Zum Inhalt springen

Altingia multinervis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. September 2018 um 20:38 Uhr durch imported>Seysi.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Altingia multinervis
Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Altingiaceae
Gattung: Altingia
Art: Altingia multinervis
Wissenschaftlicher Name
Altingia multinervis
W.C.Cheng

Altingia multinervis ist eine immergrüne Laubbaumart aus der kleinen Familie der Altingiaceae innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Sie kommt nur in der südchinesischen Provinz Guizhou vor.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Der immergrüne Baum erreicht eine Höhe von etwa 10 m. Die jungen Zweige sind zuerst behaart und verkahlen später, ältere Zweige sind mit Lentizellen besetzt. Die eiförmigen, mit Schuppen bedeckten, etwa 1 cm langen Knospen sind flaumhaarig. Die schraubig angeordneten Laubblätter sind 2–3 cm lang gestielt. Die einfache und ungeteilte, fiedernervige Blattspreite ist eiförmig bis eiförmig-elliptisch und hat eine Länge von 7–10 cm und eine Breite von 4–6 cm. Sie besitzt einen stumpfen oder abgerundeten, seltener fast herzförmigen Grund und ist vorne zugespitzt. Die ledrige Spreite ist zweifarbig und kahl. Sie weist 10–14 Paare von beiderseits vorspringenden Seitennerven auf. Der Spreitenrand ist gekerbt-gesägt.

Generative Merkmale

Über den Bau der Blütenstände und Blüten ist nichts bekannt.

Die 2–3,5 cm lang gestielten Fruchtstände sind ungefähr 2 cm breit und kugelig mit gestutzter Basis. Sie bestehen aus 10–18 Kapseln. Die einzelnen Früchte sind holzige, zweifächerige Kapselfrüchte, die sich fachspaltig mit zwei zweiteiligen Klappen öffnen. Die Griffel sind im Fruchtzustand nicht mehr vorhanden. Die Samenschale ist dick und hart. Es ist nur wenig Endosperm vorhanden.

Altingia multinervis blüht in den Monaten März bis Mai und fruchtet von Juni bis August.

Verbreitung und Lebensraum

Altingia multinervis ist nur aus dem Norden der südchinesischen Provinz Guizhou (Chishui Xian) bekannt.

Die Baumart wächst in Wäldern in ca. 1000 m Seehöhe.

Taxonomie

Altingia multinervis wurde 1947 vom chinesischen Dendrologen Cheng Wan-Chun beschrieben.<ref name="Cheng 1947"/> Die Erstbeschreibung erfolgte auf der Grundlage einer einzigen Aufsammlung, der Typusaufsammlung.<ref name="Ickert-Bond et al. 2007"/> Altingia multinervis wird von manchen Autoren als Synonym von Altingia chinensis betrachtet.<ref name="Ickert-Bond et al. 2007"/> Nach R. Govaerts ist die Art am besten als Liquidambar multinervis <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.C.Cheng) Ickert-Bond & J.Wen zur Gattung Liquidambar zu stellen.<ref name="WCSP" />

Etymologie

Das Artepitheton multinervis (lat. vielnervig) leitet sich von lat. multum (viel) und lat. nervus (Nerv) ab. Es bezieht sich offenbar auf die Anzahl der Seitennerven, die höher ist als bei anderen Altingia-Arten. Die Gattung Altingia ist zu Ehren von Willem Arnold Alting (1724–1800) benannt, dem Generalgouverneur von Niederländisch-Indien zur Zeit, als der Erstbeschreiber Francisco Noroña Java besuchte.<ref name="Hayne 1830"/>

Quellen

  • Zhang Zhiyun, Zhang Hongda, Endress P. K. 2003: Hamamelidaceae. In: Flora of China. Vol. 9. Science Press, Beijing, Missouri Botanical Garden Press, St. Louis, ISBN 1-930723-14-8, S. 18–42. – Altingia multinervis – Online

Einzelnachweise

<references> <ref name="Cheng 1947">Cheng W-C. 1947: New Chinese shrubs and trees. Research Notes, Forestry Institute, National Central University, Nanking, Dendrological Series 1: 1–4. (zitiert durch Ickert-Bond et al. 2007)</ref> <ref name="Ickert-Bond et al. 2007">Ickert-Bond S. M., Pigg K. B., Wen J. 2007: Comparative infructescence morphology in Altingia (Altingiaceae) and discordance between morphological and molecular phylogenies. American Journal of Botany 94: 1094–1115. – doi:10.3732/ajb.94.7.1094</ref> <ref name="Hayne 1830">Hayne F. G. 1830: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vol. 11. Berlin. – Vorschau bei der Google-Buchsuche</ref> <ref name="WCSP">Rafaël Govaerts (Hrsg.): Liquidambar - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 14. September 2018. </ref> </references>