Niedrige Teufelskralle
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| Niedrige Teufelskralle | ||||||||||||
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| Datei:Phyteuma humile Niedrige Rapunzel.JPG
Die Niedrige Teufelskralle (Phyteuma humile) bei Zermatt im Kanton Wallis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Phyteuma humile | ||||||||||||
| Schleich. ex Gaudin in Murith |
Die Niedrige Teufelskralle (Phyteuma humile), auch Niedrige Rapunzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Teufelskrallen (Phyteuma) innerhalb der Familie Glockenblumengewächse (Campanulaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Niedrige Teufelskralle ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 3 bis 12 Zentimeter hoch wird. Ihre grundständigen Blätter sind linealisch, nach oben etwas verbreitert bis schmal zungenförmig. Sie sind ganzrandig und 2 bis 4 Millimeter breit.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Sie haben am Grund feine, abwärts gebogene Wimpern.<ref name="InfoFlora" /> Die oberen Stängelblätter haben fast immer einzelne kleine, scharfe Zähne.<ref name="InfoFlora" />
Generative Merkmale
Der Blütenstand hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Millimetern. Die Hüllblätter sind aus ihrer eiförmigen, 3 bis 6 Millimeter breiten Basis heraus lang zugespitzt und oft länger als der köpfchenförmige Blütenstand.<ref name="InfoFlora" />
Sie besitzen am Grund scharfe Zähne.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die dunkel-blauviolette Blütenkrone ist 10 bis 15 Millimeter lang.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="FloraHelvetica" />
Vorkommen
Die Niedrige Teufelskralle kommt in den Pennischen West-Alpen vom südöstlichen Frankreich über die Schweiz (Kanton Wallis) bis Norditalien vor.<ref name="WCSP" /> Sie gedeiht auf steinig-felsigen Silikatmagerrasen in Höhenlagen von 1800 bis über 2600 Metern vor. Sie findet ihr Optimum in Gesellschaften des Unterverbands Androsacenion vandellii.<ref name="Aeschimann" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" /> In der Schweiz kommt die Art nur im Kanton Wallis in den Vispertälern vor.<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Phyteuma humile erfolgte 1810 durch Jean Gaudin in Le Guide du Botaniste qui voyage dans le Valais: avec un catalogue des plantes de ce pays et de ses environs, auquel on a joint les lieux de naissance et l'époque de la fleuraison pour chaque espèce. Lausanne, S. 84. Gaudin hatte den Namen von Johann Christoph Schleicher übernommen. Synonyme für Phyteuma humile <templatestyles src="Person/styles.css" />Schleich. ex Gaudin sind: Phyteuma carestiae <templatestyles src="Person/styles.css" />Biroli, Phyteuma humile var. humillimum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.DC., Phyteuma linearifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Biroli ex Colla.<ref name="WCSP" />
Nutzung
Die Niedrige Teufelskralle wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 533.
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraHelvetica"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 990.</ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Phyteuma humile - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 14. April 2016.</ref> <ref name="Aeschimann">David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Band 2, Seite 340. Bern, Stuttgart, Wien Haupt-Verlag, 2004. ISBN 3-258-06600-0</ref>. <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Campanulaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 750.</ref> <ref name="InfoFlora">Phyteuma humile Gaudin In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>