Ansuz
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Ansuz
Ansuz (ᚨ) ist die vierte Rune des älteren Futhark und des altnordischen Runenalphabets<ref name="Düwel">Klaus Düwel: Runenkunde (= Sammlung Metzler. Bd. 72). 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-476-13072-X.</ref> mit dem Lautwert a. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Ase“. Er erscheint in den Runengedichten als altnordisch ōss, altenglisch ōs bzw. gotisch aza.<ref name="TITUS">Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien</ref>
Lautwert
Im jüngeren Futhark wandelte sich der Lautwert zu /o/, was sich auch in den Runengedichten widerspiegelt.<ref name="TITUS" /> Möglicherweise lag er ursprünglich zwischen /a/ und /o/.
Die Transkription erfolgt üblicherweise durch den lateinischen Buchstaben a bzw. im jüngeren Futhark durch ą.
Varianten
Das angelsächsische Futhorc verwendet neben Ós (ᚩ) mit dem Lautwert /o/ an der alten Position zwei zusätzliche, von Ansuz abgeleitete Runen, nämlich Ác<ref>„Eiche“</ref> (ᚪ) mit dem Lautwert /a/ sowie Æsc<ref>„Esche“</ref> (ᚫ) mit dem Lautwert /æ/.
Zeichenkodierung
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Fehu Aett: Fehu ᚠ · Uruz ᚢ · Thurisaz ᚦ · Ansuz ᚨ · Raidho ᚱ · Kenaz ᚲ · Gebo ᚷ · Wunjo ᚹ
Hagal Aett: Hagalaz ᚺ · Naudiz ᚾ · Isa ᛁ · Jera ᛃ · Ihwa ᛇ · Perthro ᛈ · Elhaz ᛉ · Sowilo ᛊ
Tiwaz Aett: Tiwaz ᛏ · Berkano ᛒ · Ehwaz ᛖ · Mannaz ᛗ · Laguz ᛚ · Ingwaz ᛜ · Dagaz ᛞ · Othala ᛟ Vorlage:Klappleiste/Ende