Willie Thorne
| Willie Thorne | |
|---|---|
| Geburtstag | 4. März 1954 |
| Geburtsort | Leicester, England |
| Sterbedatum | 17. Juni 2020 (66 Jahre) |
| Sterbeort | Torrevieja, Spanien |
| Nationalität | Datei:Flag of England.svg England |
| Spitzname(n) | The Great W.T. The Maximum Man<ref name="Turner" /> Mr. Maximum<ref name="worldsnooker-Profil" /> |
| Profi | 1975–2001 |
| Preisgeld | [ ] (Stand: Vorlage:Infobox Snookerspieler/Century Breaks und Preisgeld) |
| Höchstes Break | 147 (UK Championship 1987)<ref name="Cuetracker" /> |
| Century Breaks | [ ] (Stand: Vorlage:Infobox Snookerspieler/Century Breaks und Preisgeld) |
| Profitour-Erfolge | |
| Ranglistenturniersiege | 1 |
| Weltranglistenplatzierungen | |
| Höchster WRL-Platz | 7 (1986/87 + 1993/94)<ref name="Rangliste" /> |
William Joseph Thorne (* 4. März 1954 in Leicester, England; † 17. Juni 2020 in Torrevieja, Spanien) war ein englischer Snookerspieler, der zwischen 1975 und 2001 26 Jahre als professioneller Spieler verbrachte und in diesem Zeitraum für zwei Saisons Rang 7 der Snookerweltrangliste belegte. Beim Classic 1985 gewann er zum einzigen Mal in seiner Karriere ein Ranglistenturnier.
Karriere
Thorne wurde 1954 in Leicester geboren, wo seine Eltern einen Pub besaßen.<ref name="Turner" /> Sein älterer Bruder Malcolm Thorne (1950–2011) interessierte sich wie Thorne selbst fürs Snooker und wurde später unter anderem Funktionär bei der English Association of Snooker and Billiards (EASB).<ref name="malcolm"/> Willie Thorne begann im Alter von 14 Jahren auf dem Snookertisch im Pub seiner Eltern mit dem Snookerspiel und wurde in kurzer Zeit sowohl im Snooker als auch im English Billiards ein erfolgreicher Juniorenspieler. Er gewann dabei mehrere Turniere, darunter nur zwei Jahre nach seinen ersten Erfahrungen die britische U16-Meisterschaft im Snooker und im English Billiards. Zwischen 1971 und 1973 gewann er zudem drei Mal das U19-Pendant, im letzten Jahre zusammen mit der entsprechenden Altersklasse im Snooker.<ref name="Turner" /> Mindestens während seiner Amateurjahre wurde Thorne von der Firma Q Promotions Ltd. gemanagt, die auch Alex Higgins und Graham Miles unter Vertrag hatten.<ref name="Higgins-1" /> Zudem nahm Thorne – wie auch John Virgo, der als Amateur ebenfalls bei Q Promotions Ltd. unter Vertrag stand, – an zahlreichen Wettspielen und ähnlichem teil.<ref name="Davis" />
Als Snookerspieler machte Thorne erstmals auf sich aufmerksam, als er 1972 das Achtelfinale des südlichen Qualifikationswettbewerbes der English Amateur Championship erreichte und dort gegen Marcus Owen verlor.<ref name="England 1972" /> 1974 nahm er als Amateur an den Canadian Open teil und verlor im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Cliff Thorburn.<ref name="Kanada 1974" /> Im nächsten Jahr gelang ihm auch mit einem Sieg über den späteren Profi-Weltmeister Terry Griffiths der Einzug ins Finale des südlichen Qualifikationswettbewerbes der English Amateur Championship und besiegte dort Chris Ross, bevor er im Endspiel um die Meisterschaft mit 6:11 gegen Sid Hood verlor.<ref name="England 1975" /> Nur wenig später, zur Saison 1975/76, wurde Thorne Profispieler.<ref name="Cuetracker" /> Zuvor hatte er als Laufbursche eines Buchmachers und als Fotomodell gearbeitet.<ref name="Eurosport" />
Erste Profijahre
Thornes erste Profisaison verlief relativ durchwachsen: Beim Pontins Professional und beim Pot Black gewann er kein einziges Spiel, bei der Snookerweltmeisterschaft schied er in der dritten Qualifikationsrunde aus. Lediglich bei den Canadian Open und bei den Pontins Spring Open, einem Pro-Am-Turnier, welches nicht offiziell Bestandteil der Profitour war, erreichte er jeweils das Halbfinale und verlor in diesem gegen John Pulman beziehungsweise Doug Mountjoy.<ref name="Saison 1975/76" /><ref name="PSO 1976" />
Etwas schlechter verlief für Thorne die nächste Saison, als er bei den Canadian Open und bei den Pontins Spring Open sein Auftaktspiel verlor und in der Gruppenphase des Pontins Professionals nur eines von fünf Spielen gewinnen konnte. Zudem verlor er während der Saison das Spiel um Platz drei beim Pot Black, erreichte aber mit einem Sieg über Bernard Bennett das Achtelfinale der Snookerweltmeisterschaft und verlor in diesem gegen Graham Miles.<ref name="Saison 1976/77" /><ref name="PSO 1977" /> Bei der Snookerweltmeisterschaft war Thorne mit 23 Jahren der jüngste Spieler der Hauptrunde.<ref name="wst-Tod" /> Durch seine Erfolge wurde Thorne erstmals auf der Snookerweltrangliste geführt; er belegte im Folgenden Rang 20.<ref name="Rangliste" /> Doch auch die Saison 1977/78 begann mit einer Auftaktniederlage bei den Canadian Open, bevor er allerdings das Viertelfinale der UK Championship sowie später erneut das Achtelfinale der Snookerweltmeisterschaft erreichte.<ref name="Saison 1977/78" /> Dadurch verbesserte er sich auf der Weltrangliste auf Rang 15.<ref name="Rangliste" />
In der folgenden Saison verlor Thorne erneut sein Auftaktspiel bei den Canadian Open, zog aber mit Siegen über Bernard Bennett und Ray Reardon ebenfalls erneut ins Viertelfinale der UK Championship ein, bevor er zum Saisonende bei der Snookerweltmeisterschaft in der Runde der letzten 24 mit 8:9 gegen John Virgo verlor.<ref name="Saison 1978/79" /> Auf der Weltrangliste verlor er damit zwei Plätze und belegte nun Rang 17.<ref name="Rangliste" />
Jahre in den Top 25
Während der Saison 1979/80 schied Thorne beim British Gold Cup in der Gruppenphase, bei der Snookerweltmeisterschaft in der Runde der letzten 24 und bei der UK Championship im Achtelfinale aus. Beim Padmore / Super Crystalate International erreichte Thorne das Halbfinale und unterlag Alex Higgins,<ref name="Saison 1979/80" /> bevor er nach einem Sieg über Steve Davis mit einem 7:3-Finalsieg über Cliff Wilson zum einzigen Mal die Pontins Spring Open gewann.<ref name="PSO 1980" /> Da dieses Turnier jedoch kein Profiturnier war, geschweige denn Einfluss auf die Weltrangliste hatte, rutschte er auf der Weltrangliste auf Rang 20 ab.<ref name="Rangliste" />
Ein ähnliches Bild ergab sich in der folgenden Saison: Thorne schied bei der Yamaha Organs Trophy in der erstmöglichsten Gruppenphase, bei der Snookerweltmeisterschaft erneut in der Runde der letzten 24 und sowohl bei den Canadian Open als auch bei der UK Championship im Achtelfinale aus. Im Gegenzug erreichte er bei der English Professional Championship das Halbfinale und musste sich in diesem Tony Meo geschlagen geben, bevor er beim Pontins Professional mit Siegen über Ray Reardon und Cliff Wilson erstmals das Finale eines professionellen Turnieres erreichte und in diesem Terry Griffiths mit 8:9 unterlag.<ref name="Saison 1980/81" /> Auf der Weltrangliste verschlechterte er sich jedoch durch sein schlechtes Abschneiden bei der Snookerweltmeisterschaft auf Rang 22.<ref name="Rangliste" />
Auch im Verlaufe der Saison 1981/82 schied Thorne mehrheitlich früh aus, wobei er mit einer Achtelfinalteilnahme bei der UK Championship und einer Viertelfinalteilnahme bei der Snookerweltmeisterschaft dennoch zwei Erfolge verzeichnen konnte.<ref name="Saison 1981/82" /> Auf der Weltrangliste bedeutete dies eine Verbesserung auf Rang 16.<ref name="Rangliste" /> In der nächsten Saison schied er dagegen bei drei Turnieren in der Runde der letzten 32 sowie bei der Snookerweltmeisterschaft im Achtelfinale aus, während er beim International Masters und beim Pontins Professional jeweils das Halbfinale erreichte.<ref name="Saison 1982/83" /> Bedingt durch die ab dieser Saison kontinuierlich steigende Anzahl der Turniere mit Einfluss auf die Weltrangliste verschlechterte Thorne sich auf der Weltrangliste auf Rang 18.<ref name="Rangliste" />
