Zum Inhalt springen

Catocala conversa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Oktober 2023 um 16:38 Uhr durch imported>Aka (Tippfehler entfernt, https, Taxoboxhinweis, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Catocala conversa
Datei:Catocala conversa.jpg

Catocala conversa

Systematik
Überfamilie: Noctuoidea
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Unterfamilie: Catocalinae
Tribus: Catocalini
Gattung: Catocala
Art: Catocala conversa
Wissenschaftlicher Name
Catocala conversa
(Esper, 1783)

Catocala conversa, auch Schmalflügeliges Gelbes Ordensband genannt<ref>Lepiforum – Catocala conversa</ref>, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Merkmale

Falter

Die Flügelspannweite der Falter von Catocala conversa beträgt 50 bis 54<ref name="Goater"/> Millimeter. Die Art gehört zu den mittelgroßen Ordensband-Arten. Ihre Vorderflügel zeigen verschiedene Brauntöne, wodurch sie sich bei dachförmig zusammengelegten Flügeln kaum von der Baumrindenunterlage, auf der sie bevorzugt ruhen, abheben. Wurzel- und oberes Mittelfeld sind hell graubraun, das Saumfeld dunkelbraun gefärbt. Zwischen den inneren Querlinien sowie zwischen äußerer Querlinie und Wellenlinie heben sich rotbraune Tönungen ab. Alle Bereiche um die Makeln sind dunkelbraun überstäubt. Gelegentlich erscheinen auch Exemplare, die eine mehr graue oder gelbbraune Grundfärbung aufweisen. Die Hinterflügel haben eine kräftig gelbe bis orangegelbe Farbe, ein breites, schwarzbraunes Außen-, ein schmaleres, leicht gewelltes Mittelband sowie abwechselnd gelbe und schwarzbraune Fransen mit einem etwas verlängerten weißgelben Bereich in der Nähe des Apex.

Ei, Raupe, Puppe

Das Ei ist sehr flach. Es hat schwache, leicht gewellte Längsrippen und eine rötlichgelbe Färbung, die zuweilen mit einer schmalen, weißen Binde aufgehellt ist. Die Raupen sind braun bis fast schwarz gefärbt. Sie werden bis zu 60 Millimeter lang, haben helle sowie rotbraune Punkte und schwach ausgebildete, blasse Streifen. Die Puppe hat eine gestreckte Form, einen langen, gerunzelten Kremaster, der außerdem einige längere und auch kürzere Borsten aufweist.<ref name="Forster"/>

Ähnliche Arten

Die ähnlichen Arten Catocala hymenaea, Catocala nymphagoga und Catocala diversa sind deutlich kleiner. Von der etwa gleich großen Catocala nymphaea unterscheidet sich Catocala conversa durch das Fehlen eines gelben Flecks im dunklen Außenband der Hinterflügel. Das ebenfalls ähnliche Gelbe Ordensband (Catocala fulminea) unterscheidet sich durch eine sehr stark gezähnte Querlinie der Vorderflügel und eine stark nach innen gebogene dunkle mittlere Binde der Hinterflügel. Alle vorgenannten Arten zeigen auch eine weniger markante Zeichnung der Vorderflügel.

Geographische Verbreitung und Lebensraum

Bei Catocala conversa handelt es sich um eine von Nordwestafrika durch Südeuropa verbreitete Art, die nördlich bis Südfrankreich, dem Kanton Wallis in der Schweiz, den Südalpentälern und dem Gardaseegebiet,<ref name="Wolfsberger"/> bis ins südöstliche Österreich (Kärnten, Steiermark, Burgenland), Tschechien, die Slowakei, Rumänien und Südrussland vordringt. In den Alpen ist sie bis auf 800 Meter Höhe anzutreffen.<ref name="Forster"/> Sie kommt auch auf den Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien und Kreta vor.<ref name="Goater"/> Außerdem ist sie aus Kleinasien, Armenien und dem Kaukasus bekannt.<ref name="Ebert"/> Die Tiere bevorzugen Waldgebiete mit Eichenbestand.

Lebensweise

Die Falter fliegen im Juni bis September und besuchen künstliche Lichtquellen. Gelegentlich nehmen die Falter mittels ihres Saugrüssels Baumsäfte auf und können auch mit einem Köder angelockt werden. Die Raupen ernähren sich von den Blättern von Eichen (Quercus). Die Art überwintert als Ei.

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in Deutschland nicht heimisch und wurde nur aus Sachsen als Irrgast gemeldet.<ref name="BuNa"/> Ältere Angaben zum Auftreten in Baden-Württemberg beruhen wahrscheinlich auf Fehlbestimmungen.<ref name="Ebert"/>

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Goater">Barry Goater, Lázló Ronkay, Michael Fibiger: Catocalinae & Plusiinae. Noctuidae Europaeae, Volume 10., Sorø, 2003, ISBN 87-89430-08-5</ref> <ref name="Forster">Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 4: Eulen. (Noctuidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1971, ISBN 3-440-03752-5.</ref> <ref name="Wolfsberger">Josef Wolfsberger: "Die Großschmetterlingsfauna des Gardaseegebietes." Zeitschrift der Wiener Entomologischen Gesellschaft 45 Jg. 1960</ref> <ref name="Ebert"></ref> <ref name="BuNa">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783896241108 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> </references>

Literatur

  • Barry Goater, Lázló Ronkay, Michael Fibiger: Catocalinae & Plusiinae. Noctuidae Europaeae, Volume 10., Sorø, 2003, ISBN 87-89430-08-5

Weblinks