Zum Inhalt springen

Tamar Chmiadaschwili

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. April 2026 um 17:59 Uhr durch imported>Carolus requiescat (Kategorie präzisiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Khmiadashvili 1996 Bad Liebenzell.jpg
Tamar Chmiadaschwili (1996)
Verband GeorgienDatei:Flag of Georgia.svg Georgien
Geboren 27. November 1944
Georgische SSR
Gestorben 2019
Titel Internationaler Meister der Frauen (1982)
Großmeister der Frauen (1998)
Beste Elo‑Zahl 2257 (Januar 2005)

Tamar Chmiadaschwili ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 27. November 1944 in der Georgischen SSR; † vor dem 2. November 2019) war eine georgische Schachspielerin und -schiedsrichterin. Auf internationalen Schachturnieren der FIDE wurde sie auch Tamar, Tamara oder Tamari Khmiadashvili genannt. Sie ist die erfolgreichste Spielerin bei den Schachweltmeisterschaften der Senioren, errang fünfmal den Titel Weltmeisterin und belegte siebenmal den zweiten Platz.

Leben

Tamar Chmiadaschwili stammt aus Georgien, der Heimat der Weltmeisterinnen Nona Gaprindaschwili und Maia Tschiburdanidse. Sie studierte Germanistik in Tiflis und sprach gut Deutsch. In einem Interview<ref>Interview von Harald Grafenhofer mit Tamara Khmiadashvili 1998 in Grieskirchen auf TeleSchach</ref> von Harald Grafenhofer mit ihr bei der Senioren-Weltmeisterschaft 1998 in Grieskirchen sagte sie: „Ich wohne in der Hauptstadt Tiflis und arbeite bei der Schachföderation als Schachtrainerin. Schon einige meiner Schülerinnen haben bei Jugend-Weltmeisterschaften Titel errungen.“ Seit 2007 war sie Schachschiedsrichterin der FIDE.

Schach

Die Einzelmeisterschaft der Frauen der Georgischen SSR gewann sie dreimal: 1972, 1975 und 1978.<ref>Georgische Einzelmeisterschaften der Frauen (spanisch)</ref>

Im Jahre 1998 in Grieskirchen, Österreich wurde sie Weltmeisterin der Senioren.<ref>Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924–2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 66.</ref><ref>8. Weltmeisterschaft der Senioren und Seniorinnen 1998 in Grieskirchen</ref> Davor hatte sie bereits dreimal an Senioren-Schachweltmeisterschaften teilgenommen (1995<ref>Seniorenweltmeisterschaft der Frauen 1995 in Bad Liebenzell</ref> und 1996<ref>Seniorenweltmeisterschaft der Frauen 1996 in Bad Liebenzell</ref> in Bad Liebenzell, sowie 1997<ref>Seniorenweltmeisterschaft der Frauen 1997 in Bad Wildbad</ref> in Bad Wildbad), wo sie jeweils den zweiten Platz belegte. In Gladenbach wurde sie zum zweiten Mal Weltmeisterin bei der Schachweltmeisterschaft der Senioren 1999.

Aufgrund ihres Erfolges in Grieskirchen wurde ihr 1998 der Titel Großmeisterin der Frauen (WGM) verliehen.<ref>Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924–2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 84.</ref>

Datei:SWM Ü65w Ehrung 2016 Marienbad.jpeg
Chmiadaschwili, Gaprindaschwili und Fatalibekowa, Siegerehrung der Weltmeisterschaft 2016 in Marienbad

In den Jahren 1999 bis 2008 nahm sie an neun weiteren Weltmeisterschaften der Senioren teil: 1999 erster Platz in Gladenbach<ref>9. Weltmeisterschaft der Senioren und Seniorinnen 1999 in Gladenbach</ref>, 2000 zweiter Platz in Rowy, Polen<ref>10. Weltmeisterschaft der Senioren und Seniorinnen 2000 in Rowy, Polen</ref>, 2001 in Arco (Trentino), Italien<ref>DWZ-Auswertung der Senioren-Weltmeisterschaft 2001 in Arco (Trention), Italien</ref>, 2002 zweiter Platz in Naumburg (Saale)<ref>12. Schachweltmeisterschaft der Senioren 2002 in Naumburg (Saale)</ref>, 2003 erster Platz in Bad Zwischenahn<ref>13. Senioren-Schachweltmeisterschaft 2003 in Bad Zwischenahn</ref>, 2004 zweiter Platz in Halle (Saale)<ref>14. Senioren-Schachweltmeisterschaft 2004 in Halle an der Saale</ref>, 2006 zweiter Platz in Arvier, Italien<ref>DWZ-Auswertung der Senioren-Weltmeisterschaft 2006 in Arvier, Italien</ref>, sowie 2007 in Gmunden, Österreich<ref>17th World Senior Chess Championship Women 2007 in Gmunden</ref> und 2008 in Bad Zwischenahn<ref>18. Senioren Schachweltmeisterschaft 2008 in Bad Zwischenahn</ref>.

Bei einem Seniorenturnier im Rahmenprogramm der Schacholympiade 2008 in Dresden war sie beste weibliche Teilnehmerin (5. Platz bei 125 Teilnehmern).<ref>Deutscher Schachbund: Schacholympiade Dresden 2008. JugendSchachVerlag 2009, S. 192, ISBN 978-3-00-024594-7.</ref> Es siegte Großmeister Yair Kraidman aus Israel.<ref>Interview von Harald Grafenhofer mit Yair Kraidman 1998 in Grieskirchen</ref>

Im Jahre 2010 in Arco (Trentino) konnte sie erneut die Seniorenweltmeisterschaft der Frauen gewinnen. Im Jahre 2016 wurde sie in Marienbad Dritte hinter Nona Gaprindaschwili und Jelena Fatalibekowa.<ref>26. Seniorenweltmeisterschaft 50+ und 65+, 2016 in Marienbad (Tschechische Republik) auf TeleSchach</ref> Im November 2017 gewann Chmiadaschwili in Acqui Terme die Seniorenweltmeisterschaft in der Wertung Frauen 65+.

Einzelnachweise

<references />

Quellen

Weblinks