Zum Inhalt springen

Fuju-Fuse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Juli 2018 um 14:53 Uhr durch imported>Aka (Literatur: Halbgeviertstrich).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Fuju-Fuse (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist die Bezeichnung für eine Untergruppierung im Nichiren-Buddhismus (Ursprünglich der Nichiren-shū zugerechnet). Fuju-Fuse bedeutet übersetzt „kein Geben, kein Nehmen“, und bezieht sich auf das mitunter zwiespältige Verhältnis von Nichiren-Buddhisten und dem japanischen Staat.

Viele Nichiren-Tempel weigerten sich im Laufe ihrer Geschichte sich den für das Wohlergehen des Staates verordneten Gebeten anzuschließen. Unter dem Ashikaga-Shogunat (1338–1573) wurde Nichiren-Buddhisten bis in das Jahr 1595 eine gewisse Ausnahme gewährt und gemäß dem Fuju-Fuse-Prinzip unterstützen sie den Staat weder geistlich noch verwaltungstechnisch (Tempel in Japan waren jahrhundertelang auch mit verwaltungstechnischen Aufgaben betraut) und erfuhren ihrerseits keine Unterstützung vom Staat. Immer wieder jedoch wurden einige Nichiren-Priester für ihre Haltung gegenüber der Regierung bzw. dem Shogunat verfolgt.

Zu Beginn der Edo-Zeit (1603–1868) änderten sich die politischen Umstände und der Druck von staatlichen Stellen nahm zu. Teile der Nichiren-Tempel gaben diesem Druck nach, andere wie Nichiō, Oberpriester des Tempels Myōkaku-ji in Kyōto, blieben in ihrer Haltung unnachgiebig<ref>Daniel B. Montgomery: Fire in The Lotus. Mandala, London 1991, ISBN 1-85274-091-4, S. 164–166.</ref>. Daraufhin wurde die Fuju-Fuse Schule im Jahre 1669 verboten.<ref>Tamamuro Fumio, "Local Society and the Temple-Parishioner Relationship within the Bakufu’s Governance Structure", Japanese Journal of Religious Studies 28/3-4 (2001), p. 265 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Digitalisat (Memento vom 29. Oktober 2005 im Internet Archive) (PDF; 219 kB)</ref> Tempel, bzw. deren Anhänger, die am Fuju-Fuse-Prinzip festhielten mussten in der Folgezeit mit Verbannung und sogar Hinrichtung rechnen.

Erst im Zuge der Meiji-Restauration im Jahre 1878 konnten sich die Nichiren-Buddhisten, die dem Fuju-Fuse-Prinzip folgten, wieder uneingeschränkt in der Öffentlichkeit zu ihrem Glauben bekennen. Die Fuju-Fuse unterteilt sich hierbei in zwei Hauptrichtungen:

  • Fuju-Fuse Nichiren Kōmon-shū ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • Nichiren-shū Fuju-Fuse-ha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Hunter, Jeffrey Robert, "The Fuju Fuse Controversy In Nichiren Buddhism: The Debate between Busshoin Nichio and Jakushoin Nichiken", Ph.D. dissertation, University of Wisconsin-Madison 1989.
  • Matsunaga, Alicia and Daigan. "Foundation of Japanese Buddhism", vol. 2: The Mass Movement. Los Angeles and Tokyo: Buddhist Books International, 1976, pp. 169–181.

Weblinks