Zum Inhalt springen

Myriam Thyes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Oktober 2025 um 18:26 Uhr durch imported>Meinichselbst (Parameter fix).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Myriam-thyes-2007-portrait.jpg
Myriam Thyes (2007)

Myriam Thyes (* 1963 in Luxemburg) ist eine luxemburgisch-schweizerische Medienkünstlerin.

Biografie

Myriam Thyes wuchs in Zürich auf, besuchte das Grundjahr der Höheren Schule für Gestaltung Zürich (jetzt ZHdK) und studierte von 1986 bis 1992 an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Rissa und Videokunst bei Nan Hoover. 1990 erhielt sie ein sechsmonatiges Stipendium in der Cité Internationale des Arts in Paris. Sie schloss das Studium mit dem akademischen Grad „Meisterschüler“ ab.

Seit 1994 nimmt Thyes an internationalen Ausstellungen und Festivals teil. Sie arbeitet seit 1999 vorwiegend digital in den Bereichen Videokunst, 2D-Animation, Fotomontage und Vektorgrafik. Seit 2000 realisiert sie zudem Medienkunst-Projekte im öffentlichen Raum: U.a. war sie Mitgründerin der Künstlergruppe ‚Strictly Public‘,<ref name="Schreuder">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> die 2004 zur Teilnahme am Berliner Medienkunst-Festival transmediale.04 eingeladen wurde. Strictly Public zeigte bereits 2000 und 2001 Videokunst in U-Bahnhöfen Nordrhein-Westfalens und 2002 auf 26 Hauptbahnhöfen in ganz Deutschland. Die Schweizer Kunststiftung Pro Helvetia unterstützte von 2004 bis 2016 ihre Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Seit 2005 wurde Thyes mehrfach zu Urban-Screens-Konferenzen über Medienkunst im öffentlichen Raum eingeladen.

Verschiedentlich in Ausstellungen und an Festivals gezeigt wurde ihr partizipatives Projekt ‚Flag Metamorphoses‘,<ref name="Wells">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="Kronhagel">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> eine seit 2005 wachsende Serie von Flash-Animationen zum Thema Flaggen, das Beziehungen zwischen Ländern thematisiert an der sich Künstler aus vielen Ländern mit eigenen Animationen beteiligen.

Thyes arbeitet an der Analyse und Umwertung bekannter Symbole. Die Künstlerin verwendet Symbole aus Politik (v. a. Flaggen und Weltkarten), Architektur, Religionen (z. B. barocke Malerei, Yin&Yang)<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> sowie mythische Figuren aus Hollywood-Filmen und Frauenfiguren aus Kulturen vieler Länder und Epochen. Gesellschaftliche und psycho-soziale Wirkungen weit verbreiteter Bildzeichen und Mythen verarbeitet Thyes mittels Zeichnung, digitaler Collage, Video und Animation. Die Zeichen erfahren Transformationen, lösen sich auf, beginnen zu kommunizieren und gehen neue Beziehungen zueinander ein. Zitat Thyes: „Symbole für Identitäten werden zu Elementen von Dialogen.“

Myriam Thyes ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund,<ref>kuenstlerbund.de: Mitglieder "T" / Myriam Thyes (abgerufen am 2. Oktober 2015)</ref> wo sie mit sechs Arbeiten in der Videosammlung des 2007 gestarteten DKB-Projekts Videoarchiv vertreten ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kuenstlerbund.de: Videoarchiv / Werke: Myriam Thyes (Memento vom 6. April 2017 im Internet Archive) (abgerufen am 22. Dezember 2015)</ref>

Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Preise

Ausstellungen und Festivals

Datei:Urbanscreens-manchester-flagmetamorphoses.jpg
Flag Metamorphoses, Urban Screens Manchester, 2007
Datei:Global Vulva, shown at HafenLichtSpiele, Düsseldorf, 2009.jpg
Global Vulva, Düsseldorf, 2009
Datei:Flagmetamorphoses-hallezehn-cologne-2010.jpg
Flag Metamorphoses, CAP Cologne, Köln, 2010
Datei:Thyes-maltaasmetaphor-shedhalle-zurich.jpg
Malta as Metaphor, Shedhalle Zürich, 2011
Datei:Museum-Baerengasse-Zurich-Thyes-2013.jpg
RaumWelten, Museum Bärengasse, Zürich, 2013

(K = mit Katalog)

Publikationen

  • B.A.R.O.C.K. Künstlerische Interventionen in Schloss Caputh. Hrsg.: Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Sprachen: DE, EN. Edition Cantz, Esslingen 2019. ISBN 978-3-947563-31-9
  • DIE GESTE, Ausstellungskatalog Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Hrsg.: Christine Vogt. Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin 2018, ISBN 978-3-7356-0506-1,
  • Thinking Through Digital Media – Transnational Environments and Locative Places, Dale Hudson, Patricia R. Zimmermann, Palgrave Macmillan, New York 2015, ISBN 978-1-137-43362-6.
  • Bilder gegen die Dunkelheit – Videokunst aus dem Archiv des imai. KIT Kunst im Tunnel, Düsseldorf 2012.
  • Myriam Thyes – Glasgow Styles / Magnify Malta. Hrsg. Kunstverein Duisburg, Kehrer Verlag, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-86828-276-4.
  • Connect – Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit. Hrsg. Shedhalle Zürich / Schweizer Bundesamt für Kultur. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 2011, ISBN 978-3-86984-246-2.
  • Pixels and Places – Video Art in Public Space. Hrsg. Catrien Schreuder. NAi Publishers, Rotterdam 2010, ISBN 978-90-5662-738-6.
  • Re-Imagining Animation. Paul Wells und Johnny Hardstaff. AVA Academia publishing, Lausanne, 2008, ISBN 978-2-94037369-7.
  • Nichts zu deklarieren, 4. Triennale zeitgenössischer Kunst Oberschwaben. Ausstellungskatalog. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2008, ISBN 978-3-940748-27-0.
  • Myriam Thyes – UmBildungen/ReVisions. Hrsg. Stiftung imai – inter media art institute. Kehrer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-939583-46-2.
  • Marler Medienkunst-Preise. Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 2004.
  • Treibhaus 6. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 1994.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Myriam Thyes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein