Hebstahl
Hebstahl Stadt Oberzent
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(221)&title=Hebstahl 49° 31′ N, 9° 1′ O
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dim=10000 | globe= | name=Hebstahl | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 287 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,77 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 221 (31. Dez. 2022) HW<ref name="DF">Zahlen und Daten. Stadt Oberzent, abgerufen am 16. Dezember 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 33 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Eingemeindet nach: | Sensbachtal | |||||
| Postleitzahl: | 64760 | |||||
| Vorwahl: | 06068 | |||||
Hebstahl ist ein Stadtteil der am 1. Januar 2018 neu gegründeten Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis.
Geographische Lage
Hebstahl liegt in enger Tallage im Süden des Talzuges, der von dem Sensbach in allgemeiner Nord-Süd-Richtung durchflossen wird, eingezwängt zwischen dem 507 Meter hohen Schnuppenberg im Nordwesten und dem 480 Meter hohen Sensberg im Südosten. Nach Westen haben kleine kurze Seitentäler die Rodung einer Feldflur ermöglicht. Südlich der Ortslage verengt sich das Tal weiter und wendet sich nach Osten. Von hier an bildet der Sensbach bis zur Einmündung in die Itter die Landesgrenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Hebestal seit 1366 urkundlich belegt.<ref name="lagis" /> Hinsichtlich der Pfarrzugehörigkeit gab es um 1829 eine Trennung in Ober-Hebstahl und Unter-Hebstahl.
Hessische Gebietsreformen (1970–1977, 2018)
Am 1. Februar 1971 fusionierte die bis dahin selbständige Gemeinde Hebstahl im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig mit den Gemeinden Ober-Sensbach und Unter-Sensbach zur Gemeinde Sensbachtal,<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 22 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> die wiederum am 1. Januar 2018 mit weiteren Gemeinden in der Stadt Oberzent aufging. Für die Orte Hebstahl, Unter- und Ober-Sensbach wurde ein gemeinsamer Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung § 4. (PDF; 197 kB) Stadt Oberzent, abgerufen im Dezember 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Hebstahl angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Freienstein
- ab 1806: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande),<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Starkenburg, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.</ref> (Souveränitätslande), Provinz Starkenburg, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Beerfelden) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1871: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Infolge Bismarcks Politik.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1918: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen,<ref group="Anm.">Infolge des Ersten Weltkriegs.</ref> Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Erbach<ref name="RB1937" /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Sensbachtal<ref group="Anm.">Am 1. Februar 1971 als Ortsteil zur Gemeinde Sensbachtal.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Gemeinde Sensbachtal
- ab 2018: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Stadt Oberzent<ref group="Anm.">Am 1. Januar 2018 als Ortsteil zur Stadt Oberzent.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
- 1829: 94 (Ober-Hebstahl), 171 (Unter-Hebstahl) Einwohner<ref name="lagis" />
- 1961: 280 evangelische (= 95,56 %), 13 katholische (= 4,44 %) Einwohner<ref name="lagis" />
| Hebstahl: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1829 | 265 | |||
| 1834 | 294 | |||
| 1840 | 302 | |||
| 1846 | 318 | |||
| 1852 | 335 | |||
| 1858 | 327 | |||
| 1864 | 337 | |||
| 1871 | 342 | |||
| 1875 | 331 | |||
| 1885 | 322 | |||
| 1895 | 313 | |||
| 1905 | 304 | |||
| 1910 | 307 | |||
| 1925 | 301 | |||
| 1939 | 261 | |||
| 1946 | 326 | |||
| 1950 | 325 | |||
| 1956 | 299 | |||
| 1961 | 293 | |||
| 1967 | 315 | |||
| 1970 | 287 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 267 | |||
| 2018 | 253 | |||
| 2020 | 237 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" /><ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hebstahl 267 Einwohner. Darunter waren 3 (1,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 45 Einwohner unter 18 Jahren, 108 zwischen 18 und 49, 57 zwischen 50 und 64 und 57 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 111 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 27 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 72 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Kultur
Vier Wohnhäuser in Hebstahl stehen unter Denkmalschutz, darunter ein einstöckiges Wohnstallhaus von 1760 in Hanglage mit seitlicher Außentreppe, einem hohen Bruchsteinsockel und einem Wohngeschoß in konstruktivem Fachwerk als guterhaltenes Beispiel eines typischen Bauernhauses des Sensbachtals.<ref>denkmalpflege-hessen: Hebstahler Straße 25</ref>
Verkehr
Für den überörtlichen Verkehr ist Hebstahl durch die Landesstraße L 3120 erschlossen, die von dem benachbarten Unter-Sensbach her kommt und dann, den Sensbach talabwärts begleitend, bei Gaimühle das Ittertal erreicht und in die L 2311 einmündet, die nach Eberbach führt.
Weblinks
- Hebstahl. In: Webauftritt. Stadt Oberzent
- Hebstahl, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Hebstahl, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 92, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen aus dem Webarchiv </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>
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