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Hiroshimasteg

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Hiroshimasteg
Hiroshimasteg
Hiroshimasteg
Nutzung Fußgänger, Radfahrer
Querung von Landwehrkanal
Ort Berlin-Tiergarten
Konstruktion symmetrische einbogige Stahlkonstruktion mit Holzbohlenbelag
Gesamtlänge 24 m
Breite 3,70 m
Fertigstellung 1987
Lage
Koordinaten 52° 30′ 24″ N, 13° 21′ 27″ OKoordinaten: 52° 30′ 24″ N, 13° 21′ 27″ O
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Datei:DB 1886 Lützow-Brücke in Berlin.jpg
Vorgängerbau Lützowbrücke, 1886

Der Hiroshimasteg ist eine Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal im Berliner Ortsteil Tiergarten. Die heutige einbogige Stahlkonstruktion stammt aus dem Jahr 1987. Sie befindet sich an der Stelle des Kanals, an der bereits 1834 eine eiserne Brücke für die Fußgänger errichtet worden war.

Geschichte

Der schmiedeeiserne Steg aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts war zunächst namenlos, am 5. Dezember 1885 erhielt er den Namen Lützowbrücke.<ref name="Luise">Vorlage:LuiseLexBez</ref> Er stellte eine Verbindung von der Hohenzollernstraße am Reichpietschufer mit dem Lützowufer über den Landwehrkanal her.<ref>Altberliner Stadtplan von 1893 mit der Lage der Brücke und den umgebenden Straßen. Abgerufen am 18. April 2019.</ref><ref>Berliner Brücken auf Dein Stadtplan</ref> Die Lützowbrücke wurde am 7. Dezember 1933 umbenannt in Graf-Spee-Brücke,<ref name="Luise" /> womit die nationalsozialistischen Machthaber den deutschen Marineoffizier Maximilian von Spee ehrten.<ref>Foto von 1939: Graf-Spee-Brücke im Winter auf deutsche-digitale-bibliothek.de; abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref>

Die kleine Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst rund 40 Jahre später nach neuen Plänen wieder aufgebaut. Die Zweigelenkbogenkonstruktion lehnt sich in ihrer Gestaltung an den ersten Fußgängersteg an und erhielt zunächst wieder den Namen Graf-Spee-Brücke. Sie stützt sich auf Betonwiderlager auf beiden Uferseiten und verläuft schräg über das Wasser. Am 1. November 1990, gut 45 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima am 6. August 1945, beschloss die damalige Bezirksverordnetenversammlung Tiergarten die Umbenennung der Brücke in Hiroshimasteg. Bereits am 1. September 1990 erhielt die auf die Brücke zulaufende Graf-Spee-Straße, an deren nördlichem Ende von 1938 bis 1942 der monumentale Bau der Japanischen Botschaft entstand, den Namen Hiroshimastraße zum Andenken an die Opfer des Atombombenabwurfs.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rede des japanischen Botschafters aus Anlass eines Friedenskonzerts im August 2009 (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) abgerufen am 20. Oktober 2009</ref> Eine Messingtafel an der Ostseite der Brücke am Reichpietschufer enthält die Aufschrift Hiroshimasteg in lateinischen und japanischen Schriftzeichen.

In der Umgebung der Brücke

In der Nähe des Stegs befinden sich das Museum des Bauhaus-Archivs, die Japanische Botschaft in Berlin, das Italienische Kulturinstitut,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage des ital. Kulturinstituts in der Hildebrandstraße (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iicberlino.esteri.it</ref> das Bundesministerium der Verteidigung in der Bendlerstraße und einige Vertretungen deutscher Bundesländer.

Literatur

  • Eckhard Thiemann, Dieter Deszyk, Horstpeter Metzing: Berlin und seine Brücken. Jaron Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89773-073-1, S. 149.

Weblinks

Commons: Hiroshimasteg (Berlin-Tiergarten) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Lützowbrücke (Berlin-Tiergarten) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang (stromabwärts; die kursiv geschriebenen Namen sind Brücken, die nicht mehr existieren)
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