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Maackia

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Maackia
Datei:Maackia fauriei1UME.JPG

Blütenstand von Maackia fauriei

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Sophoreae
Gattung: Maackia
Wissenschaftlicher Name
Maackia
Rupr.

Maackia, deutschsprachig auch Gelbholz genannt, ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist in Ostasien verbreitet.<ref name="Levings2006" /> Das Asiatische Gelbholz (Maackia amurensis) wird in den Gemäßigten Gebieten als Zierpflanze verwendet.

Beschreibung

Datei:Maackia amurensis JPG1A.jpg
Asiatisches Gelbholz (Maackia amurensis)

Vegetative Merkmale

Maackia-Arten sind sommergrüne Bäume und Sträucher. Die graubraune Rinde der Zweige besitzt längliche, braune Lentizellen (Korkporen). Die achselständigen Knospen sind bei einer Größe von 5 bis 7 Millimetern breit-eiförmig und zugespitzt und werden von zwei sich überlappenden, dunkel violettbraunen und weiß behaarten Knospenschuppen bedeckt. Endknospen fehlen, die „Subterminalknospen“ wirken jedoch endständig.

Die gegen- oder wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Die gegenständig oder fast gegenständig angeordneten Fiederblättchen besitzen nur kurze Stiele. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen in aufrechten, dichten, traubigen Blütenständen, die meist endständig, einzeln oder in rispigen Gesamtblütenständen zusammengefasst sind. Es sind Hochblätter vorhanden.<ref name="FdG" /><ref name="FoC2010"/>

Die Blüten sind glockig und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist fünfzähnig. Die schmetterlingsblütenförmige Krone ist weiß bis grünlich-weiß. Die zehn Staubblätter sind an ihrer Basis etwas verwachsen. Das beinahe sitzende und stark behaarte einzige Fruchtblatt enthält nur wenige Samenanlagen. Der Griffel ist etwas gekrümmt, die Narben sind klein und endständig.<ref name="FdG" /><ref name="FoC2010"/>

Die geraden bis gebogenen Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 3,5 bis 5 Zentimetern länglich-linealisch sowie stark abgeflacht und enthalten ein bis fünf Samen. Die hellbraunen Samen sind lang flach, elliptisch und 6 Millimeter lang.<ref name="FdG" /><ref name="FoC2010"/>

Systematik, botanische Geschichte und Verbreitung

Die ersten bekannten Aufsammlungen erfolgten 1855 durch Richard Maack und Karl Johann Maximowicz in der Amur-Region in Sibirien.<ref name="Levings2006" />

Die Gattung Maackia wurde 1856 durch Franz Josef Ruprecht in Bulletin de la Classe Physico-Mathématique de l’Académie Impériale des Sciences de Saint-Pétersbourg, 15, S. 128 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Maackia ehrt den estnisch-russischen Naturforscher Richard Karlowitsch Maack (1825–1886).<ref name="FdG"/><ref name="Burkhardt2018" /> Typusart ist Maackia amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruprecht & Maxim.<ref name="Levings2006" /> Ein Synonym für Maackia <templatestyles src="Person/styles.css" />Rupr. ist Buergeria <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq.<ref name="GRIN"/> Maximowicz brachte 1864 die ersten Exemplare von Maackia amurensis in Kultur.

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Maackia erstreckt sich über Ostasien. Von den etwa zwölf Arten kommen sieben in China vor, sechs davon nur dort.<ref name="FoC2010"/>

Die Gattung Maackia wurde zuerst in die Tribus Sophoreae gestellt, diese wurde in Gruppen geteilt.<ref name="Levings2006" /> Die Gattung Maackia gehört je nach Autor zur Tribus Sophoreae oder Thermopsidae<ref name="Levings2006" /> in der Unterfamilie der Faboideae innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="GRIN" />

Der Gattung Maackia enthält neun<ref name="ILDIS" /> bis zwölf<ref name="FoC2010" /> Arten:<ref name="Levings2006" />

