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Aarschot

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Aarschot
Datei:Aarschot wapen.svg Datei:Aarschot bandiera.svg
Aarschot (Flämisch-Brabant)
Aarschot (Flämisch-Brabant)
Staat: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien
Region: Flandern
Provinz: Flämisch-Brabant
Bezirk: Löwen
Koordinaten: 50° 59′ N, 4° 50′ OKoordinaten: 50° 59′ N, 4° 50′ O
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Fläche: 62,52 km²
Einwohner: 31.138 (1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 498 Einwohner je km²
Höhe: 14 m
Postleitzahl: 3200 (Aarschot, Gelrode)
3201 (Langdorp)
3202 (Rillaar)
Vorwahl: 013 – 016 – 014
Bürgermeister: André Peeters (CD&V)
Adresse der
Kommunal-
verwaltung:
Stadhuis,
Ten Drossaarde 1,
3200 Aarschot
Website: www.aarschot.be
Datei:2025 Onze-Lieve-Vrouwekerk (Aarschot) (05).jpg
Aarschot, Liebfrauenkirche

Aarschot ist eine belgische Stadt an der Demer, die sich in der Provinz Flämisch-Brabant am Nordrand des Hagelandes befindet und rund 30.000 Einwohner hat.

Politik

Gemeinderat

Sitzverteilung im Gemeinderat Aarschot 2024<ref>LV2024. Abgerufen am 21. Februar 2026.</ref>
2
12
9
4
4
12 
Insgesamt 31 Sitze

Nach der Wahl wurde eine Koalition aus Voor - VLD und NVA. Sie verfügt mit 16 von 31 Sitzen über eine knappe absolute Mehrheit.<ref>Iedereen Aarschot zet coalitie met N-VA voort, met Gwendolyn Rutten als burgemeester. In: Nieuwsblad. 19. Oktober 2024, abgerufen am 21. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

In der Spätantike war Aarschot wahrscheinlich ein römisches Lager und im Mittelalter ein bedeutendes Handelszentrum. Seit 1125 bildete die Stadt den Mittelpunkt einer Herrschaft, die Kaiser Karl V. 1518 zur Markgrafschaft (Marquisat) und 1533 zum Herzogtum erhob und an eine Seitenlinie des Adelsgeschlecht Croÿ verlieh. Nach deren Aussterben im Jahr 1612 kam Aarschot an einen Zweig des Hauses Arenberg.<ref>Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 7.</ref> Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt wiederholt, insbesondere 1705, 1746 und 1748, von französischen Streitkräften erobert.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs kamen zwischen dem 19. August und 6. September 1914 156 Einwohner Aarschots bei deutschen Kriegsrepressalien ums Leben. Rund 400 männliche Einwohner wurden nach Deutschland deportiert.<ref>John Horne, Alan Kramer: German Atrocities, 1914: A History of Denial. Yale University Press, 2001, ISBN 0-300-10791-9, S. 29 f.</ref>

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Sehenswürdigkeiten

In der Stadt befinden sich unter anderem Windmühlen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Bedeutend ist die Onze-Lieve-Vrouwekerk (Liebfrauenkirche), eine Kirche im Stil der Demergotik aus den Jahren 1337 ff. mit 85 m hohem Turm, spätgotischem Lettner (1510–1525) und geschnitztem Chorgestühl mit originellen Miserikordien. Dieses Bauwerk erlitt im Zweiten Weltkrieg nur geringe Zerstörungen, obwohl Aarschot häufig Ziel von Bombardements war. Hingegen wurde damals der 1259 gegründete Beginenhof Aarschot demoliert, aber später teilweise wieder errichtet. Von den Befestigungsanlagen, die Aarschot im Mittelalter besaß, ist nur noch ein Turm übrig.

Das außerhalb der Altstadt gelegene Kasteel van Schoonhoven ist ein dreiflügeliges Barockschloss, erbaut 1770 von Jean-Antoine van der Noot. Es ist Privatbesitz.

Bahnverbindungen und Wirtschaft

Aarschot ist ein Eisenbahnknotenpunkt und liegt an der Bahnlinie TongernBrüsselGentBrüggeKnokke. Weiters existieren Interregio-Verbindungen nach Antwerpen und Lüttich. Am Bahnhof Aarschot verkehren täglich circa 240 Züge.

Zu den in Aarschot betriebenen Wirtschaftszweigen gehören u. a. die Erzeugung von Batterien, Brauereien sowie Nahrungsmittelindustrie; bedeutend ist der Anbau von Spargel.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Evrard Op de Beeck: Aarschot, evolutie van een stadsbeeld. Aarschot 1982.

Weblinks

Commons: Aarschot – Sammlung von Bildern

Quellen

<references />

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