Thionylchlorid
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Thionylchlorid | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Thionylchlorid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | SOCl2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, stark lichtbrechende, erstickend riechende Flüssigkeit<ref name="roempp">Eintrag zu Thionylchlorid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 118,97 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,638 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−104,5 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
76 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
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| Löslichkeit |
teils heftige Zersetzung mit Wasser und Alkoholen<ref name="roempp" /> | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,518 (20 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 1 ml·m−3 bzw. 5 mg·m−3<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 7719-09-7 bzw. Thionylchlorid)Vorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Thionylchlorid (Trivialname) ist eine stark lichtbrechende farblose Flüssigkeit, das Dichlorid der Schwefligen Säure.
Geschichte
Thionylchlorid wurde erstmals im Jahre 1849 durch die Umsetzung von Schwefeldioxid mit Phosphorpentachlorid erhalten.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nachdem seine Eignung als Chlorierungsreagenz erkannt worden war, wurde es etwa ab 1900 im industriellen Maßstab hergestellt und verwendet.<ref name="Ullmann">H.-D. Lauss, W. Steffens: Sulfur Halides. In: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2012, doi:10.1002/14356007.a25_623.</ref>
Eigenschaften
Thionylchlorid ist eine farblose bis gelbliche, an der Luft rauchende Flüssigkeit, die sich in Wasser oder bei Erhitzung oder unter Lichteinwirkung zersetzt. Ihre Dämpfe wirken schon bei großer Verdünnung erstickend.<ref name="GESTIS" /> Die Verbindung reagiert heftig mit Wasser und Basen sowie mit einigen Alkoholen. Beim Erhitzen über 80 °C zerfällt es in Schwefeldioxid, Chlor und Dischwefeldichlorid,<ref>Thionylchlorid (7719-09-7), Universität Münster, abgerufen am 4. November 2014.</ref> gemäß der Gleichung:
- <math>\mathrm{4 \ SOCl_2 \ \longrightarrow \ 2 \ SO_2 + S_2Cl_2 + 3 \ Cl_2}</math>
Bei der Reaktion mit Wasser bilden sich Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid:<ref name="GESTIS" />
- <math>\mathrm{SOCl_{2(l)} + H_2O_{(l)} \ \longrightarrow \ 2 \ HCl_{(g)} + SO_{2(g)}}</math>
Herstellung
Thionylchlorid wird im Labor durch Einleiten von Schwefeltrioxid in Schwefeldichlorid oder durch Überleiten von Schwefeldioxid über Phosphorpentachlorid hergestellt:<ref>G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry. 2. Auflage. vol. 1, Academic Press, 1963, S. 382–383.</ref>
- <math>\mathrm{SCl_2 + SO_3 \ \longrightarrow SOCl_2 + SO_2}</math>
- <math>\mathrm{PCl_5 + SO_2 \ \longrightarrow POCl_3 + SOCl_2}</math>
Verwendung
- In Lithium-Thionylchlorid-Batterien als Lösungsmittel und Elektrolyt
- Industriell wird Thionylchlorid zur Herstellung folgender Substanzen verwendet:
- aromatische Sulfonsäurechloride
- Carbonsäurechloride aus Carbonsäuren:
<math>\mathrm{R{-}COOH + SOCl_2 \ \longrightarrow \ R{-}CO{-}Cl + SO_2 + HCl}</math> - Alkylchloride aus aliphatischen Alkoholen:
<math>\mathrm{R{-}OH + SOCl_2 \ \longrightarrow \ R{-}Cl + SO_2 + HCl}</math>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Ätzender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
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- Schweflige-Säure-Verbindung
- Säurechlorid
- Schwefel-Halogen-Verbindung