  • Asiatisches Gelbholz (Maackia amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruprecht & Maxim.): Die seit 2006 zwei Unterarten<ref name="Levings2006" /> sind in Ostasien in Russland, Korea, in der Inneren Mongolei und in den chinesischen Provinzen Hebei, Heilongjiang, Jilin, Liaoning sowie Shandong verbreitet.<ref name="FoC2010" />
  • Maackia australis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dunn) Takeda<ref name="ILDIS" /> (Syn.: Maackia ellipticocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />Merr.):<ref name="Levings2006" /> Sie kommt in der chinesischen Provinz Guangdong<ref name="FoC2010" /> und vielleicht auch in Hongkong<ref name="Levings2006" /> vor.
  • Maackia chekiangensis <templatestyles src="Person/styles.css" />S.S.Chien:<ref name="Levings2006" /> Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen unterhalb von 500 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Guangdong, Jiangxi und Zhejiang.<ref name="FoC2010" />
  • Maackia fauriei <templatestyles src="Person/styles.css" />(H.Lév.) Takeda: Dieser Endemit kommt nur auf der südlichen koreanischen Insel Jejudo (Jeju, Cheju-do) vor.<ref name="Levings2006" />
  • Maackia floribunda <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) Takeda<ref name="ILDIS" /> (Syn.: Maackia buergeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) Tatewaki): Sie kommt nur auf den japanischen Inseln Honshu, Kyushu sowie Shikoku vor.<ref name="Levings2006" /> Die Herbarbelege wurden oft mit zwei anderen Arten verwechselt.<ref name="Levings2006" />
  • Maackia hupehensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Takeda (Syn.: Maackia chinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Takeda, Maackia floribunda var. chinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Takeda) Hatusima):<ref name="Levings2006" /> Sie gedeiht auf Hängen von Hügeln und in Tälern an Fließgewässern in Höhenlagen von 500 bis 2300 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Sichuan sowie Zhejiang.<ref name="FoC2010" />
  • Maackia hwashanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />W.T.Wang ex C.W.Chang:<ref name="Levings2006" /> Sie gedeiht in Höhenlagen von 100 bis 2100 Metern in den chinesischen Provinzen Henan und Shaanxi vor.<ref name="FoC2010" />
  • Maackia japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />Levings & Vincent: Sie wurde 2006 erstbeschrieben. Sie kommt auf den japanischen Inseln Hokkaido und in größeren Höhenlagen von Honshu vor.<ref name="Levings2006" />
  • Maackia nakaii <templatestyles src="Person/styles.css" />Levings & Vincent: Sie wurde 2006 erstbeschrieben. Dieser Endemit kommt nur in der Präfektur Yamagatae auf der Insel Honshu vor.<ref name="Levings2006" />
  • Maackia taiwanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hoshi & Ohashi (Syn.: Maackia tashiroi var. taiwaniana <templatestyles src="Person/styles.css" />Kanehira): Dieser Endemit kommt nur im Yangmingshen National Forest auf der Hauptinsel Taiwan vor.<ref name="Levings2006" /><ref name="FoC2010" />
  • Maackia tashiroi <templatestyles src="Person/styles.css" />(Yatabe) Makino:<ref name="ILDIS" /> Sie kommt auf den japanischen Inseln Kyushu sowie Shikoku und den Ryūkyū-Inseln vor.<ref name="Levings2006" />
  • Maackia tenuifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />( Hemsl.) Hand.-Mazz. (Syn.: Maackia honanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.H.Bailey):<ref name="Levings2006" /> Sie gedeiht auf Hängen von Hügeln und in Wäldern in den chinesischen Provinzen Henan, Hubei, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi sowie Zhejiang.<ref name="FoC2010" />

Verwendung

Das Asiatische Gelbholz (Maackia amurensis) wird in den Gemäßigten Gebieten als Zierpflanze verwendet.<ref name="FdG"/>

Nachweise

Literatur

  • Carolyn K. Levings: A Monograph of the Genus Maackia. A Thesis for the requirements for the degree of Master of Science der Faculty of Miami University Department of Botany, Miami University, Oxford, Ohio 2006. Volltext-PDF.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Maackia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FdG"> </ref> <ref name="FoC2010"> Bojian Bao, Michael A. Vincent: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Maackia, S. 95–97 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="Levings2006"> Carolyn K. Levings: A Monograph of the Genus Maackia. A Thesis for the requirements for the degree of Master of Science der Faculty of Miami University Department of Botany, Miami University, Oxford, Ohio 2006. Volltext-PDF. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Maackia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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