Gudiberg
| Gudiberg | ||||||
Olympiaschanze (links) und Gudiberg-Piste (rechts) | ||||||
| Ort | Datei:Flag of Germany.svg Garmisch-Partenkirchen | |||||
| Berg | Gudiberg | |||||
| Koordinaten | 47° 28′ 41″ N, 11° 7′ 6″ O
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Der Gudiberg ist ein Berghang nordwestlich am Eselberg<ref>Tom Hofer: Alle Berge, Gipfel aus Deutschland, in Bayern auf der großen Karte. Abgerufen am 29. April 2026.</ref> in Garmisch-Partenkirchen in Deutschland. Er liegt südlich des Ortszentrums von Partenkirchen und östlich der Partnach.
Bedeutung im Wintersport
Bekannt ist der Gudiberg vor allem für die gleichnamige Skipiste, die als Schauplatz von Slaloms im alpinen Skisport dient. Die Große Olympiaschanze, auf der jährlich das Neujahrsspringen im Rahmen der Vierschanzentournee der Skispringer stattfindet, liegt direkt neben der Skipiste ebenfalls am Gudiberg.
Schon bei den Olympischen Winterspielen 1936, bei denen erstmals alpine Skiwettbewerbe ausgetragen wurden, fanden die Slaloms der Damen und der Herren am Gudiberg statt. Christl Cranz und Franz Pfnür, die ersten alpinen Olympiasieger, verdankten ihre Goldmedaillen vor allem ihren Siegen im Slalom – gewertet wurde 1936 ausschließlich die aus Slalom und Abfahrtslauf bestehende Kombination.
Seit 1954 ist Garmisch-Partenkirchen Veranstaltungsort der traditionellen Arlberg-Kandahar-Rennen. Erstmals im Rahmen des Alpinen Skiweltcups kam der Gudiberg 1974 für einen Slalom der Herren zum Einsatz, den Christian Neureuther gewann. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 1978 wurden Lea Sölkner und Ingemar Stenmark auf dem Gudiberg Weltmeister im Slalom.
2007 wurde nach Umbauarbeiten die Strecke des Slaloms verlängert und in das Zielstadion der Skisprungschanze umgeleitet. 2010 fanden die Slaloms des Weltcupfinales auf dem Gudiberg statt. Für die Weltmeisterschaften 2011 wurde eine eigene, provisorische Zuschauertribüne knapp oberhalb des Sprungstadions errichtet. Im Gegenzug wurde der Start um zehn Meter nach oben verlegt. Die Goldmedaillen im Slalom gewannen Marlies Schild und Jean-Baptiste Grange.
Der Gudiberg war wie die Kandahar-Abfahrt Garmisch Bestandteil der gescheiterten Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018. Am 26. und 27. Februar 2022 fanden wieder zwei Weltcup-Slaloms der Männer am Gudiberg statt.
Siegerlisten Weltcup
Bedeutung im Sommersport
2025 und 2026 fand, im Rahmen des GaPa Trail Events, am Vortag der GaPa Vertical<ref>GaPa Vertical. 28. April 2026, abgerufen am 29. April 2026.</ref> am Gudiberg statt. Hierbei laufen die Läuferinnen und Läufer direkt auf dem offiziellen Skiweltcup-Slalomhang über 650 Meter und 190 Höhenmeter den Gudiberg vom Skistadion im Tal bis zur Bergstation des Gudiberglifts hinauf. Hierbei sind nur normale Laufschuhe und Laufstöcke erlaubt, also keine Stollen, Spikes, Grödel oder Ähnliches. Damen und Herren laufen getrennt und werden auch getrennt gewertet. Vorab gibt es Qualifikationsläufe, so daß im jeweiligen Finale 25 Damen und 30 Herren an den Start gehen.
2026 gewann bei den Damen Evi Gudelius mit 7:46,8 Minuten und bei den Herren Lukas Gasser in 6:34,3 Minuten.<ref>Ergebnisse GaPa Vertical 2026. In: SCOTT GaPa Vertical. Abgerufen am 29. April 2026.</ref>
Weblinks
- Der Gudiberg auf den Seiten der WM 2011
- Ergebnisse auf fis-ski.com
- SCOTT GaPa Vertical
- Rab GaPa Trail
Einzelnachweise
<references responsive="" /> Vorlage:Navigationsleiste Wettkampfstätten der Olympischen Winterspiele 1936