Pharaoschlange
Pharaoschlange (auch Pharaonenschlange oder Schlange des Pharao) bezeichnet einen zylindrischen bzw. kegelförmigen Scherzartikel, der nach Entzünden eine stark aufquellende schlangenförmige Asche erzeugt. Ursprünglich enthielten Pharaoschlangen Quecksilber(II)-thiocyanat,<ref>Eintrag zu Pharaoschlangen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> das aber wegen seiner Giftigkeit (und der beim Verbrennen entstehenden Quecksilberdämpfe) nicht mehr für diesen Zweck verwendet wird. In Schulversuchen der Sekundarstufe I wird hiermit ein chemisches Experiment bezeichnet, bei dem eine mit Kohlenstoffdioxid aufgeschäumte hochporöse Kohlenstoffstruktur in einer Schlangenform entsteht. Der Versuch dient als Einführung in die organische Chemie und für das Element Kohlenstoff.
Chemische Reaktion
Der chemische Versuch kann mit Puderzucker und konzentrierter Schwefelsäure durchgeführt werden. Andere Quellen benutzen auch Zucker, Asche und Brennspiritus. Eine Quelle zeigt einen Versuch mit Emser Pastillen und Brennspiritus, der angezündet wird. Die Reaktion ist nicht ungefährlich und kann bei unsachgemäßer Handhabung zu schweren Verbrennungen führen.<ref>wien ORF at/Agenturen red: Schülerinnen im Chemieunterricht schwer verletzt. 23. Oktober 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.</ref><ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ORF: Chemieunfall: Schüler schwer verletzt.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. November 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Der Tagesspiegel: Chemie-Versuch Pharaoschlange war Schuld an Unfall.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. März 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
In allen Fällen entsteht als Reaktionsprodukt elementarer Kohlenstoff und gasförmige Reaktionsprodukte, die den Kohlenstoff aufschäumen.
Der Versuch kann auch mit anderen Chemikalien durchgeführt werden.<ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Annalen der Chemie und Pharmacie, Band 69–70; Band 145–146, von Justus Liebig.] books.google.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. November 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Einzelnachweise
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Literatur
- G. Jander, H. Spandau: Kurzes Lehrbuch der anorganischen und allgemeinen Chemie. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1987, ISBN 3-540-16749-8.