Thomas Trautner
Thomas A. Trautner (* 3. April 1932 in Göttingen; † 23. April 2023<ref>Traueranzeige im Tagesspiegel auf trauer.tagesspiegel.de vom 30. April 2023</ref> ) war ein deutscher Biologe und Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin.
Leben und Werk
Trautner wuchs in Göttingen, Hannover und ab 1942 in Osterode am Harz auf, wo er 1950 am Gymnasium das Abitur ablegte.<ref name="Interview">Ralf Hahn (Interview): »Ich hätte mir gar nichts anderes vorstellen können.« In: Martin Vingron, Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (Hrsg.): Gene und Menschen – 50 Jahre Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik. 2014, S. 62–71 (mpg.de [PDF]).</ref> Er studierte ab 1950 Biologie in Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und ab 1951 Mikrobiologie an der Georg-August-Universität Göttingen, arbeitete danach am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, wo er zusammen mit seinem Cousin Carsten Bresch die Bakteriophagen in die genetische Forschung einführte.
Von 1953 bis 1954 war er Fulbright-Stipendiat an der University of Illinois at Urbana-Champaign und von 1964 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.
Sein Hauptforschungsgebiet waren Probleme der DNA-Replikation und -funktion bei Bakteriophagen.
1989 wurde er als ordentliches Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen.<ref>Mitgliederverzeichnis: Thomas Trautner. Academia Europaea, abgerufen am 24. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trautner war seit 1996 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Thomas Trautner ruht auf dem Waldfriedhof Dahlem. Es gibt dort keinen Grab- oder Kissenstein.
Ehrungen
Im Jahr 1973 erhielt Trautner den Oskar-Mahr-Preis der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler. 1996 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen.<ref name="bbaw.de">Christoph Markschies: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften trauert um ihr Ordentliches Mitglied. (PDF) In: bbaw.de. Abgerufen am 4. Dezember 2025.</ref> Im Jahr 2025 wurde die Bakteriophagen-Familie Trautnerviridae, an deren Mitgliedern er jahrzehntelang geforscht hatte, offiziell bestätigt und ihm zu Ehren benannt.<ref name="ICTV_Hist" /><ref name="Santos1986" />
Weblinks
- Literatur von und über Thomas Trautner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Thomas A. Trautner – Steckbrief an der BBAW
Einzelnachweise
<references> <ref name="ICTV_Hist"> ICTV: Family: Trautnerviridae. </ref> <ref name="Santos1986"> Mario A. Santos, Jorge Almeida, Hermínia de Lencastre, Giorgio Morelli, Marion Kamke, Thomas A. Trautner: Genomic organization of the related Bacillus subtilis bacteriophages SPP1, 41c, rho 15, and SF6. In. ASM Journals: Journal of Virology, Band 60, Nr. 2, 1. November 1986, S. 702–707; doi:10.1128/JVI.60.2.702-707.1986 (englisch). </ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Trautner, Thomas |
| ALTERNATIVNAMEN | Trautner, Thomas A. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biologe |
| GEBURTSDATUM | 3. April 1932 |
| GEBURTSORT | Göttingen |
| STERBEDATUM | 23. April 2023 |
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- Genetiker
- Biologe
- Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)
- Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
- Mitglied der Academia Europaea
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin
- Deutscher
- Geboren 1932
- Gestorben 2023
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