Etablierung in den Top 16
Während der Saison 1983/84 gelang es Thorne dann, bei nur zwei Auftaktspielen zu verlieren. Im Gegenzug erreichte er sowohl bei der UK Championship als auch bei der Snookerweltmeisterschaft das Achtelfinale, bei den International Open das Viertelfinale und beim Professional Players Tournament sowie bei den Non-ranking-Turnieren Pot Black und International Masters das Halbfinale. Zum Saisonabschluss gelang ihm zudem der Einzug ins Finale des Pontins Professional, in dem er mit 9:7 über John Spencer triumphierte.<ref name="Saison 1983/84" /> Auf der Weltrangliste verbesserte er sich deutlich auf Rang 12.<ref name="Rangliste" />
Im Laufe der nächsten Saison verlor Thorne bei zwei Einladungsturnieren sein Auftaktspiel. Darunter war auch das Masters, zu dem er durch seine gestiegene Weltranglistenposition erstmals eingeladen wurde. Zudem schied er bei zwei Turnieren in der Runde der letzten 32, beim Grand Prix und bei der English Professional Championship im Achtelfinale und bei drei weiteren Turnieren im Viertelfinale aus. Während er bei einem der beiden übrigen Turniere, dem Pontins Professional, im Halbfinale verlor, erreichte er beim Classic, mittlerweile ein Ranglistenturnier, mit einem knappen 9:8-Sieg über Steve Davis das Finale und besiegte in diesem mit 13:8 den Kanadier Cliff Thorburn, um zum einzigen Male in seiner Karriere ein Ranglistenturnier zu gewinnen.<ref name="Saison 1984/85" /> Thornes Spielweise in ebenjenem Endspiel wurde zu diesem Zeitpunkt als „einer der besten Leistungen aller Zeiten auf einem Snookertisch“ bezeichnet.<ref name="Eurosport" /> Zusammen mit Thorburn hatte Thorne am Anfang der Saison zudem das Finale der World Doubles Championship erreicht, in dem er sich mit 2:10 Alex Higgins und Jimmy White geschlagen geben musste.<ref name="Turner-2" /> Auf der Weltrangliste wirkte sich dies dennoch nur mit einer geringfügigen Verbesserung auf Rang 11 der Weltrangliste aus.<ref name="Rangliste" />
Zu Beginn der Saison 1985/86 nahm Thorne mit einigem Erfolg an einer Reihe von Einladungsturnieren teil, bei denen sein bestes Ergebnis eine 7:9-Finalniederlage gegen Cliff Thorburn beim Scottish Masters war. Bei den übrigen Turnieren verlor er nur in zwei Fällen sein Auftaktspiel, schied aber bei je zwei Turnieren im Achtel- und im Viertelfinale aus. Bei den verbleibenden vier Turnieren erreichte Thorne jeweils das Finale, verlor dieses aber in allen Fällen: Während er sich bei der UK Championship mit 14:16 und bei den British Open mit 7:12 jeweils Steve Davis geschlagen geben musste, verlor er beim Irish Masters mit 5:9 gegen Jimmy White, um die Saison mit einer 6:9-Finalniederlage gegen Terry Griffiths beim Pontins Professional zu beenden.<ref name="Saison 1985/86" /> Auf der Weltrangliste verbesserte er sich auf Rang 7, den er während seiner restlichen Karriere nicht mehr übertreffen konnte.<ref name="Rangliste" /> Im Jahr 1986 veröffentlichte er mit mehreren weiteren Snookerspielern die Single Snooker Loopy.<ref name="wst-Tod" />
