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Lehnhausen

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Lehnhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(99)&title=Lehnhausen 50° 59′ N, 8° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(99) 50° 59′ 14″ N, 8° 55′ 15″ O
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Höhe: 284 (279–297) m ü. NHN
Fläche: 13,36 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 99 (2020)<ref name="DF">Wir über uns / Daten und Zahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Gemünden (Wohra), abgerufen im September 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35285
Vorwahl: 06453
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Lehnhausen ist ein Stadtteil von Gemünden (Wohra) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographie

Der Ort Lehnhausen liegt westlich der Kernstadt Gemünden an der Straße nach Frankenberg. Er wird von der vom Nachbarort Oberholzhausen kommenden Holzbach durchflossen, die am Ortsrand von Gemünden in die Schweinfe mündet. Das Holzbachtal liegt im nordöstlichen Teil des Burgwaldes und ist auf beiden Seiten von bewaldeten Hügeln umgeben. Im Nordwesten, auf Höhe des Forsthauses, wird die Straße von der Landesstraße 3077 – Richtung Rosenthal und Sehlen – gekreuzt. Zur Gemarkung Lehnhausen gehören außerdem der nordwestlich des Forsthauses gelegene Hof Niederholzhausen und die südöstlich – Richtung Gemünden – gelegene Bernsmühle.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Lehnhausen erfolgte unter dem Namen Lehenhusen im Jahr 1231 in einer Urkunde des Klosters Haina.<ref name="lagis" /> Zu der Zeit war Lehnhausen Teil des mittelalterlichen Gerichts Bulenstrut. Dieses Gericht lag im Grenzgebiet der Grafschaften Ziegenhain und Battenberg. Wohl schon Anfang des 14. Jahrhunderts ging der Besitz des Gerichts von Ziegenhain auf das Erzstift Mainz über. Der Mainzer Erzbischof gründete 1340 die Stadt Rosenthal, der das Gericht später angegliedert wurde. Nach der Mainzer Stiftsfehde fiel der Ort 1464 als Pfandbesitz an die Landgrafen von Hessen. Mit dem Merlauer Vertrag von 1583 verzichtete Mainz auf seine Ansprüche und Lehnhausen blieb bis zu dessen Auflösung im Jahr 1821 ein Teil des hessischen Amtes Rosenthal.

Von der heute von der Edertalsperre überfluteten Ortschaft Asel wurde im Jahre 1914 die Kirche gekauft und als Schule 1915 wieder aufgebaut. 1960 wurde in Lehnhausen das erste Dorfgemeinschaftshaus im Landkreis gebaut.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurden im Zuge der hessischen Gebietsreform die bis dahin selbständigen Gemeinden Grüsen, Herbelhausen, Lehnhausen und Sehlen auf freiwilliger Basis nach Gemünden an der Wohra eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 1. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für Lehnhausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 873 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Gemünden (Wohra), archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2019.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Lehnhausen 96 Einwohner. Darunter waren 6 (6,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 30 waren zwischen 18 und 49, 33 zwischen 50 und 64 und 12 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 39 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 3 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 27 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

Lehnhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
166
1840
  
183
1846
  
188
1852
  
189
1858
  
169
1864
  
184
1871
  
164
1875
  
157
1885
  
164
1895
  
132
1905
  
125
1910
  
128
1925
  
135
1939
  
144
1946
  
224
1950
  
218
1956
  
158
1961
  
130
1967
  
113
1970
  
108
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2009
  
110
2011
  
96
2019
  
96
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Gemünden<ref name="EW" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1885: 164 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 122 evangelische (= 93,85 %), 8 katholische (= 6,15 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Lehnhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 48 und 104, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW">Einwohnerzahlen. Stadt Gemünden an der Wohra, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2021; abgerufen im Mai 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemuenden-wohra.de</ref> </references>


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