Arnbuch
Arnbuch Stadt Beilngries
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(90)&title=Arnbuch 48° 58′ N, 11° 32′ O
{{#coordinates:48,974444444444|11,533333333333|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Arnbuch | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 486 (483–504) m | |||||
| Einwohner: | 90 (31. Dez. 2020)<ref>Einwohnerzahl Arnbuch. 31. Dezember 2020, abgerufen am 3. Februar 2020.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 92339 | |||||
| Vorwahl: | 08461 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Arnbuch ist ein Ortsteil der Stadt Beilngries im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.
Lage
Das Kirchdorf liegt südlich des Altmühltales auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb im Naturpark Altmühltal westlich der B 299. Verbindungsstraßen führen nach Wolfsbuch und Kirchbuch.
Geschichte
Vermutlich bedeutet der Ortsname „Waldlage (=„buch“) mit Auerochsen“.<ref>Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 45 (1930), S. 84</ref>
Nachrichten von Arnbuch setzen im 14. Jahrhundert ein. 1304 verkauften Ulrich und Khunegundt von Stein das Gericht und das Dorf „Aurenbuch“ mit Untertanen und Gut an Heinrich von Töging und seinen Erben. Es muss aber zu einem Rückkauf gekommen sein, denn laut Urkunden des Klosters Schamhaupten von 1379 bis 1485 gehört der Ort wieder zur Herrschaft Altmannstein. Das Kloster hatte in dieser Zeit teils durch Kauf, teils durch Schenkungen Besitz in „Auerpuech.“ 1380 hatte auch das Kloster Plankstetten einige Güter im Dorf erworben.<ref>Dieser Abschnitt nach Franz Xaver Mayer: Monographien, oder topographisch-historische Ortsbeschreibungen des Landgerichtsbezirks Ritenburg in der Oberpfalz. In: Verhandlungen des historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, 2. u. 3. Heft, Regensburg 1838, S. 209f.</ref>
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Arnbuch niedergebrannt. 1665 ist der Ort in einem Rechnungsbuch des Weißen Brauhauses Kelheim als „Ärnbuech“ erwähnt.<ref>http://www.schneider-archiv.de/index.php?page=buecher.view&buch=26&ort=2077</ref> Das Wirtsgut des Dorfes unterstand 1812 bis 1819 und 1842 bis 1848 der Hofmark Schönbrunn.<ref>Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Reihe I, Heft 6 (Eichstätt). München 1959, 237</ref>
Das Dorf gehörte mit Wolfsbuch seit 1806 zum Bezirksamt Beilngries und seit 1908 zum neu gebildeten oberpfälzischen Bezirksamt (dem späteren Landkreis) Riedenburg.<ref>Bezirksamt Riedenburg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Oktober 2023; abgerufen am 22. Februar 2026.</ref> Mit der Gebietsreform in Bayern wurde Arnbuch als Gemeindeteil von Wolfsbuch am 1. Juli 1972 ein Ortsteil von Beilngries im vergrößerten nun mehr oberbayerischen Landkreis Eichstätt.<ref></ref> 2001 wurde in der Nähe der Kirche im Anschluss an das Feuerwehrhaus ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet.<ref>Eichstätter Kurier vom 3./4. Februar 2001 und vom 5. April 2001</ref>
Einwohnerentwicklung
- 1812: 129 Einwohner<ref name="ReferenceB">Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. 2. erw. Auflage, Eichstätt: Sparkasse Eichstätt 1984, S. 156</ref>
- 1831: 108 Einwohner, 19 Häuser<ref>Joseph Anton Eisenmann und Karl Friedrich Hohn: Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. 1. Band. Erlangen: Joh. Jac. Palm und Ernst Enke 1831, S. 66</ref>
- 1867: 121 Einwohner, 37 Gebäude<ref name="Ortsverzeichnis 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 688, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
- 1938: 140 Einwohner<ref name="ReferenceB" />
- 1961: 113 Einwohner, 24 Wohngebäude<ref name="Ortsverzeichnis 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 602 (Digitalisat).</ref>
