Michael Malbranc
Michael Malbranc (* 11. März 1953) ist ein ehemaliger deutscher Fußballschiedsrichter.
Karriere
Hauptberuflich betrieb Malbranc ab dem Beginn der 1980er Jahre<ref>Melanie Wassink: Adidas ist schon Weltmeister. In: abendblatt.de. 11. Juli 2014, abgerufen am 9. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> einen Sportladen am Mundsburger Damm in Hamburg-Uhlenhorst.<ref>PK zum "Sport-Duwe-Stadion", Alsterdorf. In: Sportnord. Abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref> Im Februar 1982 erlitt er bei einem Autounfall einen Schädelbruch.<ref>Malbranc erlitt Schädelbruch. In: Hamburger Abendblatt. 26. Februar 1982, abgerufen am 5. August 2021.</ref>
Sein erstes Bundesligaspiel leitete das Mitglied des Hummelsbütteler SV<ref>Hamburg hat wieder einen Bundesliga-Schiedsrichter - BSA Nord. Abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref> im November 1990. Insgesamt brachte er es bis 1997 auf 64 Bundesliga-Partien, in denen er 29 Mal einen Spieler des Platzes verweisen musste. Am 20. August 1991 zeigte er dem ebenfalls aus Hamburg stammenden Stefan Effenberg (damals FC Bayern München)<ref>Christian Niggemann: Platzverweise in der Bundesliga Statistische Auswertungen: Erste Gelb-Rote-Karte? In: Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken e. V. Abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref> die erste Gelb-Rote Karte der Bundesliga-Geschichte.<ref>Bundesliga-Historie: Stefan Effenberg sah die erste Gelb-Rote Karte. Abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref>
Das letzte Bundesligaspiel
Am 2. Spieltag der Saison 1997/98 führte der TSV 1860 München gegen den Karlsruher SC in der 88. Minute mit 2:1, als der Karlsruher Sean Dundee ein Tor erzielte. Obwohl Malbranc unmittelbar vor dem Torschuss das Spiel mit einem Pfiff unterbrochen hatte, erkannte er das Tor anschließend an. Malbranc gab an, er habe „die Wahrnehmung gehabt, erst nach dem Tor gepfiffen zu haben“. Da die TV-Aufnahmen den Pfiff vor dem Torschuss belegten, setzte der DFB ein Wiederholungsspiel an. Die FIFA jedoch rügte den DFB und hob das Urteil kurz darauf mit der Begründung, es habe sich um eine Tatsachenentscheidung gehandelt, wieder auf. Malbranc erhob schwere Vorwürfe gegen den damaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun, der ihn angeblich zu einer Falschaussage gedrängt habe, um Ärger mit der FIFA zu entgehen. Malbranc blieb bei seiner Darstellung und erklärte knapp vier Monate nach dem Spiel seinen Rücktritt als DFB-Schiedsrichter.<ref>Brinkb. und Ludwig: Nicken Sie einfach. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1997 (online – 1. Dezember 1997).</ref>
Nach der Bundesliga
Im Herbst 1997 leitete er noch drei Zweitliga-Spiele, er blieb dem Fußball nach dem Ende seiner Bundesliga-Zeit unter anderem als Sichter und Betreuer des Schiedsrichter-Nachwuchses erhalten.
Weblinks
- Profil auf weltfussball
- Helmut Schümann: Der Pfiff und das Recht auf Irrtum. Vom Fall des Hamburger Schiedsrichters Malbranc. In: Berliner Zeitung. 14. November 1997, abgerufen am 17. Juni 2015.
- Tätigkeit als Ausbildner
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malbranc, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballschiedsrichter |
| GEBURTSDATUM | 11. März 1953 |