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Wetterauer Seenplatte

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Datei:Panorama Wölfersheimer See 2.jpg
Der Wölfersheimer See, der größte See der Wetterauer Seenplatte

Die Wetterauer Seenplatte ist eine Seenplatte, also eine Gruppe von Seen und Teichen, in der Horloffsenke (Naturraum 234.0), einem Teil der Wetterau in Hessen.

Entstehung

Die Seen der Wetterauer Seenplatte sind nicht natürlichen Ursprungs. Es handelt sich um Tagebaurestseen, die bei der Rekultivierung von Tagebauen des Wetterauer Braunkohlereviers entstanden sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PreussenElektra: Übersichtskarte der Tagebaubetriebe, online auf www.alexanderhitz.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alexanderhitz.de</ref> Einige kleinere Teiche sind Absinkweiher aus der Zeit des untertägigen Braunkohlebergbaus, das heißt mit Wasser vollgelaufene Tagesbrüche von eingestürzten unterirdischen Hohlräumen.

Regionalparkprojekt

Die Seenplatte soll als eigenständiges Projekt im Regionalpark Rhein-Main des Planungsverbandes Rhein-Main entwickelt werden. Hierfür gründeten die Kommunen Wölfersheim, Reichelsheim, Echzell und Hungen Anfang 2008 eine formale Arbeitsgemeinschaft.<ref name="AG">Bürgermeister bringen „Wetterauer Seenplatte“ auf den Weg - Pressemitteilung auf www.woelfersheim.de (PDF)</ref>

In den Bereichen Naherholung, Sport, Landschaftskunst, Erhalt des Kulturerbes und Naturschutz wollen die Städte kooperieren, um die Lebensqualität, den Wohn- und Freizeitwert der Region zu verbessern, diese für den Tourismus attraktiver zu machen und somit auch wirtschaftlich zu fördern. Für Besucher der Region sollen hierfür unter anderem verschiedene Natur- und Erlebnispfade angelegt, Museen und ein Informationszentrum entstehen. Weiterhin ist eine Anbindung an überregionale Rad- und Wanderwege wie den Niddaradweg oder den Vulkanradweg sowie Themenstraßen wie die Deutsche Limes-Straße geplant.<ref name="AG" />

Natur- und Vogelschutz

Die Tallandschaft der Horloff mit ihren Auen ist insbesondere für den Vogelschutz als Brut- und Rastgebiet besonders wertvoll.

Das Regionalparkprojekt soll eng mit dem Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau verzahnt werden. In dieses 1989 ausgewiesene, etwa 7.400 Hektar große Landschaftsschutzgebiet sind mehr als 30 kleinere und größere Naturschutzgebiete mit einer Fläche von rund 1.400 ha eingebettet. Hierzu zählen auch mehrere der Wetterauer Seen (siehe Tabelle unten).<ref name="HGON">Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz: Die Naturschutzgebiete in Echzell und Reichelsheim (Karte), online auf www.norbert-kuehnberger.de</ref> Das Projekt Auenverbund wurde 1988 mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet, gehört zum Natura 2000-Programm und ist als Europäisches Vogelschutzgebiet registriert.<ref>Thomas Brandt, Christoph Moning und Christian Wagner: Die Horloffaue zwischen Hungen und Reichelsheim in Hessen - Wasservögel in der Wetterau nordöstlich von Frankfurt. In: Der Falke - Journal für Vogelbeobachter, 2/2009, online auf www.schattenblick.de</ref>

Radfahren und Wandern

Anlässlich der Landesgartenschau in Bad Nauheim veröffentlichten die vier Kommunen 2010 eine Radfahrkarte mit zwei Tourenvorschlägen. Die Karte ist kostenlos in den Rathäusern der Gemeinden erhältlich.<ref>http://wetterauer-seenplatte.de/index.php/freizeit/radfahren</ref> Im Jahr 2017 erfolgte eine Neuauflage mit verbesserter Kartographie, die ebenfalls kostenfrei in den Rathäusern erhältlich ist.<ref>Gemeinde Wölfersheim: Die Wetterauer Seenlandschaft besser erkunden. Gemeinde Wölfersheim, 16. November 2017, abgerufen am 31. August 2018.</ref>

Seen und Teiche

See Größe Lage Koordinate Tagebau Tagebaubetrieb Nutzung heute
Trais-Horloffer See
(auch Inheidener See)
35,1 ha zwischen Inheiden und Trais-Horloff 50° 27′ 6,6″ N, 8° 54′ 18,4″ O
 {{#coordinates:50,451821|8,905106|
dim= globe= name=Inheidener See region=DE-HE type=landmark
  }} || Tagebau Inheiden || 1918–38
1938–50<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Inheidener See: Reste der Gewerkschaft Friedrich auf www.alexanderhitz.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alexanderhitz.de</ref> || Badebetrieb und Wassersport
Sachsensee
(auch Barbarasee)
ca. 35 ha südöstlich von Bellersheim 50° 26′ 48,1″ N, 8° 51′ 23,8″ O
 {{#coordinates:50,446683|8,856611|
dim= globe= name=Sachsensee region=DE-HE type=landmark
  }} || Tagebau I || 1961–75 || rowspan=2 | Naherholung, Angelteich
Oberer Knappensee 36,3 ha nordöstlich von Utphe 50° 26′ 30″ N, 8° 53′ 39,4″ O
 {{#coordinates:50,441655|8,894291|
dim= globe= name=Oberer Knappensee region=DE-HE type=landmark
  }} || rowspan=2 | Tagebau IV
(Tagebau Utphe) || rowspan=2 | 1974–84<ref name="Hitz Knappensee"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Utpher Seenplatte: Oberer und unterer Knappensee auf www.alexanderhitz.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alexanderhitz.de</ref><ref>NSG Mittlere Horloffaue - Oberer und Unterer Knappensee auf www.norbert-kuehnberger.de</ref>
Unterer Knappensee ca. 32 ha südöstlich von Utphe 50° 25′ 51″ N, 8° 53′ 30,5″ O
 {{#coordinates:50,43083|8,891802|
dim= globe= name=Unterer Knappensee region=DE-HE type=landmark
  }} || Naturschutzgebiet
("Mittlere Horloffaue")<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.hgon.deHessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz: Der „Untere Knappensee“ im Naturschutzgebiet „Mittlere Horloffaue“ auf www.hgon.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2015. Suche im Internet Archive ) (PDF)</ref>
Wölfersheimer See 38 ha östlich von Wölfersheim 50° 23′ 48,7″ N, 8° 50′ 14,3″ O
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dim= globe= name=Wölfersheimer See region=DE-HE type=landmark
  }} || rowspan=3 | Tagebau Wölfersheim || rowspan=3 | 1927–43 || rowspan=2 | Naherholung, Angeln
Heldtteich ca. 1 ha nordöstlich von Wölfersheim 50° 24′ 18,5″ N, 8° 50′ 32,8″ O
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dim= globe= name=Heldtteich region=DE-HE type=landmark
  }}
- < 1 ha südöstlich von Wölfersheim 50° 22′ 52,8″ N, 8° 50′ 25,1″ O
 {{#coordinates:50,381323|8,840303|
dim= globe= name=namenlos region=DE-HE type=landmark
  }} || Naturschutzgebiet
("Im Grenzstock von Gettenau")<ref name="HGON" />
Herrschaftlicher Teich
(auch Schwelteich)<ref name="HGON" />
< 1 ha östlich von Wölfersheim,
nordwestlich von Echzell
50° 23′ 53,2″ N, 8° 51′ 20,1″ O
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dim= globe= name=Herrschaftlicher Teich region=DE-HE type=landmark
  }} || kein Tagebaurestsee || - || Naturschutzgebiet
("Schwelteich von Echzell")<ref name="HGON" />
Teufelsee je ca. 25 ha nördlich von Weckesheim,
nordwestlich von Heuchelheim
50° 22′ 35,6″ N, 8° 50′ 59,4″ O
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dim= globe= name=Teufelsee region=DE-HE type=landmark
  }} || rowspan= 3 | Tagebau II/III
(Tagebau Heuchelheim) || rowspan= 4 | 1962–89 || rowspan=2 | Naturschutzgebiet
("Pfaffensee und Teufelsee")<ref>Pfaffensee und Teufelsee auf www.nabu-bingenheim.de</ref><ref>NSG Pfaffensee und Teufelsee auf www.norbert-kuehnberger.de</ref>
Pfaffensee 50° 22′ 30,1″ N, 8° 51′ 41,4″ O
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  }}
Gettenauer Teich(e) ca. 1,2 ha westlich von Gettenau 50° 23′ 9,7″ N, 8° 52′ 35,8″ O
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  }} || rowspan=3 | Angeln, Biotop
Heuchelheimer Teiche < 1 ha Westlicher Ortsrand von Heuchelheim 50° 22′ 0,6″ N, 8° 51′ 45,6″ O
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  }} || Klärteiche für Abwasser der Betriebsanlage Tgb. II/III
Reichelsheimer Teich(e) ca. 1 ha Südwestlicher Ortsrand von Reichelsheim 50° 21′ 21,1″ N, 8° 51′ 58,7″ O
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  }} || Tagebau VI / Absinkteich|| 1983–89<ref name="Pflug">Pflug, W.: Das Wetterauer Braunkohlerevier. in: Braunkohletagebau und Rekultivierung, Springer, Berlin u. a., 1998. Zitiert in: Brigitte Nixdorf et al.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Braunkohletagebauseen in Deutschland (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www-docs.tu-cottbus.de (PDF; 14,0 MB), BTU Cottbus</ref>
Bergwerksee (Reichelsheim) ca. 30 ha nördlich von Dorn-Assenheim 50° 20′ 59,8″ N, 8° 50′ 39,6″ O
 {{#coordinates:50,349952|8,844337|
dim= globe= name=Bergwerkssee region=DE-HE type=landmark
  }} || rowspan=2 | Tagebau VII || rowspan=2 | 1988–91<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Bergwerksee auf www.alexanderhitz.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. August 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alexanderhitz.de</ref> || Konzept in Planung
Weckesheimer Teich
(auch Leonhard-Teich)
ca. 1 ha Südöstlicher Ortsrand von Weckesheim 50° 21′ 29,3″ N, 8° 50′ 45,9″ O
 {{#coordinates:50,358139|8,846076|
dim= globe= name=Weckesheimer Teich region=DE-HE type=landmark
  }} || Naherholung, Angeln

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten