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Eulennebel

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Planetarischer Nebel
Eulennebel
The Owl Nebula M97 Goran Nilsson & The Liverpool Telescope.jpg
Aufgenommen vom Liverpool Telescope
Vorlage:AladinLite
Sternbild Großer Bär
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Deklination (Astronomie) Vorlage:DeklinationEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Erscheinungsbild
Scheinbare Helligkeit (visuell) 9,9 mag <ref name="SEDS">Revised NGC Data for NGC 3587 in SEDS</ref>
Winkelausdehnung 3,4′ × 3,3′   <ref name="SIMBAD">SIMBAD</ref>
Zentralstern
Bezeichnung WD 1111+552 
Scheinbare Helligkeit 16 mag <ref name="SEDSx">Hartmut Frommert, Christine Kronberg: Messier 97 bei SEDS</ref>
Spektralklasse DAO.5 
Physikalische Daten
Rotverschiebung Vorlage:ZahlExp <ref name="SIMBAD" />
Radialgeschwindigkeit (8 ± 5) km/s <ref name="SIMBAD" />
Entfernung 811 +31−29 pc <ref name="chornay">N. Chornay, N. A. Walton: One star, two star, red star, blue star: an updated planetary nebula central star distance catalogue from Gaia EDR3. In: Astronomy & Astrophysics. Band 656, 2021, S. 5 (id A110), bibcode:2021A&A...656A.110C.</ref>
Masse 0,15 M <ref name="SEDSx" />
Alter 6000 Jahre <ref name="SEDSx" />
Geschichte
Entdeckung Pierre Méchain
Datum der Entdeckung 16. Februar 1781<ref name="SEDSx" />
Katalogbezeichnungen
 NGC 3587 • PK 148+57.1 • PN G148.4+57.0 • GC 2343 • M 97

Der Eulennebel (auch als Messier 97 oder NGC 3587 bezeichnet) ist einer der etwa 1600 planetarischen Nebel in unserer Milchstraße. Mit den Abmessungen 3,4′ × 3,3′ und einer scheinbaren Helligkeit von 9,9 mag liegt er im Sternbild Großer Bär. Die vom Zentralstern ausgestoßene Hülle hat etwa 2 Lichtjahre Durchmesser und dehnt sich mit etwa 40 km/s im Weltraum aus.

Der Nebel wurde im Jahr 1781 von dem französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt und von Charles Messier in seinem Katalog hinzugefügt.<ref name="SEDSx" /> William Henry Smyth klassifizierte ihn im Jahr 1844 als Planetarischer Nebel, Lord Rosse prägte Mitte des Jahrhunderts den Namen „Owl Nebula“ anhand von Beobachtungen mit seinem enormen Teleskop und William Huggins – Pioneer auf diesem Gebiet – stellte 1866 durch Spektralanalyse fest, dass der Nebel aus Gasmassen gebildet ist.<ref name="SEDSx" /><ref>The Earl of Rosse: Observations of nebulæ and clusters of stars made with the six-foot and three-foot reflectors at Birr Castle, from the year 1848 up to the year 1878. In: Scientific Transactions of the Royal Dublin Society. Band 2. Dublin 1880, S. 123, bibcode:1880STRDS...2....1R (handle.netBesseres Digitalisat des gesamten Bandes der Royal Dublin Society).</ref> Eine erste pionierhafte Fotografie gelang Isaac Roberts im Jahr 1895.<ref name="roberts">Isaac Roberts: Selection of Photographs of Stars, Star-Clusters and Nebulæ. London 1899, S. 127, bibcode:1893spss.book.....R (lindahall.org).</ref>

Nachdem Herman Zanstra im Jahr 1931 eine Erklärung für die Physik von Planetarischen Nebel gefunden hatte – durch eine sehr hohe Oberflächentemperatur strahlt der nur scheinbar schwach leuchtende Zentralstern überwiegend unsichtbar im Ultraviolett, ionisiert mit dieser Strahlung den Nebel und bringt ihn so zum Leuchten –, nutzte er die entdeckten Zusammenhänge für eine erste Entfernungsabschätzung: Für eine angenommene Oberflächentemperatur des Zentralsterns von 70.000 Kelvin errechnete er eine Entfernung von 770 Parsec, für 55.000 Kelvin eine Entfernung von 1.000 Parsec.<ref name="zanstra">H. Zanstra: Untersuchungen über planetarische Nebel. Zweiter Teil: Parallaxen. Expansion der Nebelhüllen. In: Zeitschrift für Astrophysik. Band 2, 1931, S. 329, bibcode:1931ZA......2..329Z.</ref> Die Entfernung blieb jedoch lange Zeit unsicher,<ref name="SEDSx" /> eine trigonometrische Parallaxenmessung mit geringem Messfehler gelang erst mithilfe des darauf spezialisierten Satelliten Gaia im Jahr 2018<ref>S. Kimeswenger, D. Barría: Planetary nebula distances in Gaia DR2. In: Astronomy & Astrophysics. Band 616, 2018, S. 4 (id.L2), bibcode:2018A&A...616L...2K.</ref> und ergab im Jahr 2021, verbessert durch mehrjährige Vermessung, einen Entfernungwert von 811 Parsec.<ref name="chornay" />

Literatur

  • König, Michael & Binnewies, Stefan (2023): Bildatlas der Sternhaufen & Nebel, Stuttgart: Kosmos, S. 215.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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Vorgänger im Katalog: M 96EulennebelNachfolger im Katalog: M 98

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