Marul
Marul ist ein Ortsteil der Gemeinde Raggal im Großen Walsertal in Vorarlberg und zählt etwa 200 Einwohner.<ref>Das Leben in Marul | Maruler Biosennerei. Abgerufen am 1. März 2021.</ref>
Marul liegt in 978 m ü. A. im Lechquellengebirge in Südwest-Hanglage über dem Lasangabach und wurde erst im Jahre 1934 mit einer Straße erschlossen. Wegen der Einschichtigkeit des Ortes, welcher über Jahrhunderte nur zu Fuß erreichbar war, wurde die Katharinenkirche zur Kuratienkirche erhoben.
Prägend für die Ortschaft ist der Lasanggabach, auch Marulbach genannt, welcher Marul vom Bergdorf Raggal trennt.<ref>amtlich: Lasanggabach; in Wanderkarten, Straßenkarten, in Google Maps: Marulbach</ref> Die älteste gedeckte Holzbrücke Vorarlbergs Lasanggabrücke aus dem Jahre 1789 ist nicht mehr in Verwendung bzw. dient diese jetzt als Wanderweg-Übergang.<ref>DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Vorarlberg. Raggal. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1983, ISBN 3-7031-0585-2, S. 334.</ref> Bemerkenswert ist die Ingenieurleistung zur Marulbachbrücke (Länge 351 m, maximale Höhe 70 m<ref>Weiterführende Information. Abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>) aus dem Jahre 1985, welche durch einen weitläufigen horizontalen Bogen eine Langhaltung der Strecke und damit eine Absenkung des Gefälles erreicht.
In dem winzigen Ort gibt es einen werktags geöffneten Dorfladen.<ref>Nah & Frisch Irmtraud Eckl | Dorfladen. Abgerufen am 28. Mai 2020.</ref>
Marul ist mit der Landbuslinie 78 des Verkehrsverbundes Vorarlberg erreichbar. Ab Marul ist von etwa Mitte Juni bis Ende September eine Kleinbuslinie („Wanderbus“ Linie 79, erhöhter Fahrpreis) auf der für den allgemeinen Verkehr gesperrten Mautstraße bis zur Unteren Laguzalpe (etwa 1583 m ü. A.) eingerichtet.<ref>Fahrplan Vorarlberg 2020, Herausgeber: Verkehrsverbund Vorarlberg, Herrengasse 12, 6800 Feldkirch, Seite 334.</ref> Bis in die 1990er Jahre gab es einen Sessellift in Marul. Dieser begann in etwa 967 m Seehöhe an der Hauptstraße etwas unterhalb der Kirche und führte nach Nordosten auf den Tenniboden in etwa 1435 m Höhe.<ref name=":0">Dieter Seibert: Bregenzerwaldgebirge und Lechquellengebirge, Gebietsführer, 1. Auflage, Bergverlag Rudolf Rother, München 1989, ISBN 3-7633-3328-2, S. 172 bis 174</ref>
Wanderwege ab Marul führen unter anderem auf den Hohen Fraßen (3 Stunden), über die Laguzalpen zur Freiburger Hütte (5½ Stunden ohne Wanderbusbenutzung), oder über die Tiefenseealpe und den Tiefenseesattel zur Elsalpe, Gamsfreiheit, zur Fraßenhütte oder nach Bludenz. Oberhalb des Ortes bieten sich Wandermöglichkeiten auf den bewaldeten Kopf des Guggernülli (1736 m) oder auf die felsige Kellaspitze (2017 m, einige Drahtseilstellen) an.<ref name=":0" />
Zur Heilquelle in Marul siehe: Heilquelle Raggal.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
Koordinaten: 47° 12′ 4,5″ N, 9° 51′ 43,2″ O
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