Zum Inhalt springen

Sandrose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. April 2026 um 18:10 Uhr durch imported>Ra'ike (EN im entsprechenden Abschnitt zusammengefasst und überarbeitet).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Eine Sandrose (auch Wüsten-, Baryt- oder Gipsrose) ist ein unregelmäßig geformtes Kristallgebilde, das meist aus Sandkörnern besteht, die in einem Kristall aus Gips oder Baryt eingebettet sind.

Die wasserlöslichen Gipsrosen entstehen in heißen und trockenen Wüstengebieten, also in aridem Klima. Durch schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird Grundwasser durch Kapillarkräfte nach oben gefördert. Die im Wasser gelösten Salze kristallisieren aufgrund der fortschreitenden Verdunstung aus und bilden zusammen mit dem Sand die charakteristischen, blattförmigen Strukturen. Diese findet man vornehmlich in Nordafrika in der Sahara sowie in Namibia.

Die in Wasser unlöslichen Barytrosen entstehen bei ausreichendem Vorhandensein von Barium auf eine ähnliche Weise in Sandlagern, so zum Beispiel in der Wetterau, wo sie in einigen Sandgruben gefunden werden können, etwa in Rockenberg.

Viele außergewöhnliche Sandrosen werden in der tunesischen Salzwüste Chott el Djerid in Tiefen von bis zu 50 Metern abgebaut. Dabei werden Exemplare mit einem Gewicht bis zu 6 Tonnen gefunden.<ref name="Mineralienatlas" />

Sandrosen sind bei entsprechender Lagerung haltbar und auch beliebte Sammelobjekte. Die im Sandrosen-Museum im Untertor in Büdingen ausgestellten Exponate stammen überwiegend aus der Wetterau.<ref name="Sandrosenmuseum" />

Der Entwurf des 2019 eröffneten National Museum of Qatar in Doha des französischen Architekten Jean Nouvel orientiert sich an der Kristallform der Sandrose.

Weblinks

Commons: Sandrose (Desert roses) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Mineralienatlas"> Geologisches Portrait – Konkretionen und Knollen. In: Mineralienatlas Lexikon. Geolitho Stiftung, abgerufen am 6. April 2026. </ref> <ref name="Sandrosenmuseum"> Sandrosenmuseum Büdingen. In: buedingen.info. Abgerufen am 6. April 2026. </ref> </references>