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Walther Witting

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Datei:Walther Witting - Die Marktfrau.jpg
Die Marktfrau
Datei:Evan Evans.jpg
Walther Witting, Evan Evans, Ölgemälde im Seitenschiff der Kirche zu Geyer
Datei:Schleswig-Holstein, Meldorf, Dithmarscher Landesmuseum NIK 1968 .jpg
Porträt von Carsten Niebuhr seiner Frau Christiane Sophie (1908)
aus dem Dithmarscher Landesmuseum

Walther Günther Julian Witting (* 21. September 1864 in Dresden; † 21. April 1940 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Witting besuchte bis 1883 die Kreuzschule, trat dann in die Dresdner Akademie ein, war dort bis 1886 Schüler von Leon Pohle und Friedrich Preller d. J., später auf der Kunstschule in Weimar bei Max Thedy. Er lebte und lehrte in Wiesbaden, unternahm Reisen nach Frankreich, Belgien, Niederlande, Italien<ref>1894 in der Casa Baldi, Rom: Friedrich Noack: Schedarium der Künstler in Rom Digitalisierung der Bibliotheca Hertziana</ref> und ließ sich dann ständig in seiner Geburtsstadt Dresden im Ortsteil Blasewitz nieder. Er malte Bildnisse, Landschaften und Genrebilder.

Er war 43 Jahre hindurch Vorsitzender der von ihm mitbegründeten Renten- und Pensionsanstalt für deutsche bildende Künstler, Gründungsmitglied der Deutschen Kunstgesellschaft, 10 Jahre Vorsitzender der Dresdner Kunstgenossenschaft. Für seinen Einsatz im Ersten Weltkrieg wurden ihm verschiedene Orden verliehen, er trug zuletzt den Titel Königlich Sächsischer Hofrat.

Familie

Walther Günther Julian Wittig war der Sohn des Komponisten und Musikdirektors Carl Witting und der Malerin Minna Japha. 1895 heiratete Witting die Tochter Elina (Rufname: Ina) von Friedrich Preller d. J.<ref>Max Jordan: Friedrich Preller: Tagebücher des Künstlers. Vereinigte Kunstanstalten, München-Kaufbeuren 1904, S. 241.</ref><ref>Reinhold Heling: Altpreußische Geschlechterkunde, 31. Jahrgang, Band 14, 1983, Aus dem Nachlass Quassowski, 7. Schreiner aus Ostpreußen. In: Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V., Sitz Hamburg (Hrsg.): Blätter des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen. ISSN 0344-5593, S. 292 (hier mit Vornamen Eline aufgeführt).</ref> Der Mathematiker Alexander Witting (1861–1946) war sein Bruder.

Leistungen

Im Jahr 1890 wurde eine seiner Arbeiten in einer Ausstellung im Crystal Palace in London mit der „Great Silver Medal“ gewürdigt.<ref>Galerie Boris Wilnitsky, aus der Künstlerbiographie von Walther Witting, Stand: 8. November 2009.</ref>

Im Jahr 1900 gewann er den 1. Preis zur malerischen Ausgestaltung des Rathaussaals in Radebeul, das Bild entstand 1902. Das von der Hermann-Stiftung zu Dresden gespendete, 12,3 m mal 2,34 m große Wandgemälde mit dem Titel „Die Entrichtung von Gefällen in Radebeul an Abgesandte des Domstifts Meißen um 1520“<ref>Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9, S. 162–163.</ref> porträtiert zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens und ist noch heute zu besichtigen.<ref>Prof. Karl Hoffacker, Zürich (Hrsg.): Kunstgewerbeblatt 12. Jahrgang, Seite 177 (Online).</ref><ref>Gudrun Täubert: Kunst im Öffentlichen Raum der Stadt Radebeul. In: verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul (Hrsg.): Beiträge zur Stadtkultur der Stadt Radebeul. Radebeul 2002 (Onlineversion der Objektliste [abgerufen am 8. November 2009]).</ref><ref name="fotothek" />

Für die St. Laurentiuskirche in Geyer malte er ein Altarbild.<ref>Wo Geschichte lebendig wird. Prager Zeitung online, 20. August 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2005; abgerufen am 8. Dezember 2017 (original URL führt heute auf anderen Inhalt).</ref>

Witting schuf Porträts, u. a. von

Für Karl Gjellerup schuf er Illustrationen zu dessen Werk Die Opferfeuer: Ein Legenden-Stück (1903).<ref>www.encyclopedia.com</ref>

In Dresden befinden sich Arbeiten von ihm im Stadtmuseum, im Albertinum und im Kupferstichkabinett.

Zum 100. Geburtstag von Friedrich Preller d. Ä. (1904) stellte er „Künstlerisches aus Briefen Friedrich Prellers des Älteren“ zusammen.<ref>Walther Witting (Hrsg.): "Künstlerisches aus Briefen Friedrich Prellers des Älteren". Hermann Böhlaus Nachf., Weimar 1903.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Walther Witting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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