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Blackhammer

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Koordinaten: 59° 7′ 53″ N, 3° 1′ 31″ W

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Das Passage Tomb von Blackhammer ist eine Megalithanlage vom Typ Stalled Cairn im Süden der Orkneyinsel Rousay in Schottland.

Lage

Blackhammer liegt nur wenige Meter von Taversoe Tuick entfernt, auf einer kleinen Terrasse am Steilhang oberhalb der Straße am Wyre Sound. In der Nähe liegen der Knowe of Ramsay, Knowe of Lairo und die Megalithanlagen von Midhowe Cairn und Taversoe Tuick. Das Denkmal ist nach einem Hof benannt, der sich oberhalb des Grabes befand<ref>J. Graham Callander, Walter G. Grant: Long stalled cairn at Blackhammer, Rousay, Orkney. In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland. Bd. 71, 1936/1937, S. 297–308, hier S. 308.</ref>.

Aufbau

Datei:Rousay Blackhammer Chambered Cairn 04.jpg
Blackhammer mit moderner Betonabdeckung
Datei:Taversöe Tuick Chambered Cairn, Rousay (exterior).jpg
Blackhammer

Die 1936 von Walter Gordon Grant (1886–1947) untersuchte rechteckige Anlage ist 13 m lang. Der Hügel besteht aus Trockenmauerwerk. Die Steinplattenverblendung der Außenseite wurde in schrägen Lagen verlegt, die Muster aus alternierenden strichgefüllten Dreiecken bilden. Die Ausgräber vergleichen dies mit der Verzierung der Unstan Ware<ref>J. Graham Callander, Walter G. Grant: Long stalled cairn at Blackhammer, Rousay, Orkney. In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland. Bd. 71, 1936/1937, S. 297–308, hier S. 298.</ref>. Dies kommt in ähnlicher Form auch im Galeriegrab von Midhowe und am Knowe of Yarso vor. Der Zugang an der Schmalseiten wurde blockiert, als die Anlage aufgegeben wurde. Der Innenraum ist mittels paarweise aufgestellter Steinplatten in sieben Abteile (engl. stalls) gegliedert, wobei aber vier Trennplatten fehlen<ref>Vorlage:Canmore</ref>.

Da die Decksteine abgetragen und die Seitenwände nur bis zu einer Höhe von 1,0–1,3 m erhalten waren, wurde nach der Restaurierung ein modernes Betondach errichtet. Der Zugang zum Innenraum erfolgt heute über eine Leiter durch eine Luke im Dach, das einige Fenster hat, um das Innere zu beleuchten. Das Grab wurde etwa 3000 v. Chr. erbaut.

Funde

In der Kammer wurden die Überreste zweier Männern gefunden. Ein Skelett lag im westlichen Abteil, das andere im Eingangsbereich. Während Skelett 2 weitgehend vollständig war, bis auf den oberen Teil des Schädels und je einen Oberschenkel und Oberarm sind von Skelett 1 nur der Schädel und der obere Unterleibsbereich (Pelvis und Tibiae) erhalten. Dass die Kammer die Überreste nur zweier Menschen enthielt, könnte anzeigen, dass sie regelmäßig, oder für Nachnutzungen durch andere Kulturträger ausgeräumt wurde<ref>https://www.historicenvironment.scot/visit-a-place/places/blackhammer-chambered-cairn/history/</ref>. In der Füllung der Kammer wurden Knochen von vor allem Rindern und Schafen, wenigen Hirschen<ref>James T. Morris: Red Deer’s Role in Social Expression on the Isles of Scotland. In: Aleksander Pluskowski (Hrsg.): Just skin and bones? New perspectives on human-animal relations in the historical past (= BAR. International series. 1410). Archaeopress, Oxford 2005, ISBN 1-8417-1853-X, S. 9–18, hier S. 10; Margery I. Platt: Report on the animal bones. In: J. Graham Callander, Walter G. Grant: Long stalled cairn at Blackhammer, Rousay, Orkney. In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland. Bd. 71, 1936/1937, S. 297–308, hier S. 306–308.</ref> sowie Gänsen, Kormoranen und Tölpeln gefunden<ref>Ronald Hutton: Pagan Britain. Yale University Press, New Haven CT u. a. 2013, ISBN 978-0-300-19771-6, S. 90.</ref>. Die Knochen waren meist mit Schutt vermischt und im östlichen Ende der Kammer am häufigsten<ref>J. Graham Callander, Walter G. Grant: Long stalled cairn at Blackhammer, Rousay, Orkney. In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland. Bd. 71, 1936/1937, S. 297–308, hier S. 303.</ref>. Viele der Tierknochen sind kalziniert, auch einige Feuersteine zeigen Brandspuren<ref>National Museum of Scotland, X.EO 608.</ref>.

Es wurden Werkzeuge aus Feuer- oder Felsgestein, darunter vier Kratzer aus braunem, gelben und grauem Feuerstein<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. November 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nms.ac.uk</ref>, die Reste einer Schüssel der Unstan Ware und ein plankonvexes Messer aus Feuerstein gefunden, das typisch für das britische Spätneolithikum ist. Parallelen fanden sich im Midhowe Cairn, aber auch im Galeriegrab Torrylin auf der Isle of Arran und in Megalithanlagen mit gehörntem Vorhof wie Audleystown, County Down und Rossinure Beg im County Fermanagh<ref>Edward M. Jope, Henriette M. Jope: Four Recently Discovered Bronze Age Burial Groups. In: Ulster Journal of Archaeology. Series 3, Bd. 15, 1952, ISSN 0082-7355, S. 61–70, hier S. 64, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).</ref>. In der Sammlung des National Museum of Scotland in Edinburgh befindet sich auch eine Knochennadel von diesem Fundort<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. November 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nms.ac.uk, X.EO 612</ref>.

Literatur

  • J. Graham Callander, Walter G. Grant: Long stalled cairn at Blackhammer, Rousay, Orkney. In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland. Bd. 71, 1936/1937, ISSN 0081-1564, S. 297–308.
  • Anna Ritchie: Orkney and Shetland (= Exploring Scotland's Heritage.). Published for Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Scotland by HMSO, Edinburgh 1985, ISBN 0-11-492458-9.

Weblinks

Commons: Blackhammer Chambered Cairn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />