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Lars Weisbrod

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. April 2026 um 13:36 Uhr durch imported>Eugénie Pellissier (Matthes & Seitz Berlin) (Der Verlag ist Matthes & Seitz Berlin und nicht nur Matthes & Seitz (nur M&S ist ein anderer Verlag)).
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Lars Weisbrod (* 1985 in Bremen) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Leben

Weisbrod wuchs als Sohn einer alleinerziehenden Reiseverkehrskauffrau in Eitelborn im Westerwald<ref>EXOT #2, S. 103</ref> auf.<ref>Wie die Universität mich enttäuscht hat. Aber meine Mutter nicht. 29. August 2008, abgerufen am 4. August 2020.</ref><ref>Klassenfragen stellen: Being Arbeiterkind. In: Die Tageszeitung: taz. 2. Februar 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. Februar 2021]).</ref> Nach dem Abitur am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz studierte er Philosophie, Germanistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Universität Köln. Am Munich Center for Mathematical Philosophy begann er ein Promotionsprojekt zu sozialer Erkenntnistheorie mit dem Arbeitstitel A non-skeptical conformism, das er jedoch abbrach.<ref>https://www.mcmp.philosophie.uni-muenchen.de/about/history/avhannualreport2012.pdf</ref><ref>Der 35. Lehrgang. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2018; abgerufen am 22. November 2017.</ref><ref>Ist die Wirklichkeit nur eine Erfindung alter weißer Männer? Abgerufen am 8. September 2020.</ref><ref>Buchmesse Frankfurt: Lars Weisbrod. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref> 2014 absolvierte er den 35. Lehrgang der Henri-Nannen-Schule.

Weisbrod trat als Poetry Slammer unter anderem in der WDR-Sendung Poetry Slam mit Jörg Thadeusz auf,<ref>Programm ARD.de. ARD-Play-Out-Center Potsdam: Poetry Slam. Abgerufen am 26. Mai 2021.</ref> veröffentlichte Texte in Zeitschriften und zwei Bücher.<ref>Humorkritik (8) | Mai 2006 | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin. Abgerufen am 22. April 2019.</ref> Er schrieb unter anderem für das Weblog Riesenmaschine, die Süddeutsche Zeitung, Jetzt und für Neon. Seit 2015 ist er Redakteur im Feuilleton der Zeit<ref>Lars Weisbrod Redakteur im Ressort Feuilleton, DIE ZEIT. Abgerufen am 22. November 2017.</ref>, außerdem schrieb er für das amerikanische Magazin New York. 2017<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nominierungen 2017 (Memento vom 23. Dezember 2019 im Internet Archive)</ref> und 2019<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nominierungen 2019 (Memento vom 25. November 2019 im Internet Archive)</ref> war er für den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie „Beste Kulturkritik“ nominiert, 2022 für den Deutschen Journalistenpreis in der Kategorie „Vermögensverwaltung“.<ref>Deutscher Journalistenpreis. Abgerufen am 16. November 2023.</ref> 2019 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin. Seit Juli 2020 moderiert Weisbrod gemeinsam mit Ijoma Mangold und Nina Pauer den Zeit-Podcast Die sogenannte Gegenwart.<ref>ZEIT ONLINE und DIE ZEIT starten Feuilleton-Podcast „Die sogenannte Gegenwart“ mit Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod. In: Zeit Verlagsgruppe. Abgerufen am 28. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weisbrod ist verheiratet<ref>Nina Pauer, Lars Weisbrod: Die sogenannte Gegenwart: Wer kann sich heute noch eine Midlife-Crisis leisten? In: Die Zeit. 7. August 2023, abgerufen am 10. August 2023.</ref> und lebt mit seiner Familie in Hamburg-Eppendorf. Er ist römisch-katholisch.<ref>Ijoma Mangold, Lars Weisbrod: Feuilleton-Podcast: Der ultimative Christencheck. In: Die Zeit. 21. Dezember 2020, abgerufen am 23. Dezember 2020.</ref>

Rezeption

Sein zweites Buch Oh, wie schön ist Parkhaus 4 wurde 2009 in der FAZ positiv besprochen: „Die etwa dreißig kurzen, in verwinkelten Gedankengängen sich den Mythen des Alltags annähernden Essays, Pamphlete und Liebeserklärungen (...) gehen gerade in der Unvermitteltheit ihrer sozialsatirischen Beobachtungsschärfe unter die Haut.“<ref>Der Poesiefaktor der Provinz. In: FAZ.NET. 23. April 2009, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. Januar 2024]).</ref>

Weisbrod ist seit 2008 auf Twitter aktiv und hat dort etwa 40.000 Follower (Stand Februar 2022).<ref>Lars Weisbrod im Interview: Warum bin ich noch auf Twitter? In: Die Tageszeitung: taz. 3. Februar 2022, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 4. Februar 2022]).</ref> Das Löschen eines Tweets zum Thema Geldtheorie wird in Mithu Sanyals Roman Identitti (2021) erwähnt.<ref>Mithu M. Sanyal: Identitti: Roman. Carl Hanser Verlag GmbH & Company KG, 2021, ISBN 978-3-446-26999-6 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Print n Press Verlag GmbH: "Rasse" ist ein Konstrukt: "Identitti" von Mithu Sanyal. Abgerufen am 13. September 2021.</ref> Eine von Weisbrod auf Twitter initiierte Abstimmung über die Differenz zwischen Kunst und Mathematik wird im Roman Gentzen oder: Betrunken aufräumen (2021) von Dietmar Dath beschrieben.<ref>Dietmar Dath: Gentzen oder: Betrunken aufräumen: Ein Kalkülroman. Matthes & Seitz Berlin Verlag, 2021, ISBN 978-3-7518-0036-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Nach der Übernahme von Twitter, Inc. durch Elon Musk 2022 begann er, auf Mastodon aktiv zu sein.<ref>Hör-Tipp: Lars Weisbrod und Ijoma Mangold untersuchen die "Phänomenologie von Mastodon". Abgerufen am 14. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Eine Bemerkung Weisbrods in einem Zeit-Artikel über das Comicduo Katz & Goldt aus dem Jahr 2014, die zahlreichen Penis-Zeichnungen seien ihr „Markenzeichen“,<ref name=":26">Lars Weisbrod: Deutsche Comics: Lesbe mit offenem Ohr. In: Die Zeit. Nr. 22, 2014 (zeit.de).</ref> wurde von Katz & Goldt in einem Comic im Intro-Magazin aufgegriffen, der einen Ausschnitt des Artikels abbildet. Darin besteht eine Figur, ihr Telefon, ihr Hund und Bäume im Hintergrund aus Penissen.<ref>Intro 224, 26. Juni 2014, S. 130, Online</ref><ref name=":178">Katz & Goldt | Griddik! Griddik! Griddik! Abgerufen am 19. Mai 2022.</ref>

Bücher

  • Schnee, der auf Zidane fällt … und andere wunderbare Erlebnisse in diesem Sommer. Eine Deutschlandreise. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006. ISBN 978-3-426-78013-8.
  • Oh, wie schön ist Parkhaus 4. Reisen um die Ecke. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008. ISBN 978-3-426-78057-2.
  • Mit Jens Balzer, Sibylle Berg, Dietmar Dath (Hrsg.): Zahlen sind Waffen: Gespräche über die Zukunft, Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2021. ISBN 978-3-95757-960-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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