Burgruine Nordeck
| Burgruine Nordeck | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Burgruine Nordeck – der runde Wohnturm aus nördlicher Richtung | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Stadtsteinach | |||||
| Entstehungszeit | Vermutlich um 1100 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Spornlage | |||||
| Erhaltungszustand | Ruine | |||||
| Ständische Stellung | Grafen | |||||
| Geographische Lage | 50° 11′ N, 11° 31′ O
{{#coordinates:50,178177|11,517939|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-BY | type=building
}} |
| Höhenlage | 450 m ü. NHN | |||||
|
| ||||||
Die Burgruine Nordeck ist eine hochmittelalterliche Ruine einer Zwingburg in Spornlage, nordöstlich von Stadtsteinach im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Sie besteht aus den Resten eines runden Wohnturmes, eines Gefängnisturmes und einiger Grundmauern. Die Ruine ist frei zugänglich.
Geografische Lage
Die Ruine der Spornburg befindet sich im Naturpark Frankenwald, etwa 450 m ü. NN auf einem nach Westen vorspringenden Bergsporn im Stadtsteinacher Forst, zirka zwei Kilometer nordnordöstlich der Stadt Stadtsteinach. Sie steht unmittelbar über der Einöde Mittelhammer im Tal der Unteren Steinach.
In der Nähe befinden sich noch weitere ehemalige mittelalterliche Burgen. Etwas höher auf dem gleichen Sporn liegen ein Turmhügel und ein unbekannter Burgstall. Unmittelbar südwestlich, auf der gegenüberliegenden Talseite der Steinach, befindet sich auf der sogenannten Kanzel, einem nach Osten vorspringenden Bergsporn ebenfalls über dem Tal der Unteren Steinach, ein weiterer Burgstall.
Etwa 800 Meter südwestlich liegt der Ringwall Grüne Bürg oder Grüne Burg, eine früher vermutete frühmittelalterliche Befestigung, heute nach Keramikfunden als frühgeschichtlich angesehene Wallanlage. Im Steinachtal aufwärts, südlich des Ortes Wildenstein, befindet sich der Burgstall Wildenstein auf einem in das Tal ragenden Felsriegel.
Geschichte
Die ehemalige Burg Nordeck wurde um 1100 durch die Grafen von Henneberg erbaut. Zusammen mit Steinach, dem heutigen Stadtsteinach, erwarb Bischof Eberhard II. von Bamberg 1151 die Burg. 1438 wurde sie im Kleinkrieg der Waldenfelser gegen den Bischof von Bamberg zerstört (siehe auch Waldenfelser Fehde). Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie wieder aufgebaut. Bis Anfang des 16. Jahrhunderts war die Burg Sitz bischöflicher Amtmänner. Der Raubritter Thomas von Absberg hielt dort entführte Gefangene versteckt. Über einen gefangenen Kaufmannssohn, der mit Hilfe der Köchin fliehen konnte, hat sich eine Sage überliefert.<ref> Hans Seiffert: Sagen. In: Zwischen Waldstein und Döbraberg. Heft 3. Helmbrechts 1963. S. 53.</ref> Die Burg wurde 1523 im Fränkischen Krieg trotzdem vom Schwäbischen Bund nicht angegriffen. Sie war zu diesem Zeitpunkt Sitz des Bamberger Amtmanns Jörg von Wildenstein. Die Burg wurde 1525 im Bauernkrieg zerstört und aufgegeben.
-
Ansicht des Zugangs der Ruine
-
Innenbereich
-
Infotafel
-
Infotafel zum Infotafel Kellwasserkalk, auf dem die Burg steht
Literatur
- Vorlage:Lippert Landkreis Stadtsteinach
- Wilhelm Mages: Nach Bauernüberfall blieb nur ein Trümmerhaufen. In: Aus der fränkischen Heimat, Nr. 6/1995, Beilage der Bayerischen Rundschau, Bayerische Rundschau, Verlag & Medien GmbH & Co. KG, Kulmbach 1996.
- Wilhelm von Reitzenstein: Noch einmal Burg Nordeck. In: Frankenwald und an angrenzende Gebiete – Monatsschrift für Heimatpflege und Wandern, Nachrichtenblatt des Frankenwaldvereins. Heft 7/8, Jahrgang 1929. S. 93–95.
Weblinks
- Die Burgruine Nordeck im Steinachtal auf stadtsteinach.de
- Geschichte der Burg auf der Seite des Naturparkes Frankenwald
- Historische Rekonstruktionszeichnung
Einzelnachweise
<references/>
Schlösser: Schloss Buchau | Schloss Cottenau | Schloss Danndorf | Schloss Forstleiten | Grünes Schloss (Mittlerhaus) | Schloss Grünwehr | Altes Schloss Heinersreuth (Wildensteiner Schlösschen) | Neues Schloss Heinersreuth | Jagdschloss Himmelkron | Schloss Hummendorf | Schloss Jöslein | Palais Kulmbach | Schloss Katschenreuth | Schloss Kirchleus | Schloss Neudrossenfeld | Mainschlösschen | Schloss Peesten | Schloss Rugendorf | Morgenländischer Bau Sanspareil | Schloss Schmeilsdorf | Schloss Stadtsteinach | Schloss Steinenhausen | Schloss Thurnau | Schloss Trebgast | Unteres Schloss (Guttenberg) (Unterhaus) | Rabenstein’sches Schloss Wirsberg
Burgen und Ruinen: Burg Eulenburg (abgegangen) | Burg Neuguttenberg | Burg Altguttenberg (abgegangen) | Burgruine Nordeck | Plassenburg | Burgruine Wartenfels | Burg Wernstein | Burg Wildenstein (abgegangen) | Burgruine Wirsberg | Burg Zwernitz
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Alladorf | Turmhügel Eisenwind | Turmhügel Hoher Turm | Turmhügel Kunreuth | Burg Lindenberg | Turmhügel Mangersreuth | Turmhügel Neuhaus | Turmhügel Oberdornlach | Turmhügel Partenfeld (Steinhaus) | Turmhügel Schimmendorf | Turmhügel Schloss (Ködnitz) (Burg Vannau) | Turmhügel Schlössle (Alte Schmelz oder Schmölz) | Turmhügel Schwand | Turmhügel Schwedenschanze (Burghaig) | Turmhügel Schwedenschanze (Lehental) | Turmhügel Unterauhof | Burg Vorderreuth | Turmhügel Wartenfels | Turmhügel Zultenberg
Herrensitze: Herrensitz Breitenreuth | Herrensitz Steinbach
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall Alladorf | Burgstall auf dem Heidelknock | Burgstall auf der Kanzel | Burgstall Burghügel (Rohrersreuth) | Burgstall Altenhollfeld | Ringwall Grünbürg | Burgstall Hohe Reuth | Burgstall Lösau | Burgstall Rabenstein (Wirsberg) | Burgstall Rauhenstein | Burgstall Turmberg | Burgstall Untersteinach
Wehrkirchen: Kirchenburg Grafengehaig (Zum Heiligen Geist) | Wehrkirche Marktschorgast (St. Jakob) | Wehrkirche Trebgast (St. Johannes) | Wehrkirche Untersteinach (St. Oswald)