Wasser-Dickblatt
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| Wasser-Dickblatt | ||||||||||||
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| Datei:Crassula aquatica.jpg
Wasser-Dickblatt (Crassula aquatica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crassula aquatica | ||||||||||||
| (L.) Schönland |
Das Wasser-Dickblatt (Crassula aquatica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dickblatt (Crassula) innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Crassula aquatica ist eine einjährige krautige, sukkulente Pflanze. Ihre aufrechten bis aufgerichtet-kriechenden Sprossachsen sind bis 10 Zentimeter lang. Die Pflanze wird 1,8 bis 5 Zentimeter hoch.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Sprosse sind reichlich ästig und an den Knoten mit vielen Adventivwurzeln besetzt.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Laubblätter sind kreuzweise gegenständig.<ref name="HegiHuber1961" /> Sie sind bei einer Länge von 3 bis 6,5 Millimetern lineal-lanzettlich mit zugespitztem bis stumpfem oberen Ende.<ref name="HegiHuber1961" /> Sie sind waagrecht abstehend und am Grund kurzscheidig verbunden.<ref name="HegiHuber1961" />
Generative Merkmale
Aus den Knoten der Sprossachse entsteht je eine Blüte, die an einem weniger als einem Millimeter langen Blütenstiel sitzen. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 0,6 bis 0,9 Millimeter langen und 0,7 bis 0,8 Millimeter breiten Kelchblätter sind dreieckig bis stumpf und gelegentlich mit schwarzen, drüsigen Punkten besetzt. Ihre rhombisch-eiförmigen Kronblätter sind etwa zweimal so lang wie die Kelchblätter und etwa 0,8 Millimeter breit. Die 0,8 Millimeter langen Nektarschüppchen sind fadenförmig-spatelig. Die 4 Staubblätter sind kürzer als die Kronblätter.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Balgfrüchte sind eiförmig-kugelig, jede enthält 10 bis 12 Samen.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Samen sind länglich-ellipsoidisch, längsgestreift und winzig fein gerunzelt. Die Blütezeit ist Juli bis September.<ref name="HegiHuber1961" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.<ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 480.</ref>
Vorkommen
Crassula aquatica ist in Nord- und Osteuropa, im nördlichen Asien und im Nordamerikas verbreitet. In Europa hat sie ursprüngliche Vorkommen in Großbritannien, Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Russland, Lettland, Estland, Polen, Deutschland, Österreich, Tschechien und in der Slowakei. In Portugal und auf Korsika kommt die Art eingeschleppt vor, auf der Krim ist die Ursprünglichkeit zweifelhaft.<ref name="Euro+Med" />
Crassula aquatica wächst mehr oder weniger untergetaucht im Schlick der Brackwasserzone. Sie ist pflanzensoziologisch eine Art des Verbands Nanocyperion.<ref name="HegiHuber1961" /> In Mitteleuropa kommt sie nur in der Ebene und auf kalkfreier Unterlage vor.<ref name="HegiHuber1961" /> Sie hat hier heute noch Vorkommen in Dänemark, Tschechien und in Österreich im Waldviertel. Früher kam sie auch in Norddeutschland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, in Berlin-Brandenburg, bei Heidelberg und in Polen bei Kolberg vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Ökologie
Je nach Wasserstand ist der Wuchs verschieden. Im Wasser wachsende Pflanzen sind mehr oder weniger aufrecht, auf Schlamm lebende Pflanzen sind meist niederliegend.<ref name="HegiHuber1961" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung unter dem Namen (Basionym) Tillaea aquatica erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 128.<ref>Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Stockholm 1753, S. 128. eingescannt.</ref> Selmar Schönland ordnete diese Art 1891 als Crassula aquatica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Schönland der Gattung Crassula zu.<ref>Engler, Prantl: Natürlichen Pflanzenfamilien. Teil III, Abteilung 2a, S. 37. Leipzig 1891</ref> Synonyme sind Tillaeastrum aquaticum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Britton und Bulliarda aquatica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) DC.<ref name="Euro+Med" />
Nachweise
Literatur
- Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 36.
Einzelnachweise
<references> <ref name="HegiHuber1961">Gustav Hegi, Herbert Huber: Familie Saxifragaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band IV, Teil 2, Seite 124–125. Verlag Carl Hanser, München 1961.</ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Crassulaceae: Datenblatt Crassula aquatica In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Crassula. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 359.</ref> </references>
Weiterführende Literatur
- W. J. Cody: A history of Tillaea aquatica (Crassulaceae) in Canada and Alaska. In: Rhodora. Band 56, 1954, S. 96–100.