Zum Inhalt springen

Lewis Solon Rosenstiel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. Juni 2024 um 11:59 Uhr durch imported>Wissensleere (Unbelegt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Lewis Solon Rosenstiel (* 1891 in Cincinnati; † 1975) war ein US-amerikanischer Mobster der „Kosher Nostra“ und Spirituosenproduzent.

Leben

Rosenstiel war der Neffe eines Eigentümers einer Brennerei für medizinischen Alkohol. Vor dem Ende der Prohibition 1933 wurde Rosenstiel Eigentümer eines umfangreichen Lagers medizinischen Alkohols in Schenley, Pennsylvania. Dieses Lager war das Grundkapital der Schenley Industries.<ref name="tm19331204">Business: Rum Rush. In: Time. 4. Dezember 1933.</ref>

Während des Zweiten Weltkrieges kaufte Rosenstiel die Brauerei Blatz Brewing Co., stieg in den Handel mit Wein, Wermut (Cresta Blanca, Roma und La Bohème), Rum (Carioca), Likör (DuBouchett), Brandy (Coronet, J. Bavet und Jean Robert) und Gin (Silver Wedding, Schenley und Gibson) ein und ließ Penicillin und weitere Antibiotika herstellen.<ref name="tm19520929p">LIQUOR: The Schenley Reserves. In: Time. 29. September 1952.</ref>

Datei:Valentin Blatz Brewing Company.jpg
Die Valentin Blatz Brewing Company verkaufte Schenley Industries 1958 an die Pabst Brewing Company

1945 war Schenley Industries der Marktführer für Spirituosen in den USA und erwirtschaftete einen Jahresgewinn von 49 Millionen US-Dollar.

1947 gründete Schenley Industries das Tochterunternehmen Universal Service Corporation, das von dem Olympiafunktionär John Valentine Grombach geleitet wurde. In den 1950er Jahren war Rosenstiel Eigentümer eines Hauses an der East 80th Street in Manhattan, eines 2000-Hektar-Anwesens in Connecticut und einer Yacht in Florida. 1952 betrug der Wert von Schenley Industries 438 Millionen US-Dollar<ref name="tm19520929">LIQUOR: The Schenley Reserves. In: Time. 29. September 1952.</ref>

Am 1. Dezember 1960 erörterte Rosenstiel mit dem Finanzminister der Vereinigten Staaten Robert B. Anderson Fragen des Konsums von unversteuertem Alkohol.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eisenhowermemorial.org (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eisenhowermemorial.org</ref>

Rosenstiel war ein intimer Freund des Direktors des FBI, J. Edgar Hoover. Hoover schloss Wetten bei Buchmachern von Meyer Lansky ab, den Einsatz zahlte Rosenstiel. Wenn Hoover gewann, brachte ihm ihr gemeinsamer Rechtsanwalt Roy Cohn den Gewinn. Roy Cohn drückte 1975 dem komatösen Rosenstiel einen Stift in die Hand, womit dieser sein Testament unterzeichnete.<ref name="ti19930228"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The man who collected dirt: J Edgar Hoover led the FBI for 50 years and was given a state funeral by a grateful nation. But the man pledged to protect America from the evils of organised crime and political subversion was a secret homosexual, probably blackmailed by the Mob. In turn, he kept damaging files on those in Washington who might one day threaten his power. (Memento vom 9. September 2010 im Internet Archive) In: The Independent. 28. Februar 1993.</ref>

Als Philanthrop stiftete er den Rosenstiel Award.

Einzelnachweise

<references />