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Johannes Beutner

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Datei:Dresden-Cafe-Prag.jpg
Glasmosaiksäule am Café Prag in Dresden

Johannes Beutner (* 6. Mai 1890 in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz; † 18. Juli 1960 in Loschwitz) war ein deutscher Maler und Graphiker.

Leben

Beutner verlebte seine Kindheit in Rochwitz. Von 1905 bis 1906 studierte er an der Dresdner Kunstakademie. Seine Lehrer waren unter anderem Johannes Raphael Wehle und Robert Sterl. Es folgte bis 1909 eine Lehre als Chemigraf für Autotypie und Farbätzung. Nach einem erneuten Studium an der Dresdner Kunstakademie von 1920 bis 1924, diesmal unter anderem bei Otto Hettner und als Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann, war Beutner freischaffend tätig. Ab 1931 war er Mitglied der Künstlergruppe „Die aufrechten Sieben“<ref>Johannes Beutner, Erich Fraaß, Otto Griebel, Hans Jüchser, Karl Kröner, Paul Wilhelm und Fritz Winkler.</ref> und von 1932 bis 1934 der Dresdner Sezession 1932, an deren erster Ausstellung er 1932 teilnahm. Er gilt als konservativer Maler. Er schuf vorwiegend Frauenbildnisse.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Beutner Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Er war u. a. 1939, 1940, 1942 und 1943 auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München mit Tafelbildern vertreten, die thematisch und stilistisch ganz dem Nazi-Kunstgeschmack entsprachen. Das 1939 ausgestellte Bild „Erwachen“ wurde von Joachim von Ribbentrop erworben, das 1940 gezeigte Bild „Die Reinheit“ von der NSDAP-Gauleitung Sachsen.<ref>Johannes Beutner. In: gdk-research.de – Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Datei:Johannes Beutners Grab auf dem Loschwitzer Friedhof.jpg
Beutners Grab auf dem Loschwitzer Friedhof

Nach der Bombardierung Dresdens, bei der ein Großteil seiner Werke verloren ging, zog Beutner nach Loschwitz in die Robert-Diez-Straße 12.

Beutner war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und bis zu seinem Tod freischaffend als Maler und Grafiker tätig.

Er war in erster Ehe mit Elisabeth Müller und in zweiter Ehe mit seinem langjährigen Modell Hilde Franke verheiratet. Im Dezember 1941 wurde sein Sohn Wolfgang († 2006) in Nossen geboren.<ref>Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e. V. (Hrsg.): Künstler am Dresdner Elbhang. Band 2. Elbhang-Kurier-Verlag, Dresden 2007, ISBN 978-3-936240-09-2, S. 34.</ref> 1943 sein Sohn Ernst. Beutners Grab befindet sich in Dresden auf dem Loschwitzer Friedhof.

Werkbeispiele

Tafelbilder

Architekturbezogene Werke

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1983 Ravensburg, Galerie Döbele

Gruppenausstellungen

Literatur

  • Fritz Löffler: Johannes Beutner. Kunstheftreihe „Maler und Werk“. VEB Verlag der Kunst, Dresden 1987.
  • Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e. V. (Hrsg.): Künstler am Dresdner Elbhang. Band 1. Elbhang-Kurier-Verlag, Dresden 1999, ISBN 978-3-936240-01-6, S. 22.
  • Jördis Lademann (Hrsg.): Johannes Beutner 1890–1960: Leben und Werk. Sandstein-Verlag, Dresden 2010, ISBN 978-3-940319-88-3.
  • Joachim Menzhausen: Zur Erinnerung an Johannes Beutner. In: Elbhang-Kurier. Band 5. Elbhang-Kurier-Verlag, 2000, S. 6–8.
  • Karin Müller-Kelwing: Die Dresdner Sezession 1932 – Eine Künstlergruppe im Spannungsfeld von Kunst und Politik. Hildesheim (u. a.) 2010, zugleich: Dissertation, TU Dresden 2008, ISBN 978-3-487-14397-2, S. 193–194, 363–364.
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 72
  • Johannes Beutner. In: Birgit Dalbajewa (Hrsg.): Neue Sachlichkeit in Dresden. Sandstein Verlag, Dresden 2011, ISBN 978-3-942422-57-4, S. 176–177.

Weblinks

Commons: Johannes Beutner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references />

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