Randstad Deutschland
| Randstad Deutschland GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Randstad Logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1968 |
| Sitz | Eschborn, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung | Henri Viswat, Dr. Sebastian Göbel, Jacek Kowalak, Susanne Wißfeld |
| Mitarbeiterzahl | 32.200<ref name="datenfaktenrandstad">[1]</ref> |
| Umsatz | 1,65 Mrd. Euro<ref name="datenfaktenrandstad" /> |
| Branche | Personaldienstleistungen |
| Website | www.randstad.de |
| Stand: 2025 | |
Randstad Deutschland (ehemals Randstad Zeit-Arbeit) ist ein seit 1968 aktiver Personaldienstleister und gehört zur niederländischen Randstad N.V.
Unternehmensgeschichte
1960 gründete Fritz J. D. Goldschmeding in Amsterdam das Unternehmen Randstad – damals unter dem Gründungsnamen Uitzendbureau Amstelveen.
In Deutschland wurde das erste Büro von Randstad Zeit-Arbeit 1968 in Düsseldorf eröffnet und im selben Jahr auch ein Büro in Frankfurt am Main.<ref name=":0">Unternehmensgeschichte | Randstad. Abgerufen am 26. Mai 2025.</ref> Ein Jahr später folgten die Eröffnungen von Büros in Köln, Nürnberg, Stuttgart und München.
1988 erreichte Randstad Zeit-Arbeit die Umsatzschwelle von 100 Mio. DM (51 Mio. €). Mit der Eröffnung der Leipziger Niederlassung im Jahre 1995 war das Unternehmen erstmals auch in den neuen Bundesländern vertreten.<ref name=":0" />
1999 wies die Lünendonk Studie die Randstad Organisation für Zeit-Arbeit GmbH mit 464 Mio. DM (237 Mio. €) erstmals als Nr. 1 der Zeitarbeitsunternehmen und somit Marktführer in Deutschland aus.<ref>LÜNENDONK Consultancy + Research GbR: Zeitarbeit `99 - Strukturen und Tendenzen des Zeitarbeitsmarktes in Deutschland. Hrsg.: Gruner + Jahr. 1999, S. 8.</ref>
2000 fusionierten Randstad Zeit-Arbeit und time power zu Randstad Deutschland. 2006 übernahm die Randstad Gruppe Deutschland die Unternehmen der Bindan-Gruppe (Bremen/Halle) mit über 90 Niederlassungen. 2007 übernahm die Randstad Gruppe Deutschland das deutsche Leiharbeitsunternehmen Team BS Betriebs-Service GmbH mit 36 Niederlassungen, welches 2011 in Tempo Team umbenannt wurde. 2008 wurde der niederländische Konzern Vedior übernommen.<ref name=":0" />
2009 wurden die Unternehmen Bindan und Vedior komplett in die Randstad Gruppe Deutschland integriert. Mit der Aufnahme der GULP Information Services GmbH als Teil von Vedior in die Randstad Gruppe Deutschland nahm das Unternehmen neben Zeitarbeit, Dienst- und Werkverträgen auch Freelancing mit in das Portfolio auf. Die schon 1996 gegründete Online-Plattform gulp.de war zu Beginn eine reine Kontaktbörse, entwickelte sich dann aber zum IT-Personaldienstleister.
2008 wurde ein Zusammenschluss aus der Teccon Gesellschaft für Konstruktion und Ingenieurtechnik und der Yacht Deutschland GmbH unter dem Namen Yacht Teccon übernommen. 2012 erfolgte die Umbenennung in Randstad Professionals. Ab 2016 firmierte dieser Unternehmensteil, gemeinsam mit der bisherigen GULP Information Services GmbH als GULP Solution Services.<ref>Randstad Professionals wird GULP - GULP. Abgerufen am 15. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juli 2024 fand eine generelle Neuausrichtung der Spezialisierungen und Marken von Randstad statt. Das Unternehmen tritt seither weltweit mit diesen Marken auf: Randstad Operational, Randstad Professional, Randstad Digital, Randstad Enterprise. Für Randstad Deutschland bedeutete dies, dass die Marke Tempo-Team ab Juli 2024 in Randstad Operational überging. Die Unternehmen GULP Information Services und GULP Solution Services treten seit Juli 2024 als Randstad Professional bzw. Randstad Professional Solutions auf.<ref>Murtas: Randstad Deutschland strukturiert mit neuer Unternehmensstrategie Geschäftsfelder und Marken um. In: Luenendonk. 2. Juli 2024, abgerufen am 26. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Betriebsrat und Tarifvertrag
1970 wurden bei Randstad (damals noch Randstad Zeit-Arbeit) erstmals Betriebsräte gewählt. Seit 1998 verfügt Randstad als einziges Unternehmen in der Zeitarbeitsbranche über einen bundesweit flächendeckenden Betriebsrat.
Randstad Deutschland schloss im Jahr 2000 mit der DAG und der ÖTV einen bundesweiten Tarifvertrag für die überbetrieblichen Mitarbeiter ab, welcher ein Jahr später auf ver.di als Rechtsnachfolger der beiden oben genannten Gewerkschaften überging.<ref>Wirtschaft: Randstad hat ersten Tarifvertrag für Zeitarbeiter. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. Mai 2025]).</ref> Ein Jahr später schloss Randstad mit ver.di, als Rechtsnachfolger der beiden oben genannten Gewerkschaften, einen bundesweiten Tarifvertrag. 2003 diente dieser als Grundlage für die Entwicklung der tariflichen Neuerungen, die seit Januar 2004 in der gesamten Zeitarbeitsbranche gelten.<ref>Wirtschaft: 100 000 Zeitarbeiter arbeiten künftig nach Tarifvertrag Vereinbarung tritt 2004 in Kraft Neun verschiedene Entgeltgruppen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. Mai 2025]).</ref>
Randstad selbst hat sich in der Folge dem Branchentarifverband zwischen BZA (Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen) und DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) angeschlossen. Durch Fusionen ging der BZA erst in den BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) und letztlich in den GVP (Gesamtverband der Personaldienstleister) über. Seither gelten für Zeitarbeitnehmer bei Randstad die zwischen GVP und Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) verhandelten Tarifverträge.<ref>Tarifvertrag Zeitarbeit | Randstad. Abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>
Weiterbildung
Die Weiterbildung innerhalb des Unternehmens unterliegt der Randstad Akademie. Laut unternehmenseigener Angabe sind die Ziele dabei:<ref>Randstad Akademie auf randstad.de, abgerufen am 9. März 2010.</ref>
- Erkennen von Markttrends und Entwicklung innovativer, arbeitsmarktnaher Qualifizierungen
- Ausbau der bedarfsorientierten und zielgruppenspezifischen Aus- und Weiterbildung
- Aktive Unterstützung bei der Aufrechterhaltung und Aktualisierung von Qualifikationen und Kenntnissen der Randstad-Mitarbeiter
- Koordination und zentrale Steuerung aller Aktivitäten im Bereich Aus- und Weiterbildung
Gesellschaftliches Engagement
Randstad betätigt sich im Bereich Corporate Social Responsibility. Nach eigenen Aussagen engagiert sich das Unternehmen in Vereinen und Verbänden, die Diversität<ref>partner for talent. partner for pride. In: Pride Day Germany. Abgerufen am 14. August 2025.</ref>, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit und Integration in den Arbeitsmarkt fördern. Randstad unterstützt das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeitenden und hat einen Sozialfonds eingerichtet, der Mitarbeitenden in persönlichen Notlagen finanzielle Unterstützungsleistungen unterbreitet.<ref>Nachhaltigkeit | Randstad. Abgerufen am 14. August 2025.</ref>
Randstad ist gelistet im Dow Jones Sustainability Index, der die führenden börsennotierten Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit jeder Branche beinhaltet.<ref>Dow Jones Sustainability World Index 2024. S&P Global Switzerland SA, 23. Dezember 2024, abgerufen am 14. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Randstad ist Mitglied der Initiative Science Based Targets und hat sich weltweit verpflichtet, bis 2050 NetZero zu erlangen. In Deutschland soll dieses Ziel bis 2038 realisiert werden.<ref>Umweltschutz und Klimaneutralität | Randstad. Abgerufen am 14. August 2025.</ref>
Im Jahr 2005 hat das Unternehmen die Randstad Stiftung gegründet, die sich nach eigenen Angaben schwerpunktmäßig „fördernd für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Lern- und Arbeitswelt in Deutschland“ einsetzt.<ref>Randstad Stiftung. In: Deutsches Stiftungszentrum. Abgerufen am 1. November 2018.</ref> Im Jahr 2025 wurde angekündigt, dass die Stiftung ihre Arbeit einstellt.<ref>Keine weiteren Förderanträge in 2025. Abgerufen am 14. August 2025.</ref>
Kontroversen
Im Jahr 2011 wurde Randstad in der Sendung Monitor (ARD) vom 24. November<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Randstad ( vom 27. November 2011 im Internet Archive) in der Sendung „Monitor“, wdr.de</ref> für den Umgang mit Arbeitszeitkonten kritisiert. Randstad habe damals, entgegen dem § 11 Abs. 4 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz<ref>§ 11 Abs. 4 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG</ref>, das Risiko einsatzfreier Zeiten auf Mitarbeiter abgewälzt.
Randstad wird als Marktführer medial regelmäßig genannt, im Zusammenhang mit Kritik Leiharbeitsunternehmen allgemein. Diese kommt etwa von Erwerbsloseninitiativen und Gewerkschaften. Auch der Vorwurf des Poolings wird gegenüber Randstad geäußert. Pooling ist das Sammeln von Bewerberprofilen, ohne konkrete Stellenangebote zu haben. Dies wird vor allem von Datenschutzbeauftragten kritisiert.
Der Name Randstad taucht regelmäßig im Zusammenhang mit Phishing und Betrugsversuchen auf. Kriminelle missbrauchen dabei den Namen des Unternehmens um, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, an Daten oder Geld der Opfer zu kommen.<ref>Warnung vor Betrugsversuchen | Randstad. Abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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