Tetenhusener Moor
NSG Tetenhusener Moor
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Tetenhusener Moor | ||||||
| Lage | Gemeinde Tetenhusen, Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein, Deutschland | |||||
| Fläche | 205 ha | |||||
| WDPA-ID | {{#property:p809}} | |||||
| Natura-2000-ID | DE1622391 | |||||
| FFH-Gebiet | 305,69 ha | |||||
| Geographische Lage | 54° 19′ N, 9° 29′ O
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dim= | globe= | name=NSG Tetenhusener Moor | region=DE-SH | type=forest
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| Einrichtungsdatum | {{#property:p571}} | |||||
| Rechtsgrundlage | VO über das Naturschutzgebiet “Tetenhusener Moor”, Kreis Schleswig Reg.Amtsbl, S. 128, v. 3. März 1932 | |||||
Das Naturschutzgebiet Tetenhusener Moor liegt in der Gemeinde Tetenhusen im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Es befindet sich nordwestlich von Rendsburg in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge. Das Moor umfasst heute eine Fläche von 205 ha.<ref name=":1" />
Geschichte
Ein Teil des Gebietes wurde schon 1928, das gesamte heutige Gebiet 1932 unter Schutz<ref>VO über das Naturschutzgebiet “Tetenhusener Moor”, Kreis Schleswig. In: Reg.Amtsbl, S. 128. Landesportal Schleswig-Holstein, 3. März 1932, abgerufen am 14. März 2020.</ref> gestellt und ist mittlerweile – als Bestandteil des größeren FFH-Gebiets DE-1622-391<ref>1622-391 Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung (FFH-Gebiet). In: Steckbriefe der Natura 2000 Gebiete. Bundesamt für Naturschutz, 15. Februar 2020, abgerufen am 11. März 2020.</ref> Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung – Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.<ref>2008/23/EG: Entscheidung der Kommission vom 12. November 2007 gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Verabschiedung einer ersten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der atlantischen biogeografischen Region (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 5396) Vorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. 12. November 2007.</ref> Die Gebietsbetreuung erfolgt durch den Landesforst Schleswig-Holstein Försterei Kropp. Im April 2016 wurde von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im Auftrag des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) der erste Managementplan für das FFH-Teilgebiet „Tetenhusener Moor“ des FFH-Gebietes „Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung“ veröffentlicht.<ref name=":0">[%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/public/natura/pdf/mplan_inet/1622-391/tgtetenhusenermoor/1622-391Mplan_TGTetenhusenerMoor_Text.pdf Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet DE-1622-391 „Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung“.] (PDF; 2129 kB) für das Teilgebiet „Tetenhusener Moor“. In: Landesportal Schleswig-Holstein. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, 14. März 2018, abgerufen am 5. Mai 2020.</ref> Beim Tetenhusener Moor handelt es sich um ein atlantisches Hochmoor, beziehungsweise ein Hochmoor, das in der Nacheiszeit, als das Klima warm und regenreich war, entstanden ist. Typischerweise wird es ausschließlich von nährstoffarmem Regenwasser gespeist. Trotz des Status als Naturschutzgebiet wurde das Moor 1941 als Übungsgelände der Luftwaffe verwendet, ab 1945 sogar das maschinelle Abtorfen genehmigt. So wurden in den folgenden Jahren etwa 43 ha Torf abgebaut.<ref>Julie Bewersdorff: [%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/nuis/upool/gesamt/bis_faltblaetter/5901_tetenhusener_moor.pdf Tetenhusener Moor.] (PDF) Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, abgerufen am 12. März 2020.</ref> Die dafür nötige Trockenlegung hat die Vegetation im Tetenhusener Moor stark verändert.
Zwischen den Jahren 1987 und 1995 wurden umfangreiche Maßnahmen, wie Aufstauung, Abholzung von Birkenbeständen und das Abschieben von Pfeifengrasflächen zur Renaturierung und der dauerhaften Erhaltung des Ökosystems Tetenhusener Moor durchgeführt.<ref>1622-391 Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung. (FFH-Gebiet) Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 12. März 2020. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2023. Suche im Internet Archive ) (siehe dazu die Disk "BfN hat umstrukturiert...")</ref> Zur Erhaltung der Flächen werden Moorschnucken eingesetzt, die einer Verwaldung des Gebietes entgegenwirken.
