Zum Inhalt springen

Buluggin ibn Ziri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. September 2019 um 08:00 Uhr durch imported>Invisigoth67 (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Bologhine Benziri Benmenad.jpg
Buluggin ibn Ziri

Abu l-Futuh Saif ad-Daula Buluggin ibn Ziri ibn Manad as-Sanhadschi (arabisch أبو الفتوح سيف الدولة بلكين بن زيري بن مناد الصنهاجي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch بلقين / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); † 984) war der erste Herrscher der Ziriden in Ifrīqiya. Sein Vorgänger als Herrscher über Ifriqiya war Abu Tamim al-Muizz aus der Fatimiden-Dynastie.

Schon unter der Statthalterschaft seines Vaters Ziri ibn Manad übernahm Buluggin ibn Ziri Regierungsaufgaben. So gründete er die Städte Algier, Miliana und Medea, bzw. ließ die zerstörten Siedlungen wieder neu errichten. Nach dem Tod von Ziri ibn Manad im Kampf gegen abtrünnige Berber übernahm Buluggin 971 die Statthalterschaft in Algerien und besiegte die Zanatastämme. Die Gefangenen wurden in großem Umfang in die Residenz Aschir umgesiedelt.<ref name="Halm 286">Vgl. Heinz Halm (Hrsg.): Geschichte der Arabischen Welt. 4. Auflage. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47486-1, S. 286.</ref>

Als die Fatimiden 972 ihren Hauptsitz von al-Mahdiya nach Ägypten verlegten, wurde Buluggin ibn Ziri zum Vizekönig in Ifriqiya ernannt.<ref name="Halm 286" /><ref name="Halm 172">Vgl. Heinz Halm (Hrsg.): Geschichte der Arabischen Welt. 4. Auflage. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47486-1, S. 172.</ref> Neue Residenz der Ziriden wurde nun Kairuan bzw. das nahegelegene al-Mansuriya. Allerdings nahmen die Fatimiden den Staatsschatz und die Flotte mit nach Ägypten,<ref name="Halm 172" /> so dass die Herrschaft der Ziriden zunächst gefestigt werden musste. Wegen der fehlenden Flotte ging aber die Kontrolle über die Kalbiten auf Sizilien verloren. Bei einem Feldzug nach Marokko stieß Buluggin an den Atlantik vor, wo er auch die Bargawata bekämpfte. Die Festungen Ceuta und Tanger konnten vom Kalifat von Córdoba aber gehalten werden. Allerdings starb er 984 während der Rückkehr von diesem Feldzug. Nachfolger wurde sein Sohn al-Mansur ibn Ziri († 995).

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Ulrich Haarmann: Geschichte der Arabischen Welt. Hrsg.: Heinz Halm. 4. Auflage. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47486-1.
  • Stephan Ronart, Nandy Ronart: Lexikon der Arabischen Welt. Ein historisch-politisches Nachschlagewerk. Artemis, Zürich u. a. 1972, ISBN 3-7608-0138-2.

Vorlage:Klappleiste/Anfang Buluggin ibn Ziri | al-Mansur ibn Ziri | Badis ibn Ziri | al-Muizz ibn Ziri | Tamim ibn Ziri | Yahya ibn Ziri | Ali ibn Ziri | al-Hassan ibn Ziri Vorlage:Klappleiste/Ende