Zum Inhalt springen

Aulis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. November 2025 um 21:32 Uhr durch imported>Gudrun Meyer (Trivia: Korr BKL-Link).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Aulis (Griechenland)
Aulis (Griechenland)

Aulis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), benannt angeblich nach der Tochter des Ogygos,<ref>Pausanias 9, 19, 6</ref> ist eine antike Hafenstadt in Böotien in Mittelgriechenland, die etwa zwanzig Kilometer nordöstlich von Theben, dem heutigen Thiva ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), und acht Kilometer südwestlich von Chalkida<ref>Richard Speich: Südgriechenland I. Athen, Attika, Böotien, Phokis, Phthiotis und Euböa, S. 254</ref> liegt.

Aulis entwickelte sich nie zur eigenständigen Polis, sondern gehörte bis 387 v. Chr. zu Theben und danach zu Tanagra.

In der Antike war Aulis ein bekannter Kultort der Artemis<ref>Pausanias 9, 19, 6</ref>, ein Tempel für diesen Kult wurde vom 5. Jahrhundert v. Chr.<ref>Richard Speich: Südgriechenland I. Athen, Attika, Böotien, Phokis, Phthiotis und Euböa, S. 254</ref> bis etwa 400 n. Chr. genutzt. Seine Ruinen sind neben denen einer Festung aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. die bedeutendsten Bauwerksreste in Aulis.

Der Sage nach traf sich hier die griechische Flotte mit ihren Verbündeten, um gemeinsam gegen Troja zu ziehen (→Trojanischer Krieg). Da Agamemnon seine Jagdkunst mit der der Jagdgöttin Artemis verglich oder eine ihr heilige Hirschkuh tötete und diese somit erzürnte, konnte die Flotte mangels Wind nicht auslaufen. Deshalb opferte Agamemnon in Aulis nach einigen Versionen der Sage seine älteste Tochter Iphigenie, nach anderen wurde sie durch ein Tier ersetzt.

Diese Version findet sich z. B. in der Tragödie Iphigenie in Aulis von Euripides, die von Friedrich Schiller übersetzt wurde.

Trivia

Erwähnung findet Aulis in Friedrich Schillers Ballade Die Kraniche des Ibykus:

„Wer zählt die Völker, nennt die Namen,

die gastlich hier zusammenkamen?

Von Theseus’ Stadt, von Aulis’ Strand …“

Literatur

Einzelnachweise

<references /> Koordinaten: 38° 26′ 0″ N, 23° 35′ 33″ O

 {{#coordinates:38,433333333333|23,5925|primary
   |dim=100
   |globe=
   |name=
   |region=GR-H
   |type=landmark
  }}