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Hermannskarspitze

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Hermannskarspitze
Hermannskarspitze aus der Krottenkopfscharte
Hermannskarspitze aus der Krottenkopfscharte
Höhe 2472 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Hornbachkette, Allgäuer Alpen
Dominanz 0,4 km → Marchspitze
Schartenhöhe 81 m ↓ Putzscharte
Koordinaten 47° 18′ 35″ N, 10° 22′ 35″ OKoordinaten: 47° 18′ 35″ N, 10° 22′ 35″ O
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Hermannskarturm, Hermannskarspitze und Marchspitze
Hermannskarturm, Hermannskarspitze und Marchspitze

Die Hermannskarspitze ist ein (2472 m ü. A.) hoher Nebengipfel der Marchspitze in den Allgäuer Alpen. Als reiner Felsgipfel erhebt sie sich aus deren Südgrat.

Ihr Bezugsgipfel (Line Parent) und zugleich Dominanzbezug ist die Marchspitze. Ihr untergeordnet ist der Hermannskarturm, der etwas weiter südlich im Grat steht. Die Hermannskarspitze liegt zwischen den Hauptorten der Gemeinden Elbigenalp und Holzgau.

Namensherkunft

Im 1774 veröffentlichten Atlas Tyrolensis findet sich die Bezeichnung Hermans Carls Spiz, die in dieser Karte aber eher dem Krottenkopf gegolten haben dürfte.<ref name="Steiner ABN08">Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. Lindenberg: Kunstverlag Josef Fink, 2. Auflage, 2008 - ISBN 978-3-89870-389-5, S. 80.</ref> Der Gipfelname leitet sich wiederum von dem westlich gelegenen Hermannskar (regionaler Diminutiv für Kar: Karle oder Kärle) ab. Dieses Kar wurde jedoch in einer früheren schriftlichen Erwähnungen als Oermerskar und davor als Ölbmers Kärle bezeichnet; vermutlich zurückgehend auf den von der Herkunft abgeleiteten Familiennamen Elbmer, „der aus Elmen Stammende“. Dieser Name muss später als Hermannskar verhochdeutscht worden sein.<ref name="Steiner ABN08"/>

Somit hätte sich also zuerst im Zuge der almwirtschaftlichen Erschließung des Gebirgsraums ein herkunftsbezogener Familien für das benachbarte Kar etabliert. Dieser wurde später von seiner ursprünglichen Bedeutung abweichend ins Hochdeutsche übertragen. Erst von diesem Namen wurde ein Gipfelname abgeleitet, der im Zuge der Erstellung neuerer Kartenwerke von dem zuerst bezeichneten höheren Gipfel (Krottenkopf) zu dem in der Nähe liegenden niedrigeren Gipfel, der heute damit bezeichnet wird, „abgewandert“ ist. Dieses „Abwandern“ von Namen war beim Neuverfassen von Karten in früheren Jahrhunderten aber nicht unüblich.

Die in verschiedenen Ausgaben des Alpenvereinsführers<ref name="Seibert Groth 97">Dieter Seibert, Heinz Groth: Allgäuer Alpen. Alpenvereinsführer. München: Bergverlag Ruddolf Rother, 15. Auflage, 1997 - ISBN 3-7633-1126-2, S. 324, Nr. 1315.</ref><ref name="Seibert 13">Dieter Seibert: Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. Alpenvereinsführer. München: Bergverlag Rother, 18. Auflage, 2013 - ISBN 978-3-7633-1126-2, S. 334, Nr. 1619.</ref> getätigte Aussage, dass die Hermannskarspitze nach Hermann von Barth (1845–1876) benannte ist, erscheint aufgrund der deutlich früheren Benennung im Atlas Tyrolensis wenig stichhaltig.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />