Zum Inhalt springen

Satzer Moor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. April 2026 um 02:30 Uhr durch imported>Phzh (Form, typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Satzer Moor

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:Satzer Moor von Nordwesten 02.jpg
Satzer Moor von Nordwesten

Satzer Moor von Nordwesten

Lage Bad Driburg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Fläche 13,6 ha
Kennung NSG HX-070
WDPA-ID 319050
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 51° 43′ N, 9° 4′ OKoordinaten: 51° 43′ 12″ N, 9° 4′ 6″ O
 {{#coordinates:51,72|9,0683333333333|primary
dim= globe= name=Satzer Moor region=DE-NW type=forest
  }}
Einrichtungsdatum 2003
Verwaltung Untere Landschaftsbehörde des Kreises Höxter

Das Satzer Moor (auch Saatzer Moor<ref>Beiträge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser 20 (2008) 167-169</ref> oder Herster Moor<ref name="eggeweser20">Meinolf Sökefeld, Walter Köble: Eine Allianz des aktiven Naturschutzes im Satzer Moor. In: Beiträge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser. Band 20. Borgentreich, 2008. ISSN 1860-7640, S. 167–169.</ref>) in Bad Driburg ist ein etwa 13 Hektar großes Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Das strukturreiche Niedermoor-, Feuchtwiesen- und Auwaldgebiet befindet sich in der Gemarkung Herste<ref name="verordnungstext">Bezirksregierung Detmold: Ordnungsbehördliche Verordnung für das Naturschutzgebiet „Satzer Moor“ in der Stadt Bad Driburg, Kreis Höxter vom 3. Dezember 2003.</ref> direkt an der B 64 und an der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen zwischen Driburg und Herste in einer Höhenlage von etwa 165 bis 175 m ü. NN.

Der Flurname „Satzer Moor“ geht zurück auf eine ehemalige Hofstelle und Wassermühle, die Saatzer Mühle, die jedoch nicht erhalten ist. Da sie im Driburger Kartenblatt der Preußischen Neuaufnahme nicht mehr eingezeichnet ist, wurde sie vermutlich im 19. Jahrhundert aufgegeben.

Geografie

Landschaftlich gehört das Naturschutzgebiet zum östlichen Eggevorland, das ans Eggegebirge angrenzt. Es liegt südlich des gut 244 m hohen Lilienbergs im Talraum der Aa, die das Satzer Moor von Nordwest nach Südost durchfließt.

In direkter Nähe des Satzer Moors, am Unterhang des Lilienbergs, stehen Gesteine der Trias, insbesondere des Röt und des Unteren Muschelkalks (Unterer Wellenkalk) an.<ref name="gk">Preußische Geologische Landesanstalt: Geologische Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern. Bad Driburg. Blatt-Nr. 2369 (neu: 4220). Geologisch bearbeitet durch Hans Stille, 1904.</ref> Die Böden des Satzer Moors sind dementsprechend stark durch Kalkstein-Schotter geprägt. An einigen Stellen im Gebiet tritt auch kalkhaltiges Quellwasser in Form von Sicker- oder Sumpfquellen (Helokren) aus, was im Holozän zur Bildung von sumpfigen Flach- oder Niedermoorbereichen bzw. Kleinseggenrieden geführt hat.

Geschichte

Datei:Satzer Moor Uraufnahme.jpg
Lage des Satzer Moors in der Preußischen Uraufnahme von 1838
Datei:Satzer Moor Torflager außerhalb NSG.jpg
Aufgegebene Torflager knapp außerhalb des NSGs 2009
Datei:Bad Driburg - Satzer Moor - Moorbecken - 1.jpg
Regeneriertes Moorbecken im Satzer Moor 2024

Ursprünglich wurde der Talraum der manchmal auch Aabach genannten Driburger Aa im Gebiet des heutigen Satzer Moors von natürlichen Bruch- und Auwäldern eingenommen.

Vermutlich im Mittelalter wurde der Waldbestand gerodet und in Weideflächen fürs Nutzvieh umgewandelt<ref name="eggeweser20" /> – in alten Karten wie der Preußischen Uraufnahme von 1838 sind die Bereiche als baumfreie Nasswiesen erkennbar – und der sauergrasreiche Aufwuchs der Niedermoor- und Wiesenflächen wurde später vorwiegend zur Gewinnung von Einstreu genutzt (Streuwiesen).<ref name="infotafel">Burghard Beinlich: Informationstafel am Satzer Moor. Landschaftsstation im Kreis Höxter, 2008.</ref> Im 19. Jahrhundert wurden die Wiesen durch Gräben drainiert, so dass einige Talbereiche seither ackerbaulich nutzbar ist.<ref name="infotafel" />

Weite Teile der Niedermoorflächen wurden vom Driburger Kurbetrieb – dem seit Ende des 18. Jahrhunderts bestehenden Gräflichen Kurbad von Kaspar Heinrich von Sierstorpff – zur Torfgewinnung für Moorbäder abgegraben. Die Torfschichten im Satzer Moor waren bis zu drei Meter mächtig.<ref name="eggeweser20" /> Da das Satzer Niedermoorvorkommen den Torfbedarf des Kurbetriebs nicht lange decken konnte, wurden später Hochmoortorfe aus dem heutigen Kreis Minden-Lübbecke eingesetzt. Diese wurden nach der medizinischen Anwendung in den alten Torfstichen bzw. in extra angelegten Moorbecken zwischengelagert, so dass sie nach einigen Jahren Regenerationszeit erneut als Kurmittel verwendbar waren.

Die Nutzung des Satzer Moors als Torflager („Torfdeponie“) wurde 1988 aufgegeben und die Flächen wurden der natürlichen Entwicklung überlassen.<ref name="infotafel" /> Knapp außerhalb des heutigen Naturschutzgebiets befinden sich in der Nähe des Bahnübergangs noch stärker befestigte und umzäunte Torflager, die jedoch ebenfalls nicht mehr genutzt werden.

Nachdem das in einem großräumigen Landschaftsschutzgebiet gelegene Satzer Moor viele Jahre lediglich als „schutzwürdiges Biotop“ im Biotopkataster NRW verzeichnet war, wurde es schließlich 2003 als Naturschutzgebiet mit der Kennnummer HX-070 ausgewiesen.<ref name="nsg">Naturschutzgebiet „Satzer Moor“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum</ref> Zuvor hatten in den 1990er Jahren mehrere Kartierungen die trotz der geringen Gebietsgröße internationale Bedeutung<ref>EGGE-WESER, Band 15, 2002, S. 39–42.</ref> des vorhandenen Habitatmosaiks vor allem für den Artenschutz bestätigt (Rote-Liste-Arten). Das NSG ist außerdem als FFH-Gebiet „Satzer Moor“ mit der Kennnummer DE-4220-301 ein Teil des europäischen Natura-2000-Gebietsnetzes.<ref name="verordnungstext" />

2023 wurde die Wiedernutzung der Moorbecken beschlossen.<ref>Antje Kiewitt: Wiedernutzung der Moorbecken. In: Bad Driburg im Blick. 24. Februar 2023, abgerufen am 21. Juli 2024.</ref>

Flora und Fauna

Pflanzen

Kalk-Quellmoore sind in Mitteleuropa selten und meist nur kleinflächig vorhanden. Sie zeichnen sich durch Mineralstoffreichtum aber Nährstoffarmut aus.<ref name="beinlich">Burkhard Beinlich (Text), Frank Grawe (Fotos): Verborgene Schätze zwischen Egge und Weser. Die Vielfalt der Natur im Kulturland Kreis Höxter. Landschaftsstation im Kreis Höxter (Hg.), Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2008, ISBN 978-3-940751-07-2, S. 77.</ref> Im Satzer Moor werden die reliktartigen und sumpfigen Flachmoorbereiche vor allem durch große Bestände der Floh-Segge (Carex pulicaris) geprägt.<ref name="natura2000">LANUV: Natura-2000-Gebiet DE-4220-301 „Satzer Moor“.</ref> Die auch für die Unterschutzstellung relevante Pflanzengesellschaft ist das Kalk-Kleinseggenried (Caricion davallianae) in der Ausprägung des Davall-Seggenrieds (Caricetum davallianae).<ref name="natura2000-datenbogen" /><ref name="schiffgens">Thomas Schiffgens: Kalkreiche Niedermoore. In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 15. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Borgentreich, 2002. ISSN 0930-293X, S. 39–42.</ref> Im Jahr 1990 nahmen diese Kleinseggenbestände im Satzer Moor eine Fläche von etwa 700 m² ein.<ref name="schiffgens" />

Weitere seltene und gefährdete Moorpflanzen im Gebiet sind Gelb-Seggen (Carex flava agg.), das Breitblättrige Wollgras (Eriophorum latifolium), der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), die Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris), das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris), der Sumpf-Dreizack (Triglochin palustre) und die Glocken-Heide (Erica tetralix).<ref name="natura2000" /><ref name="natura2000-datenbogen">LANUV: Natura-2000-Standard-Datenbogen DE-4220-301 „Satzer Moor“.</ref>

In weniger moorigen Bereichen kommen unter anderem das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), der Holunderblättrige Baldrian (Valeriana sambucifolia), die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), der Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und die Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale) vor.<ref name="natura2000-datenbogen" /><ref name="nsg" />

Die Moosflora im Naturschutzgebiet weist neben diversen Torfmoosen wie dem Gefransten Torfmoos (Sphagnum fimbriatum) die folgenden seltenen Arten auf: Kalk-Goldschlafmoos (Campylium calcareum), Kalk-Quellmoos (Philonotis calcarea), Riesen-Schönmoos (Calliergon giganteum), Skorpionsmoos (Scorpidium scorpioides), Haarspitzen-Thujamoos (Thuidium philibertii), Spitzblättriges Spießmoos (Calliergonella cuspidata), Gekräuseltes Spiralzahnmoos (Tortella tortuosa), Berg-Kurzbüchsenmoos (Brachythecium starkei) und Gelbgrünes Sichelmoos (Drepanocladus aduncus).<ref name="natura2000-datenbogen" />

Insgesamt kommen im Satzer Moor mehrere hundert Pflanzenarten vor.

Bedeutung für die westfälische Florengeschichte

Datei:Satzer Moor Feuchtwiese.jpg
Artenreiche Feuchtwiese und Weidengebüsch im Nordosten

Das Satzer Moor gilt als klassischer Ort der westfälischen Florengeschichte.<ref name="preywisch">Kurt Preywisch: Begann vor 200 Jahren die botanische Erforschung des Kreises Höxter?. In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 6. Heft 1. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Höxter, 1989. ISSN 1860-7640, S. 33–51.</ref> Einerseits gehört das Gebiet zu den wenigen Orten in Westfalen, über die verlässliche botanische Aufzeichnungen bereits aus dem 18. Jahrhundert vorliegen, andererseits lässt sich hier dank weiterer Untersuchungen aus den folgenden zwei Jahrhunderten die Entwicklung einiger seltener Arten über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren nachvollziehen.

Die ersten bekannten Notizen zu am Standort vorkommenden Pflanzenarten stammen vom Botaniker Jakob Friedrich Ehrhart (1742–1795), der das Satzer Moor am 15. August 1789 während einer mehrtägigen Wanderung von Hannover nach Bad Driburg aufsuchte.<ref name="preywisch" />

„Auf der Sülte, einer Wiese beim Satzer Hofe, trafen wir verschiedene gute Schwefelbrunnen an, welche verdienten, daß sie aufgegraben und gebraucht würden. Einige davon sind ziemlich stark, und machten in Zeit von einer Minute meinen silbern Stockknopf über und über schwarz. Es scheint ihnen auch nicht an Wasser zu fehlen. Wir fanden hier eine mir äußerst angenehme Pflanze, die ich vorher noch nie anders, als in Herbariis, gesehen habe, nämlich die Ophrydem loeselii. Es wuchs hier auch Chara vulgaris, Ch. tomentosa, Scirpus lacustris, Triglochin palustre, und eine große Menge Schoenus nigricans, den ich noch nicht anders, als in Holland, gefunden habe. Jenseit des Baches war auf einer Wiese noch ein Schwefelbrunn, der auch nicht ganz schwach zu sein schien.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Jakob Friedrich Ehrhart: Bericht von 1789<ref name="preywischschulz">Zitiert nach: Kurt Preywisch: Begann vor 200 Jahren die botanische Erforschung des Kreises Höxter? In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 6. Heft 1. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Höxter, 1989, S. 38. – dort Ausschnitte aus der Reproduktion des Originaltextes nach: F. [oder A.] Schulz: Friedrich Ehrharts Anteil an der floristischen Erforschung Westfalens. In: Jahresbericht der Botanischen Sektion des Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst, 42. Münster, 1914, S. 114–151.</ref>

Ehrhart war ab 1780 „Königlich Grossbrittanischer und Churfürstlich Braunschweig-Lüneburgischer Botaniker“ und arbeitete im Auftrag der Regierung in Hannover u. a. an einer „Hannoverischen Pflanzengeschichte“.<ref name="preywisch" /> Spätere Aufzeichnungen zu Arten des Satzer Moors gibt es u. a. in der Beschreibung der Wesergegend um Höxter und Holzminden von Hermann Emilius Gutheil (1837), in der Flora Westfalens von Ludwig Volrad Jüngst (1852) und in der Flora von Westfalen von Konrad Beckhaus (1893).<ref name="preywisch" /> 1960 veröffentlichte Fritz Runge einen durch eigene Nachweise ergänzten Übersichtsbericht zu den historischen Beobachtungen seltener Pflanzenarten im Moor.<ref name="runge">Fritz Runge: Die Änderung der Vegetation im Moor an der ehemaligen Satzer Mühle im Laufe der letzten 170 Jahre. In: Natur und Heimat, Heft 20, Münster, 1960. ISSN 0028-0593, S. 120–123.</ref> In den folgenden Jahrzehnten wurden von Naturschutzorganisationen und -Institutionen zahlreiche weitere Bestandsaufnahmen erstellt.

Datei:Satzer Moor Weinbergschnecke 01.jpg
Weinbergschnecke im Satzer Moor

Tiere

Als wertvoller Lebensraum ist das Gebiet vor allem von entomo-, herpeto- und avifaunistischer Bedeutung. Besonders geschützte Tierarten, die im Satzer Moor vorkommen, sind der Eisvogel (Alcedo atthis), die Wasseramsel (Cinclus cinclus), der Europäische Laubfrosch (Hyla arborea), der Grasfrosch (Rana temporaria) und die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens).<ref name="natura2000-datenbogen" /><ref name="nsg" /> Der Fließgewässerabschnitt der Aa ist im Naturschutzgebiet naturnah strukturiert; hier ist unter anderem das Bachneunauge (Lampetra planeri) nachgewiesen.<ref name="nsg" /> In den unterschiedlichen Stillgewässern des Gebiets finden sich in der Laichzeit zahlreiche Amphibien auch aus den umliegenden Wald- und Grünlandbereichen ein.

Neben diversen Vogelarten sind für Besucher vom Wegrand aus die geschützten Weinbergschnecken (Helix pomatia) recht einfach zu beobachten. Sie kommen im Satzer Moor auf Grund der hohen Kalkanteile in Boden und Wasser in guter Populationsdichte vor.

Naturschutz

Datei:Satzer Moor Informationstafel.jpg
Informationstafel am Satzer Moor
Datei:Satzer Moor Bohlenweg.jpg
Alter Bohlenweg zwischen zwei mit Schilf bestandenen Torflagern
Datei:Satzer Moor im Winter.jpg
Nassbereich der alten Moorbecken mit Schilfbestand im Winter

Vorrangige Entwicklungsziele für das Satzer Moor sind die Erhaltung und Regenerierung der Kalkquellsümpfe und Kalkflachmoore sowie der feuchten Hochstaudenfluren, der Schutz vor Entwässerung (Melioration) und Eutrophierung und die natürliche Entwicklung des Auwalds.<ref name="natura2000-datenbogen" /><ref name="natura2000maßnahmen">LANUV: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schutzziele und Maßnahmen zum Natura-2000-Gebiet DE-4220-301 „Satzer Moor“. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/natura2000-meldedok.naturschutzinformationen.nrw.de 2001.</ref>

Zur Erreichung der Naturschutzziele werden vom Driburger Verein Naturschutz Aktiv und von der Landschaftsstation im Kreis Höxter regelmäßig Pflegemaßnahmen durchgeführt. Hierzu gehören unter anderem die Abdichtung alter Dämme an den abgetorften Flächen zwecks Erhaltung der lebensraumtypischen Grundwasserverhältnisse, die Mahd der Grünlandbereiche und bei Bedarf – außerhalb des Auwalds – die Entfernung von Gehölzaufwuchs und Schilf in den Moorbereichen.<ref name="natura2000maßnahmen" /> Die Entbuschung verhindert dabei insbesondere das Verschwinden seltener und lichtliebender Arten.

Im von Weiden geprägten Weichholzauenwald wird auf forstliche Nutzung verzichtet, so dass die natürliche Sukzession sowie das Vorhandensein von Alt- und Totholz gefördert wird.<ref name="natura2000maßnahmen" /> Die extensiv genutzten Grünlandbereiche im Naturschutzgebiet dienen als Pufferzonen zu den benachbarten Landwirtschaftsflächen.<ref name="natura2000maßnahmen" />

Durch das Naturschutzgebiet führen keine öffentlichen Wege, es besteht ein generelles Betretungsverbot.<ref name="verordnungstext" /> Am nördlichen Rand des Satzer Moors steht seit 2008 eine Informationstafel neben einer kleinen Sitzgruppe für Wanderer und Besucher.<ref name="eggeweser20" /> Von dort ist ein Blick in die alten Torfbecken möglich. Dieser Punkt ist von der B 64 bzw. vom OTB-Betonwerk aus über einen asphaltierten Wirtschaftsweg zu erreichen, der nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben ist (etwa 500 m Fußweg). Am südwestlichen Rand des Gebiets führt ein weiterer Wirtschaftsweg entlang, von dem aus Blicke in die Auwaldbereiche möglich sind.

Im Rahmen des von der Europäischen Union und vom Land NRW geförderten naturtouristischen Projekts „Erlesene Natur“ ist am Satzer Moor für 2011 die Realisierung eines Moor-Fußbades und eines Bohlenwegs an der Aa geplant.<ref name="naturerlebnis">Kreis Höxter: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Übersicht zum Zeit- und Maßnahmenplan in den „Erlesene Natur“-Gebieten. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Dezember 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis-hoexter.de</ref>

Literatur

  • F. Koppe: Das Moor bei der Saatzer Mühle, ein schwer bedrohtes Naturdenkmal. In: Natur und Heimat. Heft 1. Münster, 1935. ISSN 0028-0593, S. 3–5.

Weblinks

Commons: Naturschutzgebiet Satzer Moor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Bad Driburg

Gradberg | Hinnenburger Forst mit Emder Bachtal | Iburg-Aschenhütte | Kiebitzteich | Nethe | Satzer Moor | Stollen an der Bahnlinie Kassel-Altenbeken

Beverungen

Buchenwälder zwischen Mühlenberg und Hasselburg | Buchenwälder zwischen Wildburg und Heineberg | Gaffelntal und Kiepenberg | Hannoversche Klippen | Kalkmagerrasen bei Ottbergen und Bruchhausen | Krähenberg | Nethemündung | Schnegelberg | Selsberge | Stockberg | Wandelnsberg | Wiekämpe

Borgentreich

Körbecker Bruch | Lebersiek | Rösebecker Bruch | Samensberg | Schwiemelkopf | Unteres Eggeltal

Brakel

Hinnenburger Forst mit Emder Bachtal | Nethe

Höxter

Albaxer Trift | Auf dem Berenbruch | Auf dem Eschenberg | Bielenberg | Bramberg | Buchenwälder zwischen Ziegenberg und Langer Berg | Finkenbruch | Grundlose – Taubenborn | Heinenwiese | Kalkmagerrasen bei Ottbergen und Bruchhausen | Kiekenstein | Krekeler Berg – Südhang | Nethe | Nethemündung | Räuschenberg | Rumberg | Stahler Ufer | Stockberg | Südlicher Herbstberg | Teufelschlucht | Tonenburg und Saumermündung

Marienmünster

Emmeroberlauf und Beberbach

Nieheim

Emmeroberlauf und Beberbach | Hinnenburger Forst mit Emder Bachtal | Nieheimer Tongrube | Wenkenberg

Steinheim (Westfalen)

Baumerstal | Egge-Nord (HX) | Emmeroberlauf und Beberbach | Teiche am Steinheimer Holz | Ziegenfeld

Warburg

Asseler Wald | Bleikuhlen und Wäschebachtal | Desenberg | Drachenholl-Diemelaue | Goldberg | Hammerbachtal | Hellberg-Scheffelberg | Hoppenberg | Iberg bei Welda | Kalkmagerrasen bei Calenberg und Dalheim | Kalkmagerrasen bei Ossendorf | Klingelbachtal | Klippen und Felsenmeer bei Hardehausen | Menner Seihe | Nausenberg | Pölinxer Grund | Schalkstal | Schwarzbachtal (HX) | Unteres Eggeltal | Weldaer Berg | Weldaer Wald

Willebadessen

Hirschstein | Kalktriften Willebadessen | Königsblick | Kuhkamp | Nethe | Quellgebiet Bockskopf | Teutoniaklippen und Teutonia

Vorlage:Klappleiste/Ende