Zum Inhalt springen

Mirror (Bootsklasse)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. Mai 2024 um 06:31 Uhr durch imported>Gak69 (Linkfix).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Klassenzeichen
Datei:Mirror sail emblem.svg
Bootsmaße
Länge üA: 3,3 m
Breite üA: 1,39 m
Tiefgang: 0,7 m
Masthöhe: 4,9 m
Gewicht (segelfertig): 61 kg
Segelfläche
Segelfläche am Wind: 6,5 m²
Großsegel: 4,6 m²
Fock: 1,9 m²
Spinnaker: 4,4 m²
Sonstiges
Takelungsart: Slup, Gunter bzw. Bermuda
Yardstickzahl: 146
Klasse: internationale Einheitsklasse

Der Mirror ist eine in den 1960er Jahren in England entstandene Einheits-Bootsklasse, von der insgesamt mehr als 70.000 Exemplare gebaut wurden.

Geschichte

Der Mirror wurde 1962 auf eine Initiative der Zeitung Daily Mirror hin vom Bootskonstrukteur Jack Holt und dem TV-Moderator sowie Do-It-Youself-Enthusiasten Barry Bucknell als kostengünstiges "Volksboot" entworfen, das gleichermaßen zum Segeln, Rudern und für kleine Außenbordmotoren geeignet ist.<ref>The boat that launched a thousand Olympic dreams: 50 years of the Mirror dinghy, in: Mirror online, vom 1. März 2013</ref> Außerdem sollte es auf einem Autodach transportierbar sein. 1989 erhielt der Mirror den Status einer von der ISAF, nun "World Sailing" anerkannten Einheitsklasse.<ref>Specifications of the Mirror dinghy</ref>

Design

Die als Selbstbausatz aus Sperrholz konzipierte Jolle wird bereits seit Längerem auch mit einem GFK-Rumpf angeboten. Anstelle der hölzernen Steilgaffel-Takelung (welche beim Transport komplett in den Rumpf passt) darf seit 2006 das populäre Bermuda-Rigg verwendet werden, als Material für Mast und Baum sind seitdem auch Aluminium-Legierungen erlaubt.<ref>International mirror class rules (PDF) auf sailing.org</ref>

Die Entwicklung des Mirror folgte dem Anspruch, dass auch Laien ohne praktische Erfahrung im Bootsbau und mit einfachen Werkzeugen die Segeljolle bauen können. Der Rumpf wird im sogenannten Stitch-and-Glue-Verfahren gefertigt, durch die stumpfe Bug-Partie soll die handwerklich anspruchsvolle Ausarbeitung einer gekrümmten Bugspitze vermieden werden. Auch die Verwendung eines Steck- statt eines Klappschwerts folgt dem Prinzip einer einfachen Konstruktion. Das Ergebnis ist ein robustes, vielseitiges und verhältnismäßig leichtes Boot, das mit überschaubarem Aufwand unterhalten und repariert werden kann.<ref>Roger Barnes: The Dinghy Cruising Companion. Tales and Advice from Sailing a Small Open Boat, London 2014, S. 131.</ref>

Datei:Mirrordinghy2008.jpg
Mirror

Siehe auch


Weblinks

Commons: Mirror (dinghy) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>