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Gozzo von Krems

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Gozzo von Krems (Mittelhochdeutsche Aussprache: /<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɡosːo/, * im 13. Jahrhundert; † um 1291 in Zwettl) war Stadtrichter und Errichter der Gozzoburg in Krems sowie Landschreiber von Oberösterreich.

Leben

Gozzo stammte aus dem nördlichen Weinviertel und war zwischen 1246 und 1282 mehrmals Stadtrichter von Krems.<ref name="NL">Gozzo von Krems in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)</ref> Als reicher Bürger erwarb er immer wieder Ämter wie das des Schlüsselamtmanns, des Vorstands des Zoll- und Mautamts. Er wurde ein bedeutender Unterstützer der Herrschaft Ottokars von Böhmen in Österreich und einer der mächtigsten Männer des Landes.<ref>Karl Gutkas: Geschichte des Landes Niederösterreich. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten 1974, ISBN 3-85326-406-9, S. 76.</ref>

1270 wurde Gozzo comes camerae (Kammergraf) genannt, 1273 führte er den Titel officialis domini Regis Bohemiae in Anaso, also Beauftragter oder Amtmann des Königs von Böhmen für Österreich ob der Enns.<ref name="NL" /> Ab 1273 war er Kammerprokurator in Enns und bezog außerdem den Zehent von seinen Gütern in Diendorf am Kamp, Zwettl und Stratzing.<ref name="krems"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gozzo von Krems (Mitte – Ende 13. Jahrhundert), Stadtrichter (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krems.gv.at</ref> Er wird auch als rector officiorum per Austriam erwähnt.<ref>Alfons Dopsch: Beiträge zur Geschichte der Finanzverwaltung Österreichs. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. 18 (1897), S. 287.</ref> Er war der Bauherr der etwa 1250 bis 1275 errichteten Gozzoburg.

Auch nach der Niederlage Ottokars konnte Gozzo unter Rudolf von Habsburg seine Stellung bewahren und blieb als Landschreiber für die Finanzverwaltung von Österreich ob der Enns zuständig.<ref>Max Vancsa: Geschichte Nieder- und Oberösterreichs. Verlag Perthes, Gotha 1905, Band 1, S. 556.</ref> Im Jahr 1288 trat Gozzo in den Zisterzienserorden ein und wurde Mönch im Stift Zwettl. In einer Urkunde des Stifts vom 17. Mai 1292, in der Gozzos Sohn Irnfried eine Schenkung seines Vaters bestätigt, scheint Gozzo bereits als Verstorbener auf.<ref>„Bärenhautfol. 128v/129r, in: Das „Stiftungen-Buch“ des Cistercienser-Kloster Zwetl. In: Johann von Frast (Hrsg.): Fontes rerum Austriacarum – Österreichische Geschichts-Quellen. Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Zweite Abtheilung. Diplomata et acta. III. Band, Wien 1851, S. 464–465 (Digitalisat im Internet Archive).</ref><ref name="krems" />

Literatur

  • Ernst Englisch: Gozzo und die „Gozzoburg“. Fragen auf eine Antwort. Krems 2009.
  • Hans Frühwirth: Ihre Liebe galt Krems. 100 Kremser Persönlichkeiten von Gozzo bis Wilhelm. Kulturamt der Stadt Krems, Krems 1997, ISBN 3-901664-01-9.
  • Josef Wichner: Bürger Gozzo. Kulturgeschichtlicher Roman aus dem 13. Jahrhundert. Österreichischer Schulbücherverlag, Wien 1922.
  • Peter Zawrel: Gozzo von Krems. Ein Politiker und Mäzen des 13. Jahrhunderts. Staatsprüfungsarbeit am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Wien 1983.

Einzelnachweise

<references />