Israel Eldad
Israel Eldad (ursprünglich Israel Scheib; * 11. November 1910 in Podwołoczyska, Österreich-Ungarn; † 22. Januar 1996 in Jerusalem; Pseudonym Sambatyon) war zur Zeit des britischen Palästina-Mandats ein jüdischer Untergrundkämpfer, Gründungsmitglied und Chefideologe der Organisation Lechi.
Leben
Eldad besuchte die Rabbinerschule in Łódź und studierte Philosophie und Geschichte an der Universität Wien. Er war aktives Mitglied von Betar und schrieb literarische und politische Beiträge für verschiedene polnisch-jüdische Organisationen. 1941 wurde ihm und seiner Frau erlaubt, aus dem sowjetisch besetzten Wilna auszureisen. Sie gingen zunächst in die Türkei und später nach Palästina. In Palästina unterrichtete Eldad Bibelkunde in Tel Aviv. Bald wurde er leitender Ideologe der Terrororganisation Lechi sowie Redakteur bei deren Zeitschriften, der monatlich erscheinenden Publikation He-Chasit („Die Front“) sowie der wöchentlich erscheinenden Ha-Ma'as. Nachdem Avraham Stern von den Briten ermordet worden war, wurde Eldad einer der drei führenden Köpfe der Bewegung. 1944 wurde er von den Briten verhaftet. Beim Versuch, der Verhaftung zu entgehen, kletterte Eldad aus einem Fenster und stürzte ab. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde er zunächst im Hadassah-Spital in Jerusalem behandelt und später ins Gefängnis von Latrun verlegt.<ref name=":0">Dr. Eldad (Sheib) Israel – Freedom Fighters of Israel Heritage Association. Abgerufen am 1. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eldad entkam dem Gefängnis im Juni 1946, als Lehi-Kämpfer ihn während eines Außentermins in einer Arztpraxis abfingen.<ref>BRIT ḤAZON: Remembering Dr. Israel Eldad | VISION Magazine | First of Shvat. In: VISION. 14. Januar 2021, abgerufen am 1. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis zur israelischen Staatsgründung setzte er seine Untergrundaktivitäten fort.<ref>Israel Eldad (Scheib). Abgerufen am 1. Mai 2026.</ref>
Nachher bildete er die rechtsextreme Gruppe Chasit ha-Moledet („Heimatfront“), welche nach der Ermordung des UN-Vermittlers Folke Bernadotte am 9. September 1948 von der israelischen Regierung für illegal erklärt wurde. Während einige Mitglieder dieser Organisation verhaftet wurden, hielt sich Eldad versteckt und konnte so der Verhaftung entgehen. Seit 1949 war er Redakteur der Zeitschrift Sullam („Die Leiter“), welche extreme nationalistische Ansichten vertrat. Sein Ziel war ein Großisrael in seinen maximalen „biblischen Grenzen“, er befürwortete die Vertreibung der ansässigen arabischen Bevölkerung. 1950 erließ David Ben-Gurion eine Anweisung, ihn wegen seiner Ansichten aus dem Schuldienst zu entlassen; Eldad erhob jedoch dagegen beim Obersten Gericht Israels Klage und erhielt Recht. Gleichwohl war keine Schule bereit, ihn als Lehrer anzustellen.<ref></ref> Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Übersetzer. Von 1962 an war er 20 Jahre lang Dozent am Technion in Haifa, ab 1982 an der Universität Ariel.
Israel Eldad starb am 22. Januar 1996 in Jerusalem<ref>Associated Press: YISRAEL ELDAD DIES AT 86. In: The Washington Post. 24. Januar 1996, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 1. Mai 2026]).</ref> und wurde auf dem Jüdischen Friedhof am Ölberg bestattet.<ref name=":0" /> An seiner Beerdigung nahmen unter anderen Benjamin Netanjahu, Jitzchak Schamir und Dov Shilansky teil.<ref>BRIT ḤAZON: Remembering Dr. Israel Eldad | VISION Magazine | First of Shvat. In: VISION. 14. Januar 2021, abgerufen am 1. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ehrungen
- 1988 wurde er mit dem Bialik-Preis ausgezeichnet.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eldad, Israel |
| ALTERNATIVNAMEN | Scheib, Israel (Geburtsname); Sambatyon (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | jüdischer Untergrundkämpfer, Gründungsmitglied und Chefideologe der Organisation Lechi |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1910 |
| GEBURTSORT | Pidwolotschysk, Galizien |
| STERBEDATUM | 22. Januar 1996 |
| STERBEORT | Jerusalem |
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