- 1973: 114 Einwohner<ref name="ReferenceB" />
- 1983: 96 Einwohner<ref name="ReferenceB" />
- 2016: 84 Einwohner
Sehenswürdigkeiten
- Die Kirche St. Rupert, eine im Kern romanische Chorturmanlage mit Turm im Osten, ist eine Saalkirche mit Walmdach, die im 18. Jahrhundert barockisiert wurde, wobei der Eingang und die Fenster verändert wurden. Der quadratische Chor im Turmuntergeschoss zeigt ein nicht ursprüngliches Kreuzgewölbe, aber ein romanisches Ostfenster.<ref>Georg Hager (Hg.): Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz & Regensburg, 13. Bezirksamt Beilngries. II, Amtsgericht Riedenburg. München: R. Oldenbourg 1908, S. 24</ref> 1866 wurden die Altäre durch den Kunstmaler Detter restauriert.<ref>Eichstätter Kurier vom 13. April 1999</ref> 1885 wurde das Langhaus erweitert und der Turm erhöht.<ref name="ReferenceA" /> 1999 wurde ein neuer Altar des Künstlers Stefan Weyergraf, genannt Streit, geweiht.<ref>Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt vom 25. Juli 1999</ref> Arnbuch gehört kirchlich zusammen mit Aschbuch zur katholischen Pfarrei Kirchbuch der Diözese Eichstätt und wird seelsorgerlich von Paulushofen mitversorgt.
- Spuren einer ehemals langen Mauer und eines 2005 entdeckten Grabenwerks am westlichen Ortsrand von Arnbuch (fälschlicherweise „Schwedengraben“ genannt)<ref>Historische Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt 53 (2005), Nr. 3, S. 3</ref> sind die Reste einer kurbayerischen Landesdefensionslinie von 1702, die vor 300 Jahren das Kurfürstentum Bayern gegen Angriffe aus dem Hochstift Eichstätt schützen sollte.<ref>http://www.bodenfundforum.com/index.php?showtopic=20829</ref>
- In die Baudenkmälerliste Bayerns ist das Bauernhaus Arnbuch Nr. 8 eingetragen; es handelt sich um einen zweigeschossigen Massivbau aus dem Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem traditionellen gegendtypischen Kalkplattendach. Es zeigt eine Putzbandgliederung und Eckquaderbemalung aus jüngerer Zeit.<ref name="ReferenceA">Bayer. Landesamt für Denkmalpflege: Denkmalliste Beilngries, Baudenkmäler, Stand 17. März 2012. S. 1</ref>
- Der Ortsfriedhof an der Kirche St. Rupert wurde im Jahre 2015 im Friedhofsprojekt des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde fotografiert.<ref name="Friedhofsliste">Bayerischer Landesverein für Familienkunde: Bayerisches Friedhofsprojekt des BLF: Friedhofsliste. In: blf-friedhofsprojekt.de. 17. September 2022, abgerufen am 17. September 2022.</ref> Die Grabinschriften sind abrufbar.<ref name="BLF-Friedhofsprojekt">Bayerischer Landesverein für Familienkunde: Bayerisches Friedhofsprojekt. In: blf-online.de. Abgerufen am 17. September 2022.</ref>
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr
- Kriegerverein Wolfsbuch-Arnbuch
- Dorfgemeinschaftsverein „Arnbucha Haisl“
- PSV (Pferdesportverein) Arnbuch 8 e. V.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 26. November 2013 im Internet Archive)</ref>
Persönlichkeiten
- Augustin Spies OSB, Pater der Benediktinerabtei Plankstetten, (* 17. Juni 1908 in Arnbuch; † 18. März 1996).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pollanten im Wandel der Geschichte ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Literatur
- Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Sparkasse Eichstätt, Eichstätt 1984, S. 156.
Weblinks
- Arnbuch in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische StaatsbibliothekVorlage:Abrufdatum
Quellenangaben
<references />
Amtmannsdorf | Arnbuch | Aschbuch | Beilngries | Biberbach | Eglofsdorf | Gösselthal | Grampersdorf | Hirschberg | Irfersdorf | Kaldorf | Kevenhüll | Kirchbuch | Kottingwörth | Kottingwörthermühle | Leising | Litterzhofen | Neuzell | Oberndorf | Paulushofen | Pfenninghof | Viehstall | Wiesenhofen | Wolfsbuch