Auch während der folgenden Saison erreichte Thorne bei verschiedenen Turnieren das Finale, diesmal primär bei Einladungs- und Non-ranking-Turnieren. So gewann er mit 8:3 gegen Dennis Taylor das Hong Kong Masters, mit 10:9 gegen Steve Davis die Matchroom Professional Championship und mit 5:2 gegen Jimmy White den Kent Cup, wogegen er beim Canadian Masters Steve Davis mit 3:9 und beim Irish Masters mit 1:9 sowie im Finale des Pontins Professional Neal Foulds mit 8:9 unterlag. Auch bei den übrigen Einladungs- und Non-ranking-Turnieren erzielte Thorne beispielsweise mit einer Viertelfinalteilnahme beim Masters passable Ergebnisse. Ganz anders sah es jedoch bei den Ranglistenturnieren aus, wo Thorne jeweils zur Hälfte sein Auftaktspiel oder im Achtelfinale verlor.<ref name="Saison 1986/87" /> Bedingt dadurch verlor er auf der Weltrangliste die hinzugewonnenen vier Plätze wieder und belegte nunmehr Rang 11.<ref name="Rangliste" />
Letzte Erfolge
Schon mit der Saison 1987/88 schaffte es Thorne, trotz mehrerer passabler Ergebnisse nur bei einem Turnier das Finale zu erreichen; bei der Matchroom Professional Championship unterlag er mit 3:10 Dennis Taylor. Davon abgesehen erreichte er bei den Ranglistenturnieren jeweils zwei Mal die Runde der letzten 32 oder das Achtelfinale und zudem das Viertelfinale des Grand Prix und das Halbfinale der UK Championship.<ref name="Saison 1987/88" /> Auf der Weltrangliste verschlechtert er sich damit um zwei Plätze auf Rang 13.<ref name="Rangliste" /> Obwohl Thorne in der folgenden Saison kein einziges Endspiel erreichte, verbesserte er seine Leistung bei den Ranglistenturnieren und er erreichte neben fünf Achtelfinals beim Classic das Halbfinale.<ref name="Saison 1988/89" /> Dadurch verbesserte er sich auf der Weltrangliste auf Rang 9.<ref name="Rangliste" />
Direkt zu Beginn der Saison 1989/90 erreichte Thorne beim New Zealand Masters wieder ein Endspiel und gewann dieses mit 7:4 gegen Joe Johnson. Während er bei den weiteren Turnieren ohne Einfluss auf die Weltrangliste erneut an die vorhergehenden Saisons anknüpfen konnte, schaffte es Thorne nur bei fünf von neun Ranglistenturnieren mindestens ins Achtelfinale und nur bei einem dieser Turniere – den Asian Open – ins Viertelfinale, in dem er gegen Stephen Hendry verlor, der zum Saisonende erstmals Weltmeister wurde.<ref name="Saison 1989/90" /> Thorne verschlechterte sich auf der Weltrangliste infolge der Saison wieder auf Rang 11.<ref name="Rangliste" />
Etwas schlechter verlief jedoch die nächste Saison, in der er bei nur der Hälfte der Ranglistenturniere überhaupt das Achtelfinale erreichte und in diesem jeweils ausschied. Auch bei den übrigen Turnieren kam er nirgends über das Achtelfinale hinaus, welches er unter anderem mit seiner Teilnahme am Masters erreichte.<ref name="Saison 1990/91" /> Auf der Weltrangliste rutschte er dadurch auf Rang 17 ab.<ref name="Rangliste" />
Letzte Jahre in den Top 16
Im Verlaufe der Saison 1991/92 schied Thorne erneut zumeist in oder vor dem Achtelfinale aus und konnte nur bei drei Turnieren über diese Runde hinaus kommen. So erreichte er bei der Benson & Hedges Satellite Championship, einem Non-ranking-Turnier, und bei den Welsh Open jeweils das Viertelfinale und schied bei den Asian Open erst im Halbfinale gegen Steve Davis aus.<ref name="Saison 1991/92" /> Auf der Weltrangliste wirkte sich dies dennoch nur mit einer geringen Verbesserung auf Rang 15 aus.<ref name="Rangliste" /> Ein ähnliches Bild ergab sich in der daraufhin folgenden Saison, in der Thorne erneut in den meisten Fällen spätestens im Achtelfinale ausschied, beim Dubai Classic, bei der Benson & Hedges Championship und bei den Asian Open aber jeweils das Viertelfinale erreichte und erst in diesem verlor.<ref name="Saison 1992/93" /> Auf der Weltrangliste sprang er auf der Weltrangliste auf Rang 7, wodurch er seinen Rekord hinsichtlich der besten Weltranglistenplatzierung aus der Saison 1986/87 egalisierte, jedoch nicht übertreffen konnte.<ref name="Rangliste" />
In der Saison 1993/94 verlor Thorne schließlich zumeist seine Auftaktspiele und konnte nur bei zwei Turnieren einen relativ großen Erfolg vorweisen. So erreichte er beim Scottish Masters, einem Einladungsturnier, das Halbfinale und zog wie auch schon in den vorherigen Jahren ins Achtelfinale der Snookerweltmeisterschaft ein, was aber in dieser Saison seine einzige Achtelfinalteilnahme bei einem Ranglistenturnier war.<ref name="Saison 1993/94" /> Auf der Weltrangliste verschlechterte er sich damit auf Rang 15.<ref name="Rangliste" /> Davon abgesehen erreichte Thorne auf Amateurebene das Finale der Australian Open Championship 1994 und unterlag in diesem mit 5:9 John Higgins.<ref name="AOC 1994" />
Etwas besser verlief die Saison 1994/95, als er neben einigen Erfolgen bei Einladungsturnieren bei der UK Championship, bei den Thailand Open und bei der Snookerweltmeisterschaft erreichte und bei den European Open ins Viertelfinale einzog und dort Stephen Hendry unterlag.<ref name="Saison 1994/95" /> Auf der Weltrangliste rutschte er trotzdem um zehn Plätze auf Rang 25 ab.<ref name="Rangliste" />
Abschied von der Profitour
Während der Saison 1995/96 konnte Thorne bei mehreren Ranglistenturnieren die Runde der letzten 32 erreichen, zog jedoch nur bei den Thailand Open ins Achtelfinale ein und verlor dort gegen Lokalmatador James Wattana. Sein bestes Saisonergebnis war jedoch eine Viertelfinalteilnahme, die er bei dem Einladungsturnier Charity Challenge erreichte.<ref name="Saison 1995/96" /> Auf der Weltrangliste bedeutete dies für Thorne, dass er seinen 25. Platz behalten konnte.<ref name="Rangliste" /> Nachdem er jedoch in der Folge-Saison bei nur drei Turnieren überhaupt sein Auftaktspiel gewinnen konnte und dabei beim Asian Classic und bei den Welsh Open die Runde der letzten 32 und bei den British Open das Achtelfinale erreichen konnte,<ref name="Saison 1996/97" /> rutschte er auf der Weltrangliste auf Rang 36 ab, sodass er sich fortan für die Hauptrunde aller Weltranglistenturniere qualifizieren musste.<ref name="Rangliste" />
Auch in der Saison 1997/98 konnte Thorne bei nur drei Turnieren sein Auftaktspiel gewinnen und schied dabei bei der UK Championship und bei den British Open in der Runde der letzten 64 und beim Grand Prix in der Runde der letzten 32 aus.<ref name="Saison 1997/98" /> Die geringe Anzahl an Auftaktsiegen wiederholte sich in der nächsten Saison, als er durch seine erneut nur drei gewonnenen Auftaktspiele bei den Irish Open die Runde der letzten 64, beim Thailand Masters die Runde der letzten 48 und bei den Scottish Open die Runde der letzten 32 erreichte.<ref name="Saison 1998/99" /> Damit stürzte er auf der Weltrangliste über Rang 51 auf Rang 75 ab.<ref name="Rangliste" />
Mit der Saison 1999/2000 stieg die Zahl der Auftaktsiege zwar auf sechs Stück, doch nur in drei Fällen erreichte Thorne die Runde der letzten 64 und schied beim Grand Prix und bei den China Open auch in dieser Runde aus. Sein bestes Saisonergebnis erzielte er beim Thailand Masters, bei dem er erneut die Runde der letzten 48 und in dieser gegen Billy Snaddon verlor.<ref name="Saison 1999/2000" /> Auf der Weltrangliste konnte er sich auf dem Vorjahreslevel halten und verlor nur einen einzigen Platz.<ref name="Rangliste" /> Zugleich konnte er auf Amateurebene das World Seniors Masters gewinnen.<ref name="Turner" /> In der Saison 2000/01 konnte Thorne jedoch erneut nur noch drei Auftaktspiele gewinnen und verlor diesmal beim Thailand Masters in der Runde der letzten 96 und sowohl bei den British Open als auch bei den China Open in der Runde der letzten 96.<ref name="Saison 2000/01" /> Infolgedessen stürzte er auf der Weltrangliste auf Rang 94 ab,<ref name="Rangliste" /> wodurch Thorne nach 26 Profijahren seinen Profistatus verlor.<ref name="Cuetracker" />