Tiere und Pflanzen
In den regenerierten Gebieten findet sich heute eine typische Hochmoorvegetation mit den Vertretern Torfmoos, Wollgras, Moosbeere, Glockenheide und Sonnentau. Zahlreiche Vogelarten wie Großer Brachvogel, Kranich und Trauerseeschwalbe nutzen das Moor als Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet.<ref>[%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/public/natura/pdf/mplan_inet/1622-391/tgtetenhusenermoor/1622-391Mplan_TGTetenhusenerMoor_Karte_Brutvoegel.pdf Managementplan FFH-Gebiet DE 1622-391 „Moore der Eider-Treene-Sorge Niederung“ und das EU-Vogelschutzgebiet 1622-493 „Eider-Treene-Sorge Niederung“ – Teilgebiet „Tetenhusener Moor“.] (PDF; 2252 kB) Karte 2c – Brutvögel 2012 -. In: Landesportal Schleswig-Holstein. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, 15. November 2017, abgerufen am 5. Mai 2020.</ref> Das NSG „Tetenhusener Moor“ ist Teilgebiet des EU-Vogelschutzgebietes DE-1622-493 „Eider-Treene-Sorge-Niederung“.<ref name=":1">[%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/public/natura/pdf/mplan_inet/1622-391/tgtetenhusenermoor/1622-391Mplan_TGTetenhusenerMoor_Text.pdf#page=22 Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet DE-1622-391 „Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung“ und das EU Vogelschutzgebiet DE-1622-493 „Eider-Treene-Sorge-Niederung“ jeweils Teilgebiet „Tetenhusener Moor“.] (PDF; 2129 kB) Abbildung 8: Regionales Umfeld des Teilgebietes „Tetenhusener Moor“. In: Landesportal Schleswig-Holstein. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, 14. März 2018, S. 22, abgerufen am 7. Mai 2020.</ref> Der Managementplan für das FFH-Teilgebiet „Tetenhusener Moor“ des FFH-Gebietes DE-1622-391 „Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung“ enthält auch die Maßnahmen für das Teilgebiet „Tetenhusener Moor“ des EU-Vogelschutzgebietes DE-1622-493 „Eider-Treene-Sorge-Niederung“.<ref>[%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/public/natura/pdf/mplan_inet/1622-391/tgtetenhusenermoor/1622-391Mplan_TGTetenhusenerMoor_Text.pdf#page=58 Managementplan „Tetenhusener Moor“.] (PDF; 2129 kB) Anlage 5: Erhaltungsziele für Vogelschutzgebiet DE1622-493 „Eider-TreeneSorge-Niederung“ (Amtsblatt Schleswig-Holstein Nr. 51 vom 28. November 2008, S. 1126 ff.). In: Landesportal Schleswig-Holstein. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, 4. März 2018, S. 58–61, abgerufen am 6. Mai 2020.</ref>
Erreichbarkeit
Ein Weg führt von der Landstraße zwischen den Orten Meggerdorf und Alt Bennebek über die Brücke am Umleitungsdeich über die Sorge, ein weiterer führt von Norden aus Alt Bennebek in das Gebiet. Des Weiteren verläuft der Eider-Treene-Sorge-Radweg am Rande des Gebietes entlang. Der von der Försterei Kropp aufgestellte Beobachtungsturm ist abgebrannt, nur noch die Fundamente sind erhalten.
Weblinks
- Tetenhusener Moor, Broschüre des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (PDF-Datei; 1,6 MB)
Einzelnachweise
<references />
Alte Sorge-Schleife | Düne am Rimmelsberg | Düne am Treßsee | Eichenkratt und Kiesgrube südlich Böxlund | Esprehmer Moor | Fröruper Berge | Fröslev-Jardelunder Moor | Geltinger Birk | Haithabu-Dannewerk | Halbinsel Holnis | Hechtmoor | Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten | Hornholzer Höhen | Lundtop | Os bei Süderbrarup | Pobüller Bauernholz | Pugumer See und Umgebung | Reesholm/Schlei | Tal der Langballigau | Tetenhusener Moor | Schleimündung Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Schutzgebiet der IUCN-Kategorie IV
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- Schutzgebietsgründung 1932