rtv media group
| rtv media group
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo_rtv_media_group_2016.png | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2009 |
| Sitz | Nürnberg, Deutschland |
| Leitung | Ulrich Cordes |
| Branche | Medien, Dienstleistungen |
Die rtv media group ist ein deutsches Medien- und Dienstleistungsunternehmen mit Firmensitz in Nürnberg.<ref name=":4">Profil. rtv media group, abgerufen am 25. August 2017.</ref> Es wurde 2009 gegründet.<ref name=":1">Raphaela Kwidzinski: „rtv hält Auflage durch weitere Trägermedien konstant“. In: Horizont. 23. Juli 2009, S. 24 (Interview).</ref> Zum 31. Dezember 2023 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt.
Die rtv media group publizierte das Fernsehmagazin „rtv“,<ref>Jürgen Scharrer: Die heimlichen Auflagenstars. In: Horizont. 16. Juni 2011, S. 18.</ref> das Landmagazin „Land & Leute“ sowie zahlreiche weitere Print- und Digitalprodukte.<ref name=":5">Portfolio. rtv media group, abgerufen am 25. August 2017.</ref> Die Leistungen der rtv media group umfassten die strategische Entwicklung, die redaktionelle Erstellung und die Vermarktung von Medienlösungen.<ref name=":4" /> Das Unternehmen war in der Bertelsmann Printing Group angesiedelt, einem Unternehmensbereich des internationalen Medien-, Dienstleistungs- und Bildungskonzerns Bertelsmann.<ref>Europas größte Druckereigruppe. In: Neue Westfälische. 6. November 2015, S. 11.</ref>
Geschichte
1961 rief Hannsheinz Porst die Radio- und Fernsehzeitschrift „rtw“ (Radio-Television-Wochenbeilage) ins Leben. Als Vorbild dienten ähnliche Publikationen aus den Vereinigten Staaten.<ref>Laura Eßlinger: Als Schopenhauer im TV-Magazin landete. In: Heilbronner Stimme. 7. September 2011, S. 21.</ref> Porst gewann einflussreiche Verleger für seine Idee, die Zeitschrift zusammen mit Tageszeitungen kostenlos an die Leser auszuliefern. Im selben Jahr gründeten die herausgebenden Verlage der „rtw“ die Verlegerinteressengemeinschaft, kurz VIG.<ref>40 Jahre „rtv“. In: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. 1. November 2001, abgerufen am 22. November 2017.</ref> Die „rtw“ erzielte von Beginn an eine hohe Reichweite, die erste Auflage betrug bereits 100.000 Exemplare. 1965 wurde die „rtw“ in „rtv“ umbenannt, um den Bezug zu den beiden Medien Radio und Fernsehen (Television) deutlicher herauszustellen.<ref>Hans-Peter Kastenhuber: Die geniale Print-Idee. In: Nürnberger Nachrichten. 30. August 2011, S. 23.</ref> Aufgrund des anhaltenden Erfolgs gründete Porst 1968 den Deutschen Supplement Verlag, der fortan die Vermarktung der Zeitschrift übernahm.<ref>Porst gründete das Erfolgsmagazin. In: Nürnberger Zeitung. 6. September 2011, S. 11.</ref> 1981 wurde der Deutsche Supplement Verlag Teil des Bertelsmann-Konzerns.<ref>„Wieder normaler Betrieb“. Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft endgültig Geschichte. In: Nürnberger Nachrichten. 24. Januar 1992.</ref>
Nach der deutschen Wiedervereinigung erschien „rtv“ 1990 erstmals auch in den neuen Bundesländern.<ref name=":2">Historie. rtv media group, abgerufen am 25. August 2017.</ref> 1992 erreichte der Deutsche Supplement Verlag in West und Ost zusammen erstmals mehr als zehn Millionen Leser.<ref>Burkhard Brandes: Werbemarkt der Publikumszeitschriften konsolidiert. In: Horizont. 5. Februar 1993, S. 33.</ref> Ab Mitte der 1990er Jahre hatten „rtv“ und vergleichbare Zeitschriften mit einem stagnierenden Interesse zu kämpfen.<ref>Guido Schneider: Boom bei TV-Beilagen weicht Normalität. In: Horizont. 11. Oktober 1996, S. 99.</ref> Um diesem Trend entgegenzuwirken, investierte der Deutsche Supplement Verlag in eine modernere Optik der Zeitschrift.<ref>rtv soll moderner werden. In: Horizont. 3. Mai 1996, S. 4.</ref> Zusätzlich ging 1996 die Webpräsenz der „rtv“ unter www.rtv.de ans Netz.<ref name=":2" /><ref>rtv online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Januar 1997; abgerufen am 25. August 2017.</ref>
Außerdem wurde das Dienstleistungsspektrum des Unternehmens ausgebaut: Zum Beispiel übernahm der Deutsche Supplement Verlag die Produktion von Programmseiten von Zeitungen.<ref>Michael Reidel: Viel mehr als nur eine Beilage. In: Horizont. 15. Oktober 1998, S. 99.</ref> 2000 gründete man die auf solche Angebote spezialisierte Tochtergesellschaft TV Information Services.<ref name=":3">Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 25. August 2017 (Amtsgericht Nürnberg, HRB 17470).</ref> Zu ihren Kunden gehörten etwa die Verlagsgruppe Milchstraße („TV Spielfilm“) und Spiegel Online.<ref name=":2" /> 2009 fusionierte der Deutsche Supplement Verlag mit TV Information Services zur rtv media group.<ref name=":1" /> Die Reichweite der „rtv“ betrug zu diesem Zeitpunkt 13 Millionen Leser. Die Zeitschrift lag 200 Zeitungen bei.<ref>Die Krise hinterlässt Spuren. In: Absatzwirtschaft. 1. November 2009, S. 46.</ref>
In den vergangenen Jahren erweiterte die rtv media group ihr Produktportfolio, beispielsweise um das Supplement „Land & Leute“ und die Kioskzeitschrift „Land & Leute Edition“.<ref>Juliane Paperlein: Beilage Land & Leute geht an den Kiosk. In: Horizont. 26. November 2015, S. 6.</ref> Zudem baute das Unternehmen seine Online-Angebote signifikant aus, nicht zuletzt durch die Übernahme von „tvtv.de“ im Jahr 2013.<ref>Hans-Thomas Hengl: rtv übernimmt die Online-Plattform tvtv.de. In: Werben & Verkaufen. 23. Januar 2013, abgerufen am 25. August 2017.</ref> Bis 2015 gehörte die rtv media group zu Arvato, der Dienstleistungssparte von Bertelsmann.<ref>Neuer Name, neue Ziele. In: Darmstädter Echo. 9. Juni 1999.</ref> Zum 1. Januar 2016 wurde das Unternehmen Teil der neu gegründeten Bertelsmann Printing Group.<ref>Bertelsmann vereinigt seine Drucksparte. In: Deutscher Drucker. 12. November 2015, S. 4.</ref>
2017 erreichte „Land & Leute“ als zweite Publikation des Unternehmens eine Auflage von mehr als einer Million verkaufter Exemplare.<ref>Volker Scharninghausen: Land & Leute legt weiter zu. In: new-business. 26. Mai 2017, abgerufen am 25. August 2017.</ref><ref>Heimliche Printriesen. In: Absatzwirtschaft. Nr. 4, 2017, S. 76.</ref> Im selben Jahr wurden im Rahmen eines Relaunches Logo und Layout von „rtv“ modernisiert.<ref>Timo Niemeier: TV-Supplement „rtv“ verschafft sich neuen Look. In: DWDL. 19. Mai 2017, abgerufen am 22. November 2017.</ref> Außerdem gewann das Unternehmen im November 2017 mit der Zeitschrift „Stern“ einen wichtigen neuen Kunden, der seine Programmbeilage, das Stern-TV-Magazin, von der rtv media group produzieren und vermarkten lässt.<ref>Uwe Mantel: TV-Beilage des „Stern“ kommt ab November von rtv. In: DWDL. 2. August 2017, abgerufen am 25. August 2017.</ref><ref>TV Spielfilm verliert stern-Supplement: Gruner + Jahr gibt TV-Beilage an Bertelsmann-Tochter rtv. In: Meedia. 2. August 2017, abgerufen am 23. August 2017.</ref>
Am 5. April 2023 wurde bekannt, dass die rtv media group GmbH den Geschäftsbetrieb zum 31. Dezember 2023 einstellt.<ref>Bertelsmann verkündet Aus der RTV Media Group zum Ende 2023. In: journal-nrw.de. 5. April 2023, abgerufen am 4. Dezember 2023.</ref>
Portfolio
Zu den gedruckten Publikationen des Unternehmens zählten neben den Supplements „rtv“, „tvtv“ und „Land & Leute“ auch das Kioskmagazin „Land & Leute Edition“. „rtv“ und „Land & Leute“ wurden auch als ePaper angeboten.<ref name=":5" /> Digitale Marken der rtv media group waren „rtv.de“ und „tvtv.de“ sowie die jeweiligen Apps für beide Plattformen, das Gesundheitsportal „gesund-vital.de“ und das Leserpanel „rtv Experten“.<ref name=":5" />
Neben der Herausgabe diverser Print- und Digitalprodukte umfasste das Leistungsportfolio der rtv media group die Vermarktung von Werbeplätzen sowie die Erstellung von Programmübersichten und redaktionellen Inhalten.<ref name=":4" />
Weblinks
- Offizielle Website der rtv media group (inaktiv seit 31. Dezember 2023)
Einzelnachweise
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Koordinaten: 49° 24′ 21,6″ N, 11° 7′ 59,1″ O
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