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Repten

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Höhe: 64 m ü. NN
Fläche: 5,25 km²
Einwohner: 89 (31. Dez. 2021)<ref>Entwicklung der Einwohnerzahl der Stadt Vetschau/Spreewald. Stadt Vetschau, abgerufen am 14. Mai 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 03226
Vorwahl: 035433

Repten, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Ortsteil der Stadt Vetschau/Spreewald im Nordosten des südbrandenburgischen Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Repten liegt im amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Lage

Repten liegt in der Niederlausitz südlich des Spreewalds, im Niederungsbereich des Vetschauer Mühlenfließes. Nördlich von Repten befinden sich die Brandtemühle und Vetschau. Im Nordosten liegt Lobendorf, ein Stadtteil von Vetschau, im Südosten der Ortsteil Laasow mit seinen Gemeindeteilen Briesen, Tornitz und Wüstenhain. Im Süden folgt der Ortsteil Missen mit dem Gemeindeteil Jehschen. Im Westen und Südwesten grenzt Repten an die Calauer Ortsteil Bolschwitz und Saßleben. Der Vetschauer Ortsteil Koßwig befindet sich nordwestlich von Repten.

Bei Repten befindet sich das Naturschutzgebiet Reptener Teiche.

Geschichte

Ortsgeschichte

Repten wurde erstmals im Jahr 1377 als Reppen erwähnt. Der Name entwickelte sich über Reppin (1484) und Repen (1527). Das Dorf gehörte zum Gut Repten und war als Gutsweiler in Sackgassen angelegt. Nördlich des Ortes lag ein slawischer Burgwall. Das Dorf war sorbisch geprägt. Im Jahr 1818 wurden ein Winzerhaus, eine Ziegelei, eine Schäferei und eine Wassermühle erwähnt. Nach dem Wiener Kongress kam Repten mit der gesamten Niederlausitz an das Königreich Preußen und gehörte zum Landkreis Calau.

Das überwiegend sorbisch/wendische Dorf wurde ab dem Ende des 18. Jahrhunderts rapide germanisiert. In einer Schulrevision von 1797 heißt es, dass „die Kinder, so vor einigen Jahren Wenden waren, jetzt alle zu Deutschen umgeschaffen sind […]. Das macht der vortreffliche Katechet, der nicht wendisch kann.“<ref>Peter Kunze: Die preußische Sorbenpolitik 1815–1847. In: Schriftenreihe des Instituts für sorbische Volksforschung. Nr. 52, VEB Domowina-Verlag, Bautzen 1978, S. 40.</ref> Deutsche Lehrer wurden bevorzugt in sorbischen Orten eingesetzt. Um das Jahr 1850 sprach nur noch ein Viertel der Bevölkerung sorbisch.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftete die Familie von Rabenau die Gutsherrenschaft und bildete genealogisch eine Unterlinie Repten (Repten-Lobendorf) heraus. Dies waren August Ferdinand von Rabenau-Repten (1748–1813), nachfolgend der Sohn Erdmann von Rabenau-Repten (1780–1852) und später dessen Sohn,<ref>Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 2, Hrsg. Königliches Herolds-Amt, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1893, S. 500.</ref> der Leutnant Herrmann Karl von Rabenau (1813–1874).

Vor 1880 übernahm die Adelsfamilie von Leszczyński Gut Repten, Größe 471 ha. Zum Gut Repten gehörte seit dieser Zeit auch das Gut in Lobendorf, mit 373 ha.<ref>Vgl. P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 36–39, doi:10.18452/377 (Digitalisat). Reprint: ISBN 3-226-00787-4.</ref> Käufer war der Offizier und spätere General Paul von Leszczynski (1830–1918), verheiratet mit Hedwig von Winterfeld-Nieden (1832–1901). Beide starben in Repten.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 296.</ref> In den 1910er Jahren verpachte<ref>Vgl. Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg. [1914]. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe über 20 ha. Nach amtlichen Angaben. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 2. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 230–231.</ref> der General das Gut an seinen Schwiegersohn, den Politiker Wolfgang Gans zu Putlitz (1857–1931). Dieser wiederum ließ es von einem Neffen verwalten. Erbin der Begüterung<ref>Vgl. Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, Ludwig Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts, Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. in: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 4. Auflage, (Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Verlag Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 193.</ref> wurde später die Tochter des Eigentümers, Hedwig Freifrau Gans zu Putlitz geb. von Leszczynski (1872–1938). Sie lebte zumeist auf dem Gut ihres Mannes in Pommern.

Am 1. Januar 1925 wurde Lobendorf nach Repten eingemeindet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Repten zum 1952 neugegründeten Kreis Calau. Am 31. Dezember 2001 wurde es mit den Orten Naundorf, Göritz und Stradow in Vetschau eingegliedert.<ref>StBA-Wiesbanden (Hrsg.). Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001.</ref>

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Repten von 1875 bis 2000<ref>Statistik Brandenburg (PDF)</ref>
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 179 1933 232 1964 172 1989 95 1993 88 1997 110
1890 184 1939 259 1971 164 1990 95 1994 86 1998 115
1910 134 1946 371 1981 108 1991 91 1995 80 1999 108
1925 300 1950 337 1985 103 1992 86 1996 86 2000 115

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Gutshaus gehört zu den Baudenkmalen der Stadt Vetschau. Die Gutsanlage besteht aus dem Herrenhaus, dem Angestelltenwohnhaus und dem Wirtschaftshof mit Stallungen und Brennerei und dem Gutspark.

Beim Gutshaus steht eine etwa 400–600 Jahre alte Stieleiche (Naturdenkmal), die einen Stammumfang von 8,35 Metern hat.<ref>„Eiche am Gutshaus in Repten“ im Baumregister, bei www.baumkunde.de</ref><ref>„Eiche bei Repten“ in „Monumentale Eichen“ von Rainer Lippert, bei Monumentale-Eichen.de.</ref><ref>„Stieleiche neben dem Gutshaus in Repten“, In: Monumentale Bäume bei Monumentaltrees.com.</ref>

Die Dampfmaschine der ehemaligen Brennereianlage befindet sich im Kreismuseum in Finsterwalde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nördlich von Repten verläuft die Bundesautobahn 15.

Literatur

  • Götz von Houwald: Die Niederlausitzer Rittergüter und ihre Besitzer. Band 4 Kreis Kalau, Teil 2. In: Bibliothek familiengeschichtlicher Quellen. Band 35; Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1992. ISBN 3-7686-4130-9, S. 324 ff.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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Ortsteile: Göritz (Chórice) | Koßwig (Kósojce) | Laasow (Łaz) | Missen (Pšyne) | Naundorf (Njabožkojce) | Ogrosen (Hogrozna) | Raddusch (Raduš) | Repten (Herpna) | Stradow (Tšadow) | Suschow (Zušow)

Gemeindeteile: Belten (Běłośin) | Fleißdorf (Długi) | Gahlen (Gołyń) | Lobendorf (Łoboźice) | Märkischheide (Wusoka) | Tornitz (Tarnojsk) | Wüstenhain (Huštań)

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