Guido Hoheisel
Guido Heinrich Karl Hoheisel (* 14. Juli 1894 in Breslau<ref name="Geburt">Standesamt Breslau III: Geburtenregister. Nr. 2545/1894.</ref>; † 11. Oktober 1968 in Köln)<ref name=":0">Sterbeurkunde Nr. 3274 vom 14. Oktober 1968, Standesamt Köln West. In: LAV NRW R Personenstandsregister. Abgerufen am 22. Juni 2018.</ref> war ein deutscher Mathematiker.
Hoheisel wurde 1893 als Sohn des Rentenbank-Diätars Karl Hoheisel und dessen Ehefrau Theofila geborenen Mausch geboren<ref name="Geburt" />. Ab 1914 studierte er an der Universität Breslau und ab 1920 an der Humboldt-Universität Berlin, wo er 1920 bei Erhard Schmidt (Lineare funktionale Differentialgleichungen, Mathematische Zeitschrift Bd. 14, 1922, S. 35–98) und Issai Schur promovierte. Während seines Studiums wurde er Mitglied der KStV Unitas Breslau.<ref>Jahrbuch des Kartellverbandes der katholischen Studentenvereine Deutschlands (K.V.). Neunundzwanzigster Jahrgang 1931, Berlin 1931, S. 230.</ref> Er habilitierte sich in Breslau, wo er ab 1922 Privatdozent war und ab 1928 außerordentlicher Professor. Ab 1935 war er in gleicher Funktion an der Universität Greifswald und ab 1938 zunächst Vertretungsprofessor und ab 1939 ordentlicher Professor an der Universität Köln, ab 1940 als Direktor des Mathematischen Instituts. 1962 emeritierte er in Köln.
1930 bewies er einen Satz über Primzahllücken<ref>Hoheisel, Primzahlprobleme der Analysis, Sitzungsberichte Preußische Akademie der Wissenschaften, Berlin, Bd. 33, 1930, S. 3–11</ref>: wenn pn die n-te Primzahl ist, dann gilt
- pn+1 − pn < pnθ
mit einer Konstante θ < 1 für genügend große n. Hoheisel zeigte, dass man θ = 32999/33000 nehmen kann. Einen weiteren Beweis und eine Verschärfung auf θ = 249/250 gab Hans Heilbronn<ref>Heilbronn Über den Primzahlsatz von Herrn Hoheisel, Mathematische Zeitschrift, Bd. 36, 1933, S. 394</ref>. Weitere Verschärfungen der unteren Grenzen von θ gaben Nikolai Grigorjewitsch Tschudakow (Chudakov) (untere Grenze ¾) im Jahr 1936 und Albert Ingham (untere Grenze 5/8) im Jahr 1937 sowie Martin Huxley 1972 (θ =7/12).
Hoheisel hatte 1937 Ingeborg Elvira Pfaff in Dresden geheiratet. Er verstarb 1968 im Alter von 74 Jahren in der Kölner Universitätsklinik.<ref name=":0" />
Schriften
- Gewöhnliche Differentialgleichungen, de Gruyter, Sammlung Göschen, 7., Auflage 1965.
- Partielle Differentialgleichungen, de Gruyter, Sammlung Göschen, 1928, 3. Auflage 1953.
- Integralgleichungen, de Gruyter, Sammlung Göschen, 2. Auflage 1963.
Weblinks
- Literatur von und über Guido Hoheisel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Guido Hoheisel im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Guido Hoheisel in der Datenbank zbMATH
- Kurze Biografie in Tobies, Renate: Biographisches Lexikon in Mathematik promovierter Personen.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hoheisel, Guido |
| ALTERNATIVNAMEN | Hoheisel, Guido Heinrich Karl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 14. Juli 1894 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 11. Oktober 1968 |
| STERBEORT | Köln |
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- Hochschullehrer (Universität Greifswald)
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- Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin
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- Gestorben 1968
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