Valfitz
Valfitz Gemeinde Kuhfelde
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102)&title=Valfitz 52° 46′ N, 11° 7′ O
{{#coordinates:52,765|11,119444444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Valfitz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 30 m | |||||
| Fläche: | 7,17 km² | |||||
| Einwohner: | 102 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 2009 | |||||
| Postleitzahl: | 29416 | |||||
| Vorwahl: | 039035 | |||||
Lage von Valfitz in Sachsen-Anhalt
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Valfitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Kuhfelde der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Valfitz, ein Straßendorf mit Kirche, liegt zwei Kilometer südlich von Kuhfelde und 11 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark. Im Westen fließen die Schleege und die Jeetze.<ref name="HOB-12" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahre 1290 wurde Volmarus de Velevisz erwähnt.<ref name="Riedel-17, S. 440" /> Valfitz wurde im Jahre 1318 erstmals als Velevitze<ref name="HOB-12" /> oder Veleuitze<ref name="Riedel-17, S. 373" /> genannt. Im Jahre 1320 war Joannes Veleuitz ein Ratsherr der Neustadt Salzwedel.
Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf in den drei Schreibweisen Velvitze, Velsithe und Velfische aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Es gehörte dem Kloster Dambeck. Im Jahre 1801 wurde das Dorf Valwitz genannt.<ref name="Bratring" />
Der Wohnplatz Große Mühle mit einer Wassermahlmühle liegt 1,5 Kilometer nordöstlich des Dorfes an der Jeetze und wurde schon 1801 genannt.<ref name="Bratring" /> Die Mühle wurde in den Jahren 1864 Großemühle, 1868 Grossemühle und 1871 Grossmühle genannt<ref name="HOB-12" /> und steht heute unter Denkmalschutz.
Der Historiker Peter P. Rohrlach<ref name="HOB-12" /> weist darauf hin, dass die von Hermes und Weigelt<ref name="Hermes-Weigelt" /> genannte Schenkung des Ortes im Jahre 1261 von der Gräfin Oda von Dannenberg an das Kloster Dambeck nicht zu belegen ist.
Im Jahre 1953 wurde die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Neues Leben“ Valfitz-Schieben, gegründet. Sie wurde 1955 an die LPG „Glückliche Zukunft“ in Altensalzwedel angeschlossen.<ref name="HOB-12" />
Herkunft des Ortsnamens
Heinrich Sültmann übersetzt den Namen zu „Großdorf“. Er leitet ihn ab ausgehend von 1318 veleuitze, 1319 valuize, 1375 velfitze aus den slawischen Worten „vitz, viz, feizen“ für „Dorf“ und „velij, vel“ für „groß“.<ref name="Sültmann 1931" />
Aleksander Brückner erkennt im Namen das altslawische Wort „velij“ für „groß“.<ref name="Brückner" />
Eingemeindungen
Valfitz gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Beetzendorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Schieben aus dem gleichen Landkreis in die Gemeinde Valfitz eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Valfitz aus dem Landkreis Salzwedel in den Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Valfitz zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Valfitz und Püggen beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Kuhfelde vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.<ref name="AB-SAW" /><ref>StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009</ref> Die Gemeinde Valfitz gehörte zur Verwaltungsgemeinschaft Salzwedel-Land.
Die Ortsteile Valfitz und Schieben gehören nun seit dem 1. Juli 2009 zur Gemeinde Kuhfelde.
Einwohnerentwicklung
|
|
|
|
|
Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen aus Valfitz gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Kuhfelde, die früher zur Pfarrei Kuhfelde gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Heute gehört die Kirchengemeinde zum Kirchspiel Kuhfelde im Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Bürgermeister
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Wolfgerd Behrends von der CDU.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Valfitz wurde im Jahre 1911 als Feldsteinbau anstelle des mittelalterlichen Vorgängers errichtet.<ref name="Altmarkkirchen" /> Sie ist eine Filialkirche der Kirche in Kuhfelde.<ref name="Pfarrerbuch" />
- Der Friedhof liegt im Norden des Dorfes.
Vereine
- Förderverein der Freiwilligen Feuerwehren Kuhfelde-Siedenlangenbeck-Valfitz e. V.
Wirtschaft
- Biohof mit Ackerbau und Damwildgehege
- Agrargesellschaft Gischau mit Rinderhaltung
Verkehr
Durch das Dorf führt die Kreisstraße 1402 weiter über die K 1382 besteht Anschluss zur B 248.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Valfitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>
<ref name="AB-SAW">Altmarkkreis Salzwedel: Gebietsänderungsvertrag über die Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Valfitz und Püggen zum 1. Juli 2009 mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 21. Januar 2009. In: Amtsblatt für den Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2, 18. Februar 2009, S. 28–30 (PDF [abgerufen am 19. August 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 19. August 2021.</ref>
<ref name="Bratring">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Berlin 1804, S. 387 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Brückner">Aleksander Brückner: Die slavischen Ansiedlungen in der Altmark und im Magdeburgischen (= Preisschriften, gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich-Jablonowskischen Gesellschaft zu Leipzig. Band 22). 1879, S. 81, 54 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 404 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 22. März 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen. In: ekmd.de. Abgerufen am 30. Mai 2023.</ref>
<ref name="Pfarrerbuch">Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen (= Series Pastorum. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 398.</ref>
<ref name="Riedel-17, S. 373">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Riedel-17, S. 440">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 27.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Hohenlangenbeck | Kuhfelde | Leetze | Püggen | Schieben | Siedenlangenbeck | Valfitz | Vitzke | Wöpel | Wötz Vorlage:Klappleiste/Ende