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Joop Zijlaard

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Datei:Joop Zijlaard.jpg
Joop Zijlaard (2008)
Datei:Pronk Zijlaard 2008.jpg
Zijlaard führt Matthé Pronk

Joop Zijlaard (* 29. Oktober 1943 in Reeuwijk) ist ein ehemaliger niederländischer Schrittmacher bei Steher- und Dernyrennen.

Sportliche Laufbahn

Joop Zijlaards größter internationaler Erfolg bei Steherrennen war der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft der Profi-Steher 1983 in Zürich gemeinsam mit seinem Landsmann Martin Havik. Als Schrittmacher bei Dernyrennen war er wesentlich erfolgreicher. Bei den, seit dem Jahr 2000 von dem europäischen Radsportverband UEC veranstalteten, Derny-Europameisterschaften, errang er insgesamt sechs Titel. Davor war er bereits drei Mal Titelträger bei den Derny-Europameisterschaften der Profis, die von dem Verband der europäischen Winterbahnveranstaltern UIV veranstaltet wurden.

Joop Zijlaard ist vor allem als Derny-Schrittmacher bei Sechstagerennen bekannt. Wegen seiner couragierten Fahrweise und geballten Faust bei Aufholjagden sowie seines massigen Körperbaus und – in früheren Zeiten – riesigen Schnauzbarts war er bei den Zuschauern besonders populär. In über 40 Jahren führte er alle bekannten Sechstagefahrer, darunter Gerrie Knetemann, Etienne De Wilde, Danny Stam und Bruno Risi.

Zijlaard stellte gemeinsam mit Matthé Pronk am 18. November 2004 in Alkmaar einen neuen Stunden-Weltrekord über 66,017 Kilometer hinter Schrittmacher auf.<ref>Dieser Rekord wurde im Juni 2010 von Maas van Beek in Moskau auf 66,288 km verbessert.</ref> Er holte zudem 29 nationale Titel. Außerdem war Joop Zijlaard viele Jahre Mitorganisator des Rotterdamer Sechstagerennens. Beim Sechstagerennen in seiner Heimatstadt Rotterdam im Januar 2013 fuhr er sein letztes Rennen als Schrittmacher. Anlässlich seines Rücktritts erschien seine Autobiografie Joop.

Privates und Berufliches

Im Hauptberuf führte Zijlaard über Jahrzehnte in Rotterdam mehrere gastronomische Betriebe, darunter das stadtbekannte Fischrestaurant „Kaat Mossel“, dass er anlässlich seines 65. Geburtstages an den Chefkoch als neuen Inhaber übergab. Zudem besaß er das Café „Gouden Snor“ (niederl. "goldener Schnurrbart"), benannt nach seinem Spitznamen bei den niederländischen Fans.

Joop Zijlaard initiierte auch die Verleihung der „Gouden Mossel“ (niederl.: Goldene Muschel) an verdiente Rotterdamer.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.overschiesekrant.nlOverschiesekrant.nl (7. Januar 2010) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 2009 wurde die Auszeichnung vom Rotterdamer Bürgermeister Ahmed Aboutaleb dem Trainer des Fußballvereins Feyenoord Rotterdam, Mario Been, überreicht. 2010 ging die Auszeichnung an den Fußballspieler Giovanni van Bronckhorst und 2011 an Mai Elmar, die Chefin des Rotterdamer Hafens.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kaatmossel.nl (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kaatmossel.nl</ref>

Zijlaards Sohn ist der ehemalige Radsportler und heutige Teammanager Michael Zijlaard, seine Schwiegertochter die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Leontien Zijlaard-van Moorsel. Sohn Ron ist auch als Derny-Schrittmacher tätig<ref>Buten und Binnen, NDR, 19. Januar 2010</ref>. Der Enkel Maikel Zijlaard ist als Radsportler aktiv, und dessen Schweswter Nicky errang 2011 drei nationale Junioren-Titel auf der Bahn.<ref>Nicky Zijlaard auf radsportseiten.net</ref>

Erfolge als Schrittmacher (Auszug)

9 Europameisterschaften

3 Derny-Europameisterschaften (Profis)

6 Derny-Europameisterschaften (open)

Literatur

  • Pim van der Wildt: Joop. Een Leven lang Gangmaker. Veldhuis Media, 2012.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Joop Zijlaard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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2000 Jimmi Madsen/Bruno Walrave | 2001, 2002 Matthew Gilmore/Joop Zijlaard | 2003 Bradley Wiggins/Joop Zijlaard | 2005 Alexei Schmidt/Cordiano Dagnoni | 2006 Iljo Keisse/Michel Vaarten | 2007, 2008 Matthé Pronk/Joop Zijlaard | 2009, 2015 Kenny De Ketele/Michel Vaarten | 2011 Peter Schep/Joop Zijlaard | 2012 Davide Viganò/Cordiano Dagnoni | 2013 Elia Viviani/Christian Dagnoni | 2014 Jesper Mørkøv/René Dupont | 2016 Casper von Folsach/Stinus Roslund | 2017, 2019 Achim Burkart/Christian Ertel | 2018 Nick van der Lijke/René Kos

Die Derny-Europameisterschaften 2004 und 2010 fielen aus organisatorischen Gründen aus. Die Europameisterschaften vor 2000 waren keine offiziellen Austragungen.

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