Johann Bunte
| JOHANN BUNTE Bauunternehmung
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | bunte.svg | |
| Rechtsform | SE & Co. KG |
| Gründung | 1872 |
| Sitz | Papenburg, Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 2.400 (2026)[1] |
| Umsatz | 877,3 Mio. EUR<ref name = "gb2024">Geschäftsbericht Rudolf Bunte Beteiligungs-SE, Papenburg 2024</ref> |
| Branche | Bauunternehmen |
| Website | www.johann-bunte.de/ |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
Die Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co. KG (Eigenschreibweise: JOHANN BUNTE) ist ein bundesweit tätiges Bauunternehmen mit Hauptsitz in Papenburg. Das Leistungsspektrum umfasst Infrastrukturbau, Schlüsselfertigbau und Projektentwicklung, Ingenieur-, Wasser- und Brückenbau sowie Leitungsbau.
Geschichte
Gründung und frühe Entwicklung (1872-1932)
BUNTE wurde 1872 von Johann Bernhard Bunte (1825-1904) in Papenburg als Fuhrunternehmen für Baustellen- und Materialtransporte gegründet. 1902 erhielt das Unternehmen den ersten Bauauftrag, den Bau einer Badeanstalt am Deverhaven. Unter Johann Bunte (1872–1939) entwickelte sich das Unternehmen ab 1904 zu einem regionalen Tiefbauunternehmen. Nach dem Erwerb eines Opel-Pritschenwagens 1923, folgte neun Jahre später der Kauf des ersten fahrbaren firmeneigenen Baggers.
Expansion und Neubeginn (1932-1970)
BUNTE erhielt 1936 mit dem Ausbau des Bederkesa-Geeste-Kanals bei Bremerhaven den ersten überregionalen Auftrag. Nach dem Tod von Johann Bunte übernahm Rudolf Bunte 1939 die Gesamtverantwortung. 1954 markierte der Kauf des ersten Cutterbaggers „Pirat I“ den Einstieg in die Nassbaggerei. Mit dem Baubeginn des Bremer Kreuzes 1960 gelang der erfolgreiche Eintritt in den Autobahnbau, einschließlich maßgeblicher Beteiligung am Bau der Hansa-Linie (BAB A1) bis 1968. Nach dem Tod von Rudolf Bunte 1964 ging die Geschäftsführung auf die Rudolf Bunte Beteiligungs-GmbH über, womit die Phase der Managementführung begann und der Tätigkeitsbereich bundesweit ausgebaut wurde.
Wachstum und neue Geschäftsfelder (1970-2010)
1972 feierte das Unternehmen sein 100jähriges Bestehen. Mit dem Ausbau der Startbahn West am Frankfurter Flughafen (1979) etablierte sich das Unternehmen im Flughafenbau. Ab 1984 war BUNTE am Bau der DB-Neubaustrecke Hannover–Würzburg beteiligt. 1995 folgte der Auftrag für das Mercedes-Benz-Prüfgelände in Papenburg. 1996 gründete BUNTE die TBL (Transport- und Baustoffhandelsgesellschaft mbH Lüderitz) zur Stärkung des Leistungsspektrums. In den folgenden Jahren kamen weitere Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen hinzu. 1997 erhielt BUNTE den Auftrag für den Unterwasseraushub und die -betonage für den Lehrter Bahnhof, dem späteren Berliner Hauptbahnhof. Im Dezember desselben Jahres erhielt BUNTE ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. 2002 wurden BUNTE-eigene Asphaltmischwerke in Emsbüren und Papenburg errichtet. 2005 wurde die Abteilung für Schlüsselfertiges Bauen gegründet. In Arbeitsgemeinschaft erhielt BUNTE 2008 den Zuschlag zum Bau des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven.
Innovation und Großprojekte (2010-2026)
BUNTE wurde 2013 in einem Vergleichsranking des Magazins Focus auf Platz 3 der beliebtesten Arbeitgeber in der deutschen Bauindustrie gewählt. 2015 beschäftigte BUNTE 80 Auszubildende in 15 Lehrberufen. Am 01. Januar 2016 wurde die TBL zur JOHANN BUNTE-Logistik GmbH mit neuem Sitz in Papenburg. 2018 erhielt BUNTE den Zuschlag für die schlüsselfertige Errichtung der Schleuse Gleesen und baute den Geschäftsbereich Schlüsselfertigbau mit zahlreichen neuen Aufträgen weiter aus. 2020 erhielt BUNTE mit einem Partner den größten Auftrag ihrer Geschichte: das ÖPP-Projekt Bundesautobahn (BAB) A3 mit einem Bauvolumen von 1,5 Mrd. €. Weitere Großprojekte folgten, wie der Funktionsbauvertrag der BAB A1 zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche im Rahmen einer ARGE. 2022 feierte BUNTE 150jähriges Jubiläum und vollzog einen Rechtsformwechsel von einer GmbH & Co. KG zu einer Societas Europaea (SE) & Co. KG. 2024 erfolgte der Baustart für das BIM (Building Information Modeling)-Pilotprojekt Fahrbahnerneuerung eines Abschnitts der Bundesstraße B71 in Sachsen-Anhalt. In den letzten Jahren setzte das Unternehmen verstärkt auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit und BIM und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte und dem Deutschen Ingenieurpreis. BUNTE erhielt weitere Großaufträge, darunter die Schleusen Wedtlenstedt und Rodde, die Gleichstromverbindung Korridor B (Los 1), die Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung und SuedLink. In Celle wurde 2024 das Hotel- und Wohnungsbauprojekt „Wohnen am Französischen Garten“ eröffnet. 2025 errichtete BUNTE auf der A45 sechs Lärmschutzwände mit einer Länge von über 2 km. Erfolgreiche und vorzeitige Fertigstellung des Neubauprojektes Scharnhorst Quartier in Bremen sowie der Abschluss des Großprojektes der neuen Schüler- und Personalwohnheime für das Uniklinikum in Tübingen. Ende 2025 erfolgte die Inbetriebnahme der „Dresdner Bahn“ in Berlin, ein bedeutendes Infrastrukturprojekt, an dem BUNTE maßgeblich beteiligt war.
Standorte
Hauptsitz:
Verkehrswegebau:
- Berlin
- Essen
- Frankfurt am Main
- Hamburg
- Hannover
- Nürnberg
- Osnabrück
- Papenburg (Weser-Ems)
- Stuttgart
- Zeven
Schlüsselfertigbau/Projektentwicklung:
Ingenieur-, Wasser- und Brückenbau:
Leitungsbau:
Lärmschutzbau:
Geschäftsfelder und -bereiche
Infrastrukturbau:
- Straßenbau
- Erd- und Tiefbau
- Bahnbau
- Lärmschutzbau
- Asphalt
Schlüsselfertigbau/Projektentwicklung
- SIA (Sanierung Instandhaltung Abdichtung)
- Rapidbrücke
Besondere Bauprojekte
1960 stieg Bunte mit dem Bau des Bremer Kreuzes in den Autobahnbau ein. 1965 war Bunte am Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals beteiligt.<ref name="noz">Gerd Schade: 150 Jahre Bunte in Papenburg: Was die Baufirma so erfolgreich macht. In: NOZ.de. 6. Juli 2022, abgerufen am 18. August 2022.</ref>
Zwischen 1995 und 1997 wurde in 13 Monaten Bauzeit der Motopark Oschersleben als Generalunternehmen errichtet.<ref>https://www.motorsportarena.com/Die-Arena/Info/Geschichte/Geschichte-der-Motorsport-Arena-Oschersleben.html</ref>
Im Jahr 2007 erhielt Bunte als Teil einer Bietergemeinschaft nach einem Rechtsstreit<ref>Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven: Hochtief verliert Millionen-Auftrag. Abgerufen am 3. Mai 2022.</ref> den Auftrag zum Bau des Tiefwasserhafens JadeWeserPort<ref>Tiefwasserhafen: Auftrag für Unternehmen Bunte. Abgerufen am 3. Mai 2022.</ref> in Wilhelmshaven mit einem Auftragsvolumen von ca. 480 Mio. Euro.
Im Jahr 2009 war Bunte an einem Konsortium beteiligt, dass den Auftrag zum 6-streifigen Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen erhielt. Bei dem Projekt mit einem Investitionsvolumen von 650 Mio. Euro handelte es sich um das bis dato größte in Deutschland realisierte öffentlich-private Partnerschaftsprojekt (ÖPP bzw. PPP), das neben dem Ausbau auch die Instandhaltung und den Betrieb der Autobahn über 30 Jahre beinhaltete.<ref>Bilfinger gewinnt größten PPP-Auftrag: Weitere 73 Kilometer private Autobahn. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. Mai 2022]).</ref>
Im Februar 2020 erhielt Bunte gemeinsam mit einem Partner den Zuschlag für den Ausbau der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen mit einem Bauvolumen von 1,5 Mrd. Euro.<ref>Über JOHANN BUNTE. Abgerufen am 3. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei dem Projekt handelte es sich ebenfalls um ein ÖPP-Projekt, welches die Instandhaltung und den Betrieb über 30 Jahre beinhaltete, wodurch der gesamte Kostenumfang bei rund 2,8 Mrd. Euro liegt.<ref>ÖPP-Projekt: Sechsstreifiger Ausbau Autobahnkreuz Biebelried bis Autobahnkreuz Fürth/Erlangen. In: Die Autobahn. Abgerufen am 13. Mai 2022 (deutsch).</ref>
Auszeichnungen
- 2011: BUNTE zählt zu den TOP 12 der Deutschen Bauunternehmen<ref>Tradition baut Zukunft "2011". Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2013: BUNTE wird in einem Vergleichsranking des Magazins Focus auf Platz 3 der beliebtesten Arbeitgeber der deutschen Bauindustrie gewählt<ref>Tradition baut Zukunft "2013". Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2014: BUNTE erhält die Auszeichnung „Bauunternehmen des Jahres“<ref>Tradition baut Zukunft "2014". Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2023: ESG TRANSPARENCY AWARD für den Nachhaltigkeitsbericht<ref>ESG TRANSPARENCY AWARD 2024. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2024: Projektentwicklung erhält vier Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)
- 2025: Deutscher Ingenieurpreis Straße und Verkehr<ref>Auszeichnung für digitale Baustelle - BUNTE erhält den Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2025. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: Deutscher Award für Nachhaltigkeitsprojekte<ref>Deutscher Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2025 – Wir sind dabei! Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: Platz 2 im Top-Ranking der Bauunternehmen<ref>BUNTE ganz vorn: Platz 2 im Top-Ranking der Bauunternehmen 2025. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: TOP 100 Innovator<ref>Ausgezeichnet - JOHANN BUNTE erhält TOP 100-Award. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: TOP 3 beim Deutschen Fachkräftepreis<ref>TOP 3 beim Deutschen Fachkräftepreis 2025 für JOHANN BUNTE. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: Auszeichnung als TOP-Fahrradgeber<ref>Auszeichnung als TOP-Fahrradgeber 2025. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
- 2025: BUNTE zählt zu Deutschlands besten Ausbildern<ref>JOHANN BUNTE zählt zu Deutschlands besten Ausbildern 2025. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
Koordinaten: 53° 4′ 38,8″ N, 7° 23′ 59,7″ O
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