Weiteres Leben
Während der folgenden Saison versuchte Thorne erfolglos, sich über die Challenge Tour wiederzuqualifizieren. Zudem gelang ihm der Einzug in die fünfte Qualifikationsrunde der Snookerweltmeisterschaft, in der er schließlich ausschied.<ref name="Saison 2001/02" /> Infolge seines Misserfolgs bei der Challenge Tour gab Thorne das professionelle Snookerspiel endgültig auf.<ref name="Turner" /> Im folgenden Jahr erhielt er erneut die Chance, sich als Amateur für die Snookerweltmeisterschaft zu qualifizieren, gab aber dieses Spiel kampflos auf.<ref name="WM 2003" /> Im Jahr 2019 qualifizierte sich Thorne für die Teilnahme an der World Seniors Championship, bei der er mit 0:3 gegen Darren Morgan sein Auftaktspiel verlor.<ref name="WSC 2019" />
Schon Anfang der 1980er-Jahre gehörte Thorne das von seinem vor ihm verstorbenen Bruder Malcolm geführte und in Leicester ansässige Willie Thorne Snooker Centre, welches zu einem der bedeutendsten in Großbritannien wurde.<ref name="wst-Tod" /><ref name="Turner" /> Zu den bekanntesten Spielern des Snooker Centres gehört der mehrfache Snooker-Weltmeister Mark Selby.<ref name="Eurosport" /> Über die Jahre geriet Thorne jedoch durch Glücksspiele und Steuerprobleme mehrfach in finanzielle Schwierigkeiten. Dadurch nahm Thorne verschiedene Angebote als TV-Kommentator an,<ref name="Turner" /> ein Beruf, den er bereits seit den 1980er-Jahren für die BBC und später für ITV und Sky ausübte.<ref name="wst-Tod" /> Am bekanntesten wurde er als Moderator der BBC,<ref name="worldsnooker-Profil" /> bis er 2017 aus der Riege der Kommentatoren gestrichen wurde.<ref name="Sun" /> Dennoch hatte Thorne durch seine Spielsucht gut 90.000 £ an Schulden angehäuft, was schon 2002 in Depressionen und einem missglückten Suizidversuch mündete. Später erklärte er seine Insolvenz.<ref name="Eurosport" /><ref name="BBC" /> Auch in den folgenden Jahren spielte Thorne weiter und häufte erneut Schulden an, bevor er 2015 wieder bankrottging und einen erneuten Selbstmordversuch beging.<ref name="Mirror" /> Im selben Jahr wurde bei Thorne Prostatakrebs im frühen Stadium diagnostiziert.<ref name="Guardian" /> zuvor hatte er bereits zwei leichte Schlaganfälle erlitten.<ref name="Mirror" /> Anfang 2019 nahm er infolgedessen an einer Show des Fernsehsenders ITV teil, die die Menschen in Hinsicht auf Prostata- und Hodenkrebs sensibilisieren soll.<ref name="Express" /> Mitte März 2020 gab er dann bekannt, dass bei ihm Leukämie diagnostiziert wurde und er sich einer Chemotherapie unterziehen werde.<ref name="BBC-Leukämie" />
Thorne war eng befreundet mit dem vormaligen Fußballspieler Gary Lineker. 2007 nahm er zudem an der fünften Staffel der britischen TV-Show Strictly Come Dancing teil.<ref name="Eurosport" /> 2011 veröffentlichte er seine Autobiographie Taking A Punt On My Life.<ref name="Daily Mail" /> Zwischen 1995 und bis zur Scheidung im Oktober 2019 war er mit Jill Saxby, einer früheren Miss Great Britain, verheiratet.<ref name="Eurosport" /><ref name="Mirror" /> Wenige Monate zuvor war er mit seiner Frau nach Spanien gezogen.<ref name="Mirror-2" /><ref name="Sun" /> Kurz nach der Scheidung betrugen Thornes Spielschulden etwa eine Million Pfund, sodass sein Haus in Leicester gepfändet wurde.<ref name="Sun" /> Anfang 2020 begann ein Gerichtsprozess, da ihm der britische Insolvenzdienst vorwarf, sich 2015 bei einer Privatperson 18.000 Pfund geliehen zu haben, ohne seine Insolvenz offenzulegen.<ref name="Mercury" />
