ein Distriktkrankenhaus<ref name="Profil_urbain__9" /> und ein Gesundheitszentrum des Typs Centre de Santé Intégré (CSI) vorhanden. Letzteres verfügt über ein eigenes Labor und eine Entbindungsstation.<ref>Niger DSS. In: Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS). Ministère de la Santé Publique, République du Niger, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Januar 2023; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Allgemein bildende Schulen der Sekundarstufe sind der CEG FA Mirriah und der CES Mirriah. Das auf einen Schwerpunkt auf die arabische zusätzlich zur französischen Sprache hinweisende Kürzel CEG FA steht dabei für Collège d’Enseignement Général Franco-Arabe und das Kürzel CES für Collège d’Enseignement Secondaire.<ref>Niger – Recensement Scolaire 2008–2009, Enquête statistique. Dictionnaire des données. Institut National de la Statistique, République du Niger, 28. November 2013, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/anado.ins.ne (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Beim Collège d’Enseignement Technique de Mirriah (CET Mirriah) handelt es sich um eine technische Fachschule<ref>CET Zinder. Ministère des Enseignements Professionnels et Techniques, République du Niger, abgerufen am 18. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und beim Centre de Formation aux Métiers de Mirriah (CFM Mirriah) um ein Berufsausbildungszentrum.<ref>Annuaire statistique. Année scolaire 2020–2021. Edition 2022. (PDF) Direction des Statistiques et de la Digitalisation, Ministère de l’Enseignement Technique et de la Formation Professionnelle, République du Niger, 18. Oktober 2022, S. 7 und 98, abgerufen am 18. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es gibt außerdem mehrere Grundschulen in der Stadtgemeinde.<ref name="Profil_urbain__9" />

Verkehr

Die asphaltierte Nationalstraße 1, die längste Fernstraße Nigers, führt durch das urbane Zentrum.<ref name="Répertoire_routes">Sahia Ibrahim Baoulé Balarabé, Seyni Soumana Samba, Guillaume Poirel: Annuaire Statistique du Ministère de l’Équipement 2016–2020. Edition 2021. Annexe 1: Répertoire des routes. (PDF) Institut National de la Statistique (INS) du Niger, November 2021, S. 65–73, abgerufen am 1. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie hat zugleich die Funktion einer Hauptstraße. An ihr befinden sich der Markt und zentrale Verwaltungs- und Dienstleistungseinrichtungen.<ref name="Profil_urbain_6_7" /> Im Zentrum zweigt die 29,4 Kilometer lange Route 718 nach Dogo ab. Es handelt sich um eine einfache Landstraße. Außerdem beginnt die nach Damagaram Takaya führende 80 Kilometer lange Route 727, eine einfache Piste, im urbanen Zentrum.<ref name="Répertoire_routes" />

Persönlichkeiten

Literatur

  • Z. Adamou: Dynamique de l’occupation de l’espace agraire dans un paysage sahélien: cas du Kwari de Falki (commune de Mirriah). Mémoire de maîtrise. Université Abdou Moumouni, Niamey 1996.
  • Balki Ibrahim Agali: Autonomie reproductive et utilisation des contraceptifs modernes chez les femmes de Hamdara Laouali et Fotoro Haoussa du département de Mirriah, région de Zinder. Mémoire. Département de Sociologie et d’Anthropologie, Université Abdou Moumouni de Niamey, Niamey 2020.
  • M. Mohamed El Sioufi, Alain Grimard, Joseph Guiebo, Gwedoline Mennetrier, Kerstin Sommer, Nicolas Maréchal: Niger: profil urbain de Mirriah. Division de la Coopération Technique et Régionale, Programme des Nations Unies pour les Établissements Humains, Nairobi 2007, ISBN 978-92-1132120-3 (unhabitat.org [PDF]).
  • Mahaman Aminou Magagi: Accessibilité des programmes nutritionnels au Niger. Cas de la commune de Mirriah. Mémoire. Faculté d’Agronomie, Université Abdou Moumouni de Niamey, Niamey 2014.
  • Saley Maman: Contribution à l’étude de l’histoire des Hausa: les Etats tsotsebaki des origines au XIXe siècle. Dissertation. Universite Libre de Bruxelles, Brüssel 1994.
  • Margaret Overholt Saunders: Marriage and Divorce in a Muslim Hausa Town: Mirria, Niger. Dissertation. Indiana University, 1978.

Weblinks

Commons: Mirriah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende