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Carrie Prejean

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Datei:Carrie Prejean Miss California.jpg
Carrie Prejean als Miss California USA 2009
Datei:CarriePrejeanByPhilKonstantin.jpg
Carrie Prejean 2009

Caroline Michelle „Carrie“ Prejean (* 13. Mai 1987 in San Diego, Kalifornien) ist ein US-amerikanisches Model und war Miss California USA 2009. Bekannt wurde sie neben einigen Gameshow- und Fernsehauftritten durch kontrovers empfundene Aussagen zur gleichgeschlechtlichen Ehe bei der Befragung anlässlich des Schönheitswettbewerbs zur Miss USA 2009 und eine nachfolgende landesweite Debatte und juristische Auseinandersetzungen.

Leben

Carrie Prejean wurde als Kind von Will und Francine Prejean geboren. Die Eltern trennten sich 1988, die Frage des Sorgerechts hatte erhebliche Auseinandersetzungen zwischen den Eltern zur Folge, bei denen das Thema Homosexualität eine Rolle spielte.<ref>Im Streit um das Sorgerecht sagte Will Prejean aus, Francine Prejean habe ihm vor seinen Kindern vorgeworfen, homosexuell zu sein. Francine Prejean sagte, Will Prejean habe ihrem neuen Ehemann ebenfalls vorgeworfen, homosexuell zu sein, und dies mit der Verallgemeinerung gekoppelt haben, alle Männer mit Schnurrbart seien homosexuell. Court docs: Miss California USA Carrie Prejean's parents used homosexuality as an insult, von Tracy Miller, in NY Daily News, 7. Mai 2009</ref> Prejean wuchs in einem evangelikalen Umfeld in Vista, Kalifornien, auf und schloss dort 2005 die High School ab.<ref>Biografie</ref> 2009 gewann sie den Titel der Miss California USA und nahm anschließend an den Wahlen zur Miss USA teil. Sie hatte auch mehrere Auftritte im Fernsehen. Prejean studiert Lehramt für Förderschulen und engagiert sich im Bereich Behindertenförderung und -sport. Sie gehörte aktiv zur Gemeinde der The Rock Church, einer bekenntnisunabhängigen evangelikalen Megachurch in San Diego, Kalifornien.<ref>outreachmagazine.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />America's Largest and Fastest-Growing Churches (Memento vom 9. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref> 2025 trat sie der römisch-katholischen Kirche bei.<ref>Former Miss California USA Carrie Prejean Boller Enters the Catholic Church: 'I Am Finally Home'. In: Churchpop.com. 22. April 2025, abgerufen am 17. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kontroverse um Aussagen zur gleichgeschlechtlichen Ehe

Aufsehen in den USA und darüber hinaus<ref>Carrie Prejean, Miss Kalifornien auf Zahlung ihrer Brustimplantate verklagt Der Spiegel 21. Oktober 2009</ref> erregte die Äußerung Prejeans zur gleichgeschlechtlichen Ehe im Verlauf der Miss-USA-Wahlen und eine Reihe rechtlicher Auseinandersetzungen in der Folge.

Während des Schönheitswettbewerbs zur Miss USA 2009 wurde sie von einem Mitglied der Jury, dem Blogger und zeitweiligen LGBT-Aktivisten Perez Hilton, zum Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA befragt. Sie antwortete darauf:

„Nun, ich glaube, dass es großartig ist, dass Amerikaner wählen können, ob so oder so geheiratet wird. Wir leben in einem Land, wo man sich für gleichgeschlechtliche Ehe entscheiden kann oder für gegenteilige Ehe. Wissen Sie was, in meinem Land, in meiner Familie, glaube ich, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau sein sollte, ohne irgendjemand da draußen beleidigen zu wollen. Aber so wurde ich erzogen, und ich glaube, dass es zwischen einem Mann und einer Frau sein soll.“<ref name="PrejeanTimeline"> Timeline of the Carrie Prejean Controversy. In: foxnews.com. 11. Mai 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Mai 2009; abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

</ref><ref name="Miss Marriage Martyr">Here she is, Miss Marriage Martyr USA. In: Salon.com. 21. April 2009, abgerufen am 16. Juli 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nachdem Hilton Prejean mit Bezug auf ihre Antwort im Rahmen eines Videokommentars als „dumb bitch“ (dumme Schlampe) beschimpft hatte,<ref>Luchina Fisher: Perez Hilton 'Floored' by Miss California. In: ABC News. 20. April 2009, abgerufen am 16. Juli 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „a dumb b----.“</ref> kam es zu einer landesweiten Kontroverse.<ref name="Republican hero">Christopher Goodwin in Los Angeles: California beauty queen Carrie Prejean becomes Republican hero. In: The Guardian. 25. April 2009, abgerufen am 16. Juli 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „She lost not because she doesn't believe in gay marriage, she lost because she's a dumb bitch!“</ref> Unterstützung erhielt sie unter anderem von der konservativen Kommentatorin Ann Coulter<ref>Coulter, die für ihre polemischen Kommentare bekannt ist, wies unter anderem darauf hin, dass wenn Auftritte in Damenunterwäsche die Teilnahme an einem Schönheitswettbewerb verunmöglichten, Perez Hilton der erste sei, der ausgeschlossen werden müsste</ref>, dem Investor und Eigentümer der Betreiber des Schönheitswettbewerbs Donald Trump und Gavin Newsom, dem demokratischen Bürgermeister von San Francisco. Trump bezeichnete Prejeans Äußerungen als ehrlich und nicht ehrenrührig. Newsom betonte zwar, Prejeans Standpunkt nicht zu teilen, nahm sie aber zugleich insbesondere gegen beleidigende Angriffe wegen ihrer Meinungsäußerung in Schutz.<ref>Tony Shin: Newsom Defends Miss California, NBC Lokalausgabe, 23. April 2009, abgerufen am 25. Oktober 2009</ref>

In der Folge erschien Prejean unter anderem in einer Fernsehwerbung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe der National Organization for Marriage<ref>catholicnewsagency.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> und engagierte eine christlich orientierte PR-Firma.<ref>usnews.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Miss California, Carrie Prejean, Signs With Top Christian Publicity Firm (Memento vom 2. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

Im Mai 2009 verglich Prejean ihre Aussagen mit ähnlich gelagerten Aussagen von Präsident Barack Obama zur gleichgeschlechtlichen Ehe, einer Volksabstimmung in Kalifornien und einer Entscheidung des kalifornischen Verfassungsgerichts.<ref>Miss California Carrie Prejean Hosts Fox & Friends: How Did It Go? In: mediabistro.com. 27. Mai 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. August 2010; abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Juristische Auseinandersetzungen

Nachdem im Mai 2009 Bilder (Rückenansichten) von Prejean, die sie als Siebzehnjährige teilweise unbekleidet zeigten, auf einem Blog veröffentlicht wurden, leitete der Veranstalter der Misswahlen ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Prejean ein. Als Teilnehmerin bei den Schönheitswettbewerben hatte sie versichert, dass sie höchsten moralischen Standards genüge und damit keine entsprechenden Ganz- oder Teilaktbilder von ihr in Umlauf seien. K2 Productions, der Veranstalter der kalifornischen Misswahlen, beendete ihren Vertrag und damit ihren Status als Miss California aufgrund fortgesetzter Vertragsverstöße im Juni 2009.<ref name="eyes">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, San Jose Mercury News, 5. Mai 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dies wurde vom Eigentümer Donald Trump bestätigt.

Prejean behauptete, K2 Productions habe sie unter anderem für Nacktphotos in einem Herrenmagazin und einer Reality-TV-Show verpflichten wollen. Im August 2009 verklagte sie verschiedene Vertreter von Miss California USA unter anderem wegen übler Nachrede und religiöser Diskriminierung.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, CNN.com, 31. August 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Zusammenarbeit mit der National Organization for Marriage, die die gleichgeschlechtliche Ehe bekämpft und der christlichen Rechten zugeordnet wird, setzte sie fort.

Seitens K2 Productions und Vertretern der Wettbewerbe wurden die Anschuldigungen zurückgewiesen. Im Rahmen von Gegenanzeigen wird versucht, die Einkünfte aus einem geplanten Buch von Prejean für sich in Anspruch zu nehmen. Dieses sei in Verletzung der Vorgaben des Vertrags zum Wettbewerb als Miss California USA geschrieben worden. Zudem wird Prejean auf die Rückgabe eines Darlehens von 5200 $ für eine Schönheitsoperation vor dem Wettbewerb verklagt.<ref name="countersuit">Alan Duke: Miss California USA sued over breast implant money. In: cnn.com. 20. Oktober 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Oktober 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cnn.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Die beiderseitigen Klagen von Prejean und dem Miss-California-Contest wurden im November 2009 zurückgenommen. Einer Reihe von Berichten zufolge, die auf Angaben des für Paparazzo-Berichterstattung bekannten Webportals TMZ.com zurückgehen, erfolgte die Einigung kurz nachdem gegnerische Anwälte ein privates und niemals veröffentlichtes explizites "Sex-Video" Prejeans als Beweisstück dem Gericht vorlegten.<ref>Carrie Prejean 'sex tape' spurred pageant settlement, von Alan Duke, CNN, 5. November 2009</ref> Prejean verweigert zu den näheren Umständen weitere Auskünfte, was unter anderem zu einem Eklat bei der Talkshow Larry King Live führte.<ref>TV-Talk, Carrie Prejean bringt Larry King aus der Fassung Der Spiegel, 12. November 2009</ref>

Folgen

Prejean gilt mittlerweile als politische Symbolfigur und wurde darin unter anderem mit Anita Bryant verglichen.<ref name="Republican hero" /> Zusammen mit unter anderem Ann Coulter, Phyllis Schlafly und Michele Bachmann wurde sie<ref>Ann Coulter, Carrie Prejean, Michele Bachmann become calendar girls -- and Phyllis Schlafly too LA Times 5. Oktober 2009</ref> in einem seit 2005 erscheinenden Kalender zu großartigen konservativen Amerikanerinnen (“Great American Conservative Women”) der konservativen Denkfabrik Clare Boothe Luce Policy Institute abgebildet. Die für 2010 erschienene erste Auflage von 25.000 Stück war umgehend ausverkauft.

Michael Fullilove sieht auffällige Parallelen zwischen Carrie Prejean und der 2008 als Vizepräsidentin kandidierenden Sarah Palin. Beide seien als frühere Schönheitsköniginnen von älteren Herren (Trump bzw. Senator McCain) in die Öffentlichkeit gerückt worden und stünden beide auch nach einem gewissen Absturz im Brennpunkt politischer und kultureller Selbstfindungsprozesse des konservativen Amerika.

Meghan McCain zufolge, die Palin kritisch gegenübersteht und bei Prejean eine differenzierte Haltung einnimmt, sei es heuchlerisch, wenn im Falle Prejean wie darüber hinaus innerhalb der Anhänger der Republikaner aufgrund einer kritischen Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe jedweder persönliche Skandal vertuscht oder nicht ernst genommen werde.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/network.nationalpost.comThe Carrie Prejean story: Sex, lies and too many videotapes (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive )</ref>

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references responsive />

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