Zum Inhalt springen

Molodowe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Februar 2025 um 12:01 Uhr durch imported>Wheeke (HC: Entferne Kategorie:Steinzeit; Ergänze Kategorie:Steinzeit (Europa)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Molodowe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine prähistorische Fundstätte mit Resten einer Unterkunft aus der mittleren Altsteinzeit am Dnister im Rajon Sokyrjany der ukrainischen Oblast Tscherniwzi.

Datei:Mołodowa. Mapa wojskowa Austro-Węgier. Mapa geograficzna Europy Środkowej 1 200 000. 1910 r.jpg
Karte

Der Ort Molodowe selbst ist 1981 seit dem Bau einer Staustufe im angestauten Fluss untergegangen. In einer Schicht des Moustérien (Kultur des Neandertalers) kamen nahezu kreisförmig angeordnet (Durchmesser 6–8 m) große Mammutknochen (5 Unterkiefer, 12 Schädel, 15 Stoßzähne, 34 Becken- und Schulterblattknochen und 51 Röhrenknochen) zum Vorschein. Genau gegenüberliegend war der Knochenring unterbrochen. Innerhalb des Ringes lagen 15 Feuerstellen, in denen sich außer angebrannten Knochen auch verkohltes Holz fand.

Man nimmt an, auf die Spuren eines mit Tierhäuten bedeckten Holzgerüstes, eines Vorläufers der Jurte, gestoßen zu sein. Dabei besaßen die Tierknochen einerseits eine bauliche Funktion, während andere wohl zum Beschweren der Häute dienten, die über dem Holzgerüst lagen. Die Bauweise weist auf ähnliche Wohnplätze aus dem Jungpaläolithikum, die sich von Osteuropa (Venusfigurinen von Awdejewo, Dobranitschewka, Venusfigurinen von Gagarino, Venusfigurinen von Kostjonki, Meschyritsch, Mesyn und Puschkari) bis nach Sibirien (Venusfigurinen von Malta) nachweisen lassen.

Literatur

  • Glyn Daniel: Enzyklopädie der Archäologie. Lübbe 1980. ISBN 3-930656-37-X

Weblinks

Koordinaten: 48° 33′ 1,4″ N, 27° 4′ 58,7″ O

 {{#coordinates:48,55038|27,08298|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=UA
   |type=landmark
  }}