Infolge seiner Leukämierkrankung wurde er Anfang Juni 2020 mit niedrigem Blutdruck ins Krankenhaus gebracht und nach einem Atemstillstand ins künstliche Koma versetzt.<ref name="WPBSA-Tod" /> Nach einem septischem Schock schlugen bei ihm keine Behandlungen mehr an, sodass das Krankenhaus sich für die Abstellung der lebenserhaltenden Maschinen entschied.<ref name="wst-Tod" /> Er starb am Morgen des 17. Juni 2020 im Alter von 66 Jahren im spanischen Torrevieja.<ref name="Tod" /> Barry Hearn, zum Zeitpunkt von Thornes Tod einer der einflussreichsten Snooker-Funktionäre und Thornes früherer Manager, würdigte ihn als „sehr große Persönlichkeit und wichtiger Teil der Wiedergeburt des Snookers [ab den 1980er-Jahren].“<ref name="WPBSA-Tod" /> Der Verbandsvorsitzende Jason Ferguson bedauerte den Verlust eines „immer lebhaften Charakters“ und „einer großen Persönlichkeit unseres Sportes“; John Higgins sprach von einem „traurigen Verlust für die Snooker-Welt“, Ken Doherty von einem „traurigen Tag für den Snookersport“. Auch zahlreiche weitere (ehemalige) Spieler kondolierten.<ref name="Tributes-wst" />
Spielweise
Thorne hat laut eigener Aussage im Training mehr als hundert Maximum Breaks gespielt – auf Profiebene jedoch nur eines bei der UK Championship 1987 –, weshalb Thorne auch als The Maximum Man beziehungsweise Mr. Maximum bekannt wurde. Ein weiterer Spitzname Thornes ist im Übrigen The Great W.T. Chris Turner, ein englischer Autor, der mit dem Chris Turner’s Snooker Archive eine der ersten Datenbanken über den Snookersport veröffentlichte, urteilte über Thornes Spielweise, dass Thorne wirklich einer der führenden Spieler hätte werden können, er aber nie fähig gewesen wäre, seine unbezweifelbaren Fähigkeiten während eines Turnieres zu zeigen.<ref name="Turner" /><ref name="worldsnooker-Profil" /> Der sechsfache Snookerweltmeister Steve Davis meinte dagegen, dass Thorne eine sehr gute Orientierung auf dem Tisch, aber „vielleicht“, vor allem in Drucksituationen, eine schlechtere Spielballkontrolle hatte.<ref name="Davis" /> Vor allem dadurch, dass Thorne das Snookerspiel in einem Pub erlernt hatte, konnte er eine große Fähigkeit zum Breakbuilding vorweisen.<ref name="Eurosport" /> Ebenso verfügte er über ein aggressives Loch- und ein passables Safety-Spiel.<ref name="Senior" /> Sein Problem war jedoch seine mentale Schwäche, durch die er in entscheidenden Spielsituationen nicht seine Fähigkeiten abrufen konnte. Dies führte beispielsweise auch dazu, dass Thorne im Finale der UK Championship 1985 nach einer verpassten Blauen beim Stande von 8:13 für Thorne dieser die Konzentration verlor und dadurch mit 16:14 verlor. Ein weiteres Problem war Thornes ständiger Versuch zum Spielen von hohen Breaks, wodurch er – sofern er bei diesem Versuch scheiterte – auch ganze Spiele aus der Hand gab.<ref name="Eurosport" /> Dennoch gelangen ihm während seiner Karriere insgesamt 136 Century Breaks, womit er einer der ersten Spieler aller Zeiten mit über hundert Century Breaks war.<ref name="Senior" />
Thorne war zudem bekannt dafür, Trickshots spielen zu können. Deshalb und durch seinen fröhlichen Charakter und seine leicht erkennbare Haarfrisur wurde er zu einem Liebling der Zuschauer.<ref name="wst-Tod" /><ref name="Eurosport" />
Erfolge (Auswahl)
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Weblinks
- Willie Thorne bei CueTracker
- Willie Thorne in der Snooker DatabaseVorlage:Abrufdatum (englisch) Die Webseite ist derzeit nicht erreichbar. Eine Archivversion könnte sich unter diesem Link im Internet Archive befinden.
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="Cuetracker"> Ron Florax: Career Total Statistics For Willie Thorne - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 24. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Rangliste"> Ron Florax: Ranking History For Willie Thorne. CueTracker.net, abgerufen am 24. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="England 1972"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1971-1972 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Kanada 1974"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1974-1975 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="England 1975"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1974-1975 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1975/76"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1975-1976 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="PSO 1976"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1975-1976 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1976/77"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1976-1977 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="PSO 1977"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1976-1977 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1977/78"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1977-1978 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1978/79"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1978-1979 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 26. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1979/80"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1979-1980 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="PSO 1980"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1979-1980 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1980/81"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1980-1981 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1981/82"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1981-1982 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1982/83"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1982-1983 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1983/84"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1983-1984 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1984/85"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1984-1985 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1985/86"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1985-1986 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1986/87"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1986-1987 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1987/88"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1987-1988 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1988/89"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1988-1989 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1989/90"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1989-1990 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Saison 1990/91"> Ron Florax: Willie Thorne - Season 1990-1991 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 28. 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Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thorne, Willie |
| ALTERNATIVNAMEN | Thorne, William Joseph (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Snookerspieler |
| GEBURTSDATUM | 4. März 1954 |
| GEBURTSORT | Leicester |
| STERBEDATUM | 17. Juni 2020 |
| STERBEORT | Torrevieja |
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