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DigiProtect

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FDUDM2 GmbH (ehemals: DigiProtect Gesellschaft zum Schutze digitaler Medien mbH)
Rechtsform GmbH
Gründung 2006
Sitz Frankfurt am Main
Leitung Alexandros Besparis (Geschäftsführung)
Mitarbeiterzahl n. V.
Umsatz 1,602 Mio. € (2008)
Branche Unterhaltung

Die DigiProtect Gesellschaft zum Schutze digitaler Medien mbH wurde am 21. Dezember 2006 von Moses Pelham und Andreas Walter gegründet.<ref>Unternehmensregister: Jahresabschlussbericht zum 31. Dezember 2006 der DigiProtect Gesellschaft zum Schutze digitaler Medien mbH, Handelsregisternummer 79436 unternehmensregister.de</ref> Geschäftsführer der DigiProtect war Alexandros Besparis.

Die Gesellschaft wurde am 12. Februar 2013 in FDUDM2 GmbH umbenannt, anschließend wurde am 15. Februar 2013 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.<ref>Massenabmahner DigiProtect insolvent, Internet-Law, 26. Februar 2013</ref>

Geschäftsmodell

In einem Flyer aus dem Jahr 2007 bewarb die Firma den eigenen Gesellschaftszweck damit, „Anbieter rechtswidriger Inhalte zur Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung und Zahlung eines pauschalen Schadensersatzes zu bewegen“.<ref>Peter Mühlbauer: Deutsches Patent- und Markenamt überprüft DigiProtect. In: heise online. Heise Zeitschriften Verlag, 31. Mai 2008, abgerufen am 8. Dezember 2009.</ref> Das Unternehmen kam ursprünglich aus der Musikindustrie, zwischenzeitlich wurde DigiProtect auch für die Durchsetzung der Urheberrechte von Film- und Fernsehproduktionen verstärkt eingesetzt.<ref>Kurt Sagatz: Der Film macht die Musik. In: tagesspiegel.de. Tagesspiegel, 15. Mai 2010, abgerufen am 18. Juli 2010.</ref> DigiProtect wollte durch Aufklären, Abmahnen und Abschrecken das illegale Anbieten von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet eingrenzen. In erster Linie fielen die in großem Umfang genutzten Abmahnungen auf.

Kritik

Einige Medien und Blogs kritisierten die Massenabmahnungen von DigiProtect und der von ihr beauftragten Anwaltskanzlei Kornmeier & Partner. Kritikpunkt war die Inrechnungstellung von Anwaltskosten.<ref>Markus Kompa: Massenabmahner im Zwielicht. In: Telepolis. Heise Zeitschriften Verlag, 30. November 2009, abgerufen am 8. Dezember 2009.</ref><ref>Financial Times Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jagd auf die Jäger im Internet (Memento vom 3. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref> DigiProtect erregte den Verdacht, nicht ihr geistiges Eigentum verteidigen, sondern mit Massenabmahnungen Geld erwirtschaften zu wollen.<ref>Süddeutsche Zeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsmodell Abmahnung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. März 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sueddeutsche.de</ref> Die Kritik wurde teilweise durch Öffentlichmachung interner Konversation durch WikiLeaks angeregt, die diesen Verdacht zu bestätigen schien.

Einzelnachweise

<references />