Zum Inhalt springen

Manuel Rivera-Ortiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. Februar 2026 um 02:43 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Manuel Rivera Ortiz Paris Dec 2009 01.jpg
Manuel Rivera-Ortiz (2009)

Manuel Rivera-Ortiz (* 23. Dezember 1968 in Pozo Hondo, Guayama, Puerto Rico) ist ein puerto-ricanisch-US-amerikanischer Fotograf, der für seine dokumentarischen Fotografien der Lebensbedingungen von Menschen im globalen Süden bekannt ist.<ref name="ebtrust">The next Manuel Rivera-Ortiz? The Esther Benjamins Trust, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2011; abgerufen am 28. Juli 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebtrust.org.uk</ref><ref name="photoart">Famous Photographer List. Photography Art Cafe, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2011; abgerufen am 11. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.photography-art-cafe.com</ref>

Leben

Rivera-Ortiz wurde in eine sehr arme Familie im Weiler Pozo Hondo außerhalb des Städtchens Guayama an der Südostküste von Puerto Rico geboren. Er wuchs zusammen mit seinen Eltern und drei Geschwistern, von denen er der Älteste ist auf. Die Familie lebte in einer einfachen Wellblechhütte mit Lehmboden und ohne fließendes Wasser. Später erweiterte sich der Familienkreis um zwei Stiefschwestern und vier Halbgeschwister. Sein Vater arbeitete auf den Zuckerrohrfeldern von Central Machete und Central Aguirre und außerhalb der Zuckerrohr-Erntezeit als Wanderarbeiter auf Farmen in den USA in Neuengland und den Mittelatlantikstaaten. Als Rivera-Ortiz elf Jahre alt war, trennten sich seine Eltern und der Vater zog mit den Kindern aufs US-amerikanische Festland nach Holyoke, Massachusetts. Seit der Trennung seiner Eltern, hat Rivera-Ortiz seine Mutter nicht mehr gesehen. Bei seinem Umzug in die Vereinigten Staaten sprach Rivera-Ortiz kein Wort Englisch, schloss aber 1995 „cum laude“ mit dem Lizenziat in Englisch am Nazareth College ab und erhielt 1998 einen Master's Degree der Columbia University Graduate School of Journalism. Anschließend arbeitete er als Journalist für Zeitungen und Zeitschriften (unter anderem Elle und für die Rochester Tageszeitung Democrat and Chronicle). Schon bald wandte er sich dem Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie zu. Seit 2000 arbeitet er als freischaffender Fotograf mit einem Augenmerk auf sozialkritische Themen. Rivera-Ortiz lebt wechselweise in Rochester, New York City und Zürich.

Werk

Datei:MRO Cuba Harvest 01.jpg
Tabak-Ernte, Valle de Viñales, Kuba 2002
Datei:Bolivia Altiplano 2004.jpg
Widow Of The Mines, Potosí, Bolivia 2004
Datei:MRO Yamuna River Delhi 2005.jpg
City Dump, Yamuna River Slum, Delhi, India 2005

Rivera-Ortiz gehört zu den sozial engagierten Fotografen in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie. Er ist bekannt für seine Dokumentationen der Lebensverhältnisse von Menschen in der Dritten Welt.<ref name="ebtrust" /> Im Vordergrund stehen bei ihm menschliche Themen und das humanistische Anliegen, in einer klaren, direkten Bildsprache Reportagen über sozial benachteiligte Gruppen zu liefern. Er lehnt hierbei den „reißerischen“ Fotojournalismus ab und vermeidet eine prätentiöse Bildsprache. Rivera-Ortiz' Bilder können den Betrachter wegen ihrer Direktheit, Einfachheit, und weil sie die Dinge so zeigen, wie sie wirklich sind, anfänglich schockieren. Der Fotograf will die abgelichteten Menschen aber nicht in ihrer Würde verletzen. Er reiht sich in die lange Galerie sozialkritischer Fotografen wie Dorothea Lange, Walker Evans oder W. Eugene Smith ein und legt stets dezent seinen „fotografischen Finger“ in die Wunden der Gesellschaft. Rivera-Ortiz' Werke sind in zahlreichen Museumssammlungen vertreten, unter anderem dem George Eastman House International Museum of Photography and Film und dem Kunstmuseum Bern.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eastmanhouse.pdf (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eastmanhouse.org</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Sammlungen im Kunstmuseum Bern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstmuseumbern.ch</ref> 2004 erhielt er den „En Foco's New Works Photography Award“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EN FOCO Photographers (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Juni 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.enfoco.org</ref> und 2007 den „Artist of the Year Award des Arts and Cultural Council for Greater Rochester“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arts & Cultural Council (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. November 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.artsrochester.org</ref>

Rivera-Ortiz dokumentierte den 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in Shanksville für die französischen Organisationen Photographie.com und 24h.com.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Manuel Rivera-Ortiz auf 24h.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.24h.com</ref>

2012 würdigte die Columbia University Graduate School of Journalism Rivera-Ortiz' Werk als eine der 50 besten Arbeiten (50 Great Stories) ehemaliger Absolventen in den letzten 100 Jahren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Columbia Journalism School (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/centennial.journalism.columbia.edu</ref>

Rivera-Ortiz setzt sich dafür ein, dass vermehrt nicht-weiße Fotografen die Lebensbedingungen in der Dritten Welt dokumentieren. Zu diesem Zweck hat er die The Manuel Rivera-Ortiz Foundation for Documentary Photography & Film gegründet.

In seinen Fotografien gelingt es Rivera-Ortiz, den scheinbaren Widerspruch zwischen dem dokumentarischen und dem künstlerischen Wert einer Fotografie aufzulösen, sodass seine Fotografien Seite an Seite mit der Kunstfotografie einen anerkannten Platz in Galerien und Museen erhalten haben.<ref name="ZoneZero">Alejandro Malo: Documentary Art. ZoneZero, abgerufen am 16. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Publikationen

  • Percepciones en Blanco & Negro – Colombia, Ediciones Adéer Lyinad 2009<ref>Fotografia Colombiana</ref>
  • Voices in first person, Simon & Schuster 2008, ISBN 1-4169-8445-3.<ref>Simon & Schuster</ref>
  • A Journey of Self-Discovery, Beitrag im Magazin Rangefinder PDF-Online
  • Christa Glennie Seychew: An Interview with Photographer Manuel Rivera-Ortiz. In: Buffalo Rising. (online)

Literatur

Weblinks

Commons: Manuel Rivera-